Der Krankenstand in vielen Firmen lag zuletzt auf einem relativ hohen Niveau. Die Koalition will jetzt mit zwei Änderungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gegensteuern.
Wegen der hohen Fehlzeiten in Unternehmen plant die schwarz-rote Koalition, die Vorschriften für Krankmeldungen von Arbeitnehmern zu verschärfen. Künftig soll eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag verpflichtend vorgelegt werden, wie Union und SPD nach den Beschlüssen des Koalitionsausschusses mitteilten. Bislang ist eine ärztliche Bescheinigung erst ab dem vierten Tag vorgeschrieben. Zudem soll die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung abgeschafft werden.
Seit Ende 2023 können sich Patienten ohne Praxisbesuch eine Arbeitsunfähigkeit attestieren lassen, vorausgesetzt, sie sind in der Praxis bekannt und haben keine schweren Symptome. Eine Krankschreibung kann für bis zu fünf Kalendertage erfolgen. Dies ist in einer Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken geregelt. Vorbild war eine Sonderregelung während der Corona-Pandemie, um Infektionen zu vermeiden. Die Regelung ist Teil eines großen Reformpakets, auf das sich die Spitzen von Union und SPD geeinigt haben.
Merz beklagte hohen Krankenstand und will mit schärferen Regeln nachsteuern
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte bereits im vergangenen Jahr einen seiner Meinung nach zu hohen Krankenstand kritisiert und die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung infrage gestellt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte an, die Regelung zu überprüfen.
Wenn man krankheitsbedingt nicht zur Arbeit erscheinen kann, muss dies dem Unternehmen unverzüglich mitgeteilt werden. Die gesetzliche Regelung für eine formelle Krankmeldung lautet bisher: "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."
Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen
Ein Redakteur hat diesen Artikel unter der teilweisen Verwendung eines KI-Sprachmodells verfasst und/oder optimiert. Sämtliche Informationen wurden sorgfältig geprüft.