Spritpreise ziehen kräftig an

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Spritpreise
Die Spritpreise ziehen derzeit an.
Spritpreise
Sebastian Kahnert/dpa

Seit dem Wochenende haben sich Benzin und insbesondere Diesel kräftig verteuert - und die ersten Zahlen vom Mittwoch deuten noch kräftiger nach oben.

Die Spritpreise in Deutschland ziehen kräftig an. Vor allem Diesel verteuert sich derzeit deutlich, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Doch auch für Benzin müssen die Autofahrer mehr bezahlen. 

Ein Liter Diesel kostete am Dienstag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,200 Euro. Das waren 3,8 Cent mehr als noch am Sonntag. Ein Liter E10 kostete 2,125 Euro und damit 3 Cent mehr als am Sonntag. 

Auch am Mittwoch deuten die ersten Zahlen auf kräftig weiter steigende Preise hin. Um 8.00 Uhr morgens war Diesel im bundesweiten Durchschnitt um 5,7 Cent teurer als einen Tag zuvor zur selben Uhrzeit. E10 um 2,6 Cent. 

Gutes Indiz für die weitere Entwicklung

Seit Einführung der 12-Uhr-Regel folgen die Preise in der Regel einem Muster, das zwar eine hohe Schwankungsbreite hat, aber so gut wie immer den gleichen Verlauf nimmt. Vergleiche der gleichen Uhrzeiten sind daher ein gutes Indiz dafür, wie der bundesweite Tagesdurchschnitt ausfallen wird. 

Beim ADAC sieht man den jüngsten Anstieg des Ölpreises als Treiber für die höheren Spritpreise. «Das ändert jedoch nichts daran, dass das Preisniveau aus unserer Sicht bereits seit Wochen zu hoch ist», erklärte ein Sprecher. 

Auch die Dürre spielt eine Rolle

In Teilen Deutschlands kommt zudem auch die aktuelle Dürre als Preistreiber für den Sprit hinzu. Normalerweise spielt unter anderem der Rhein eine wichtige Rolle für den Transport von Öl und Sprit auf Tankschiffen. Weil dies durch die derzeit extrem niedrigen Pegelstände stark eingeschränkt ist, fallen dort höhere Logistikkosten an. 

Das spiegelt sich auch in der regionalen Preisverteilung wider: Nach Daten des Spritpreisportals «Tankerkönig» war Sprit in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz am Mittwochmorgen überdurchschnittlich teuer. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern hatten dagegen die vergleichsweise niedrigsten Preise. Der Unterschied lag im oberen einstelligen Centbereich.