"Die Menschen haben ihn geliebt": Bekannter deutscher Kabarettist ist tot

1 Min
Kabarettist Konrad Beikircher ist tot - "Menschen haben ihn geliebt"
Der Künstler Konrad Beikircher ist mit 80 Jahren gestorben.
Kabarettist Konrad Beikircher ist tot - "Menschen haben ihn geliebt"
Oliver Berg/dpa
Kabarettist Konrad Beikircher ist tot - "Menschen haben ihn geliebt"
Der Künstler Konrad Beikircher ist mit 80 Jahren gestorben.
Kabarettist Konrad Beikircher ist tot - "Menschen haben ihn geliebt"
jamesbisset/pixabay.com (Symbolbild)

Der Kabarettist Konrad Beikircher ist verstorben. Jahrzehntelang bescherte er den Menschen unzählige Lacher. Schon sein erstes Programm hatte großen Erfolg.

Konrad Beikircher ist am Dienstag (28. Juli 2026) im Alter von 80 Jahren gestorben. Das teilte seine Ehefrau Anne Beikircher der Deutschen Presse-Agentur mit. Besonders faszinierten ihn der rheinische Dialekt und das Lebensgefühl im Rheinland. Mit seinem humorvollen Blick auf die Menschen dort brachte der gebürtige Südtiroler viele zum Lachen. Dies machte ihn zu einem bekannten Künstler, der 60 Jahre lang im Rheinland lebte.

Beikircher war musikalisch begabt, hatte Musikwissenschaften studiert und wollte ursprünglich Profigeiger werden. In Bonn studierte er auch Psychologie, arbeitete später als Gefängnispsychologe in Siegburg, kündigte aber mit 39 Jahren und entschied sich ganz fürs Kabarett. Für seine Verdienste um die Mundart und den Erhalt des Dialekts wurde er mehrfach ausgezeichnet. Schon sein erstes Kabarettprogramm "Himmel un Ääd", wurde ein großer Erfolg. Es erschien später auch als Buch. 

Menschen mit seiner Kunst "umarmt" - Erinnerung an Kabarettist Konrad Beikircher

In NRW galt er als einer der populärsten Kabarettisten, aber auch bundesweit machte er sich einen Namen, trat zudem als Musiker auf, schrieb mehrere Bücher, war zeitweise als WDR-Moderator tätig. Er habe die Menschen mit seiner Kunst "umarmt", schilderte Anne Beikircher. "Er hat die Menschen geliebt, das war authentisch. Und die Menschen haben ihn geliebt." Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) betonte, Beikircher habe "die rheinische Lebensart mit ihren vielfältigen Dialekten gelebt und geliebt - und dem rheinischen Humor bundesweit Sympathie beschert."

Mit seinem Wirken habe er unter Beweis gestellt: "Heimat ist ein Gefühl, das im Miteinander entsteht. Auch dem Miteinander von Rheinland und Westfalen war er in seiner künstlerischen Arbeit verbunden." Beikircher lebte in Bonn-Bad Godesberg. Der Kabarettist hinterlässt fünf Kinder. Zuletzt kämpfte er mit vielen gesundheitlichen Einschränkungen, kündigte an, etwas kürzerzutreten. Trotzdem stand er vor sechs Wochen noch auf der Bühne.

Anne Beikircher betonte: "Er hat in unfassbarer Weise seinen Humor behalten." Im Netz finden sich zahlreiche wertschätzende Worte für ihn. Ein Mann schreibt etwa: "Habe den Konrad Beikircher immer gerne gesehen und gehört. Ein Südtiroler, der den Rheinländer wunderbar darstellen konnte. Ein sympathischer Mensch, der fehlen wird. Das Verschmitzte und Neckische hatte er in sich und gab es an seine Zuschauer weiter."