Die Zahl der Toten hat sich nach einem Krankenhausbrand in Uelzen (Niedersachsen) auf vier erhöht. Ein Feuer im dritten Stock hatte auf die Patientenzimmer übergegriffen. Die Klinikgesellschaft zeigt sich tief bestürzt.
Am späten Donnerstagabend (4. Januar 2024) brach im niedersächsischen Helios-Klinikum Uelzen ein Feuer aus. Inzwischen hat sich die Zahl der Toten auf vier erhöht. Dies teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit. Drei Menschen seien vor Ort ums Leben gekommen, ein weiterer Mensch sei in ein anderes Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben.
Bei den vier Toten handele es sich um Patienten - zu deren Geschlecht wollte der Sprecher keine Angaben machen. Wie viele Menschen insgesamt bei dem Feuer verletzt wurden, war zunächst unklar. Es gebe eine zweistellige Zahl an Verletzten, sagte der Polizeisprecher.
Feuer in Uelzener Klinik fordert doch mehr Tote - Notaufnahme nicht mehr funktionsbereit
Das Feuer war im dritten Stock der Klinik ausgebrochen, es griff auf mehrere Patientenzimmer über. Zahlreiche Menschen wurden aus dem Krankenhaus gerettet, einige über Leitern. Etwa 140 Rettungskräfte waren im Einsatz, wie ein Sprecher der Feuerwehr in der Nacht zum Freitag sagte. Demnach erlitten die Verletzten Rauchvergiftungen und Brandwunden. Das Feuer sei gelöscht worden.
Die Klinikgesellschaft teilte ihre tiefe Bestürzung über den folgenschweren Brand mit. "Unser Mitgefühl und unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Verstorbenen und bei den verletzten Patienten", hieß es. Nach ersten Schätzungen könnte der Gesamtschaden bei mehr als einer Million Euro liegen, wie die Polizei mitteilte. Die Ursache des Feuers war zunächst unklar. Die Polizei suchte am Brandort nach Spuren. "Wir ermitteln erstmal in alle Richtungen", sagte der Polizeisprecher.
Das Krankenhaus teilte mit, wegen des Brandes im Helios Klinikum Uelzen könnten bis einschließlich Freitag, 12. Januar 2024, keine Patienten aufgenommen werden. "Wir werden betroffene Patienten informieren und - soweit möglich - Ausweichtermine besprechen", hieß es. Auch in der Notaufnahme könne derzeit niemand behandelt werden. "Wir bitten darum, auf andere Krankenhäuser auszuweichen."