Der Kölner Dom plant eine Besichtigungsgebühr für Touristen. Gilt das bald auch für den Bamberger Dom? Wir klären auf.
Der Kölner Dom sorgt derzeit für Diskussionen: Ab Mitte 2026 müssen Touristen Eintritt zahlen. Grund sind die schwindelerregenden Instandhaltungskosten der gotischen Kathedrale - täglich 44.000 Euro.
Da stellt sich auch in Franken die Frage: Droht eine Besichtigungsgebühr im Bamberger Dom? Wir haben nachgefragt.
Bamberger Dom: Droht ein Eintrittspreis wie im Kölner Dom?
"Es ist derzeit nicht geplant, Eintritt zu verlangen", sagt Harry Luck, Pressesprecher des Erzbistums Bamberg. Für Besucher solle der Dom auch künftig frei zugänglich bleiben – unabhängig davon, ob sie zum Gebet oder als Touristen kommen.
Der Grund: Die finanziellen Grundlagen für den Erhalt des Gebäudes seien bereits geregelt. Deshalb bestehe derzeit kein Handlungsbedarf für die Einführung eines Eintrittspreises.
Das ist der Unterschied zum Kölner Dom
In Köln zwangen die explodierenden Unterhaltskosten von 16 Millionen Euro pro Jahr die Verantwortlichen zur Einführung einer Besichtigungsgebühr. Nur so sei der Fortbestand und die Pflege von Deutschlands meistbesuchter Sehenswürdigkeit zu sichern, machte der Kölner Dompropst deutlich. Vorangegangene Sparmaßnahmen brachten nur kurzfristige Entlastung.
Anders beim Bamberger Dom: "Die Kosten für die Instandhaltung sind gedeckt", erklärt Pressesprecher Luck. Für die Finanzierung der Instandhaltung gebe es keinen Handlungsbedarf.
Zuständig für die Instandhaltung des Doms sei als Baulastträger der Freistaat Bayern, genauer gesagt das Staatliche Bauamt Bamberg. Auf Anfrage unserer Redaktion über die Höhe der jährlichen Instandhaltungskosten der Bamberger Kathedrale nannte das Staatliche Bauamt Bamberg keine Zahlen. Unsere Kollegen vom Fränkischen Tag berichteten im Sommer 2025 über die Restaurierungsarbeiten am Bamberger Dom (Plus-Angebot)