Druckartikel: Feuerinferno in Neujahrsnacht: "Meterhohe Flammen" und Millionenschaden in Ansbach

Feuerinferno in Neujahrsnacht: "Meterhohe Flammen" und Millionenschaden in Ansbach


Autor: Stefan Lutter

Ansbach, Donnerstag, 01. Januar 2026

Nur 30 Minuten nach dem Jahreswechsel kam es in Ansbach zu einem Feuerwehr-Großeinsatz. Rund 200 Einsatzkräfte rückten zu einem Wohnhausbrand aus, der Schaden ist enorm.
Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Ansbach hat in der Silvesternacht dutzende Bewohner zur Flucht gezwungen. Das Gebäude wurde schwer beschädigt, der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens zwei Millionen Euro. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar, so die Polizei gegenüber der Nachrichtenagentur News5, die mit mehreren Reportern vor Ort war. Zwar müsse man in der Silvesternacht grundsätzlich auch Feuerwerk als mögliche Ursache im Blick behalten, hierzu könne jedoch aktuell keinerlei Aussage getroffen werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


Ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Ansbach hat in der Silvesternacht dutzende Bewohner zur Flucht gezwungen. Das Gebäude wurde schwer beschädigt, der entstandene Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mindestens zwei Millionen Euro, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Ein Mensch erlitt infolge des Feuers Verletzungen.

Die Nachrichtenagentur News5, die mit mehreren Reportern vor Ort war, spricht von einem "Feuerinferno in der Neujahrsnacht". Wie ein Reporter berichtet, kam es am Neujahrsmorgen (Donnerstag, 1. Januar 2026) gegen 0.30 Uhr zu dem verheerenden Brand.

"Meterhohe Flammen" in Ansbach: Haus in der Herbartstraße brennt kurz nach dem Jahreswechsel

Nach ersten Erkenntnissen habe ein mit Holz verkleidetes Mehrfamilienhaus in der Herbartstraße in voller Ausdehnung in Flammen gestanden. "Meterhohe Flammen schlugen in den Nachthimmel und waren weithin sichtbar", schilderte der News5-Reporter die Lage vor Ort.

Insgesamt waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Rettungsdienst im Einsatz. Unterstützt wurden die Kräfte durch Feuerwehren aus dem Umland sowie durch Einsatzkräfte der Feuerwehr der US-Armee.

News5 hatte zunächst beschrieben, dass von dem Brand zwei hintereinander stehende, mit Holz verkleidete Mehrfamilienhäuser betroffen gewesen seien. Wie die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf Polizeiangaben später präzisierte, handele es sich um ein Haus, das aus zwei zusammengebauten Gebäuden besteht.

Person erleidet Rauchgasintoxikation

Beim Öffnen einzelner Wohnungen seien laut News5 immer wieder neue Brandherde entdeckt worden, was die Löscharbeiten erheblich erschwerte. Zunächst sei die Feuerwehr mit dem Stichwort "Zimmerbrand mit Personengefahr" alarmiert worden, noch während der Anfahrt erhöhte die Leitstelle das Alarmstichwort auf "B5".

Eine Person wurde von der Feuerwehr aus dem dritten Obergeschoss gerettet und dem Rettungsdienst übergeben. Nach aktuellem Stand verursachte das Feuer eine leicht verletzte Person, die eine Rauchgasintoxikation erlitt. Weitere Verletzte sind bislang nicht bekannt.

Insgesamt sind in den betroffenen Gebäuden 40 Menschen gemeldet, erklärte ein Polizeisprecher der dpa. Die Bewohner fanden vorübergehend Zuflucht in einer nahegelegenen Halle.

Ursache noch völlig unklar

Zur Brandursache konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die Beamten ermitteln.

Auch News5 gibt an, dass die Brandursache derzeit noch völlig unklar sei. Laut Rettungskräften müsse man in der Silvesternacht grundsätzlich auch Feuerwerk als mögliche Ursache im Blick behalten, hierzu könne jedoch aktuell keinerlei Aussage getroffen werden.

Die Herbartstraße liegt im Norden der Stadt Ansbach, im Stadtteil Weinberg und in unmittelbarer Nähe zum Ortsteil Neuses. Sie befindet sich etwa 900 Meter Luftlinie vom Stadtzentrum entfernt. Die Straße ist verkehrsberuhigt – es gilt überwiegend Tempo 30, in manchen Abschnitten ist sie sogar als Einbahnstraße ausgewiesen. In der näheren Umgebung der Herbartstraße finden sich wichtige Einrichtungen für den Alltag: Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung (beispielsweise das Klinikum Ansbach), Schulen, Kindergärten sowie Grünanlagen wie die Raisigerhofswiese.

In Ansbach hat in der Nacht auf Silvester ein Bushäuschen gebrannt. Die Tatverdächtigen sind mutmaßlich drei Jugendliche, die beobachtet wurden. sl/mit dpa