Am Dienstag (25. Mai 2022) ist es auf einem Autobahn-Parkplatz bei Ansbach gegen 12.15 Uhr zu einer Verkehrskontrolle gekommen, bei dem ein Lastwagenfahrer beim Ausnutzen der Krisensituation der Ukraine aufflog.

Eine Streifenwagenbesatzung der Verkehrspolizei kontrollierte den Lastwagen an der A6, der als "Humanitärer Hilfstransport für die Ukraine" gekennzeichnet war. Dabei handelte es sich jedoch um eine Fehlkennzeichnung, wie die Verkehrspolizei Ansbach berichtet.

Falsche Kennzeichnung am Lastwagen auf der A6: Ukrainischer Fahrer wollte Kontrollen entgehen

In Wirklichkeit hatte der 56-jährige ukrainische Fahrer den Lastwagen in Karlsruhe gekauft und wollte diesen nun zu seiner Firma mit Sitz in Litauen fahren. Zudem sollten mehrere gekaufte Fahrräder, zwei Lastwagen-Räder und ein Auto mit dem Lastwagen transportiert werden. Die erworbene Ware stand oder lag ungesichert auf der Ladefläche.

Für die Überführungsfahrt montierte der 56-Jährige litauische Händlerkennzeichen am Fahrzeug - diese haben jedoch nur in dem baltischen Staat Gültigkeit. Deshalb, und wegen zusätzlichen Verstößen gegen das Kraftfahrzeugsteuer- und das Pflichtversicherungsgesetz, läuft inzwischen ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren wegen Kennzeichenmissbrauchs gegen den Ukrainer. Zudem erwartet ihn ein Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen das Güterkraftverkehrsgesetz und die Straßenverkehrsordnung.

Als Sicherheit für die Ermittlungsverfahren ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft an, dass der 56-Jährige einen mittleren dreistelligen Betrag hinterlegen sollte. Gegenüber den Beamten räumte der Ukrainer ein, "die Kennzeichnung am Fahrzeug angebracht zu haben, um so möglichen polizeilichen Kontrollen so weit es geht zu entgehen", berichtet die Polizei. 

Vorschaubild: © planet_fox / pixabay.com