"Schluss mit Faulheits-Vorwürfen": 25.000 Menschen bei fränkischer Großdemo gegen Sozialabbau

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Nürnberg: 25.000 Menschen bei Großdemo gegen Sozialabbau
Mit scharfer Kritik an den geplanten Einsparungen der Bundesregierung im Sozialbereich haben Gewerkschaften zu einer Großdemonstration in Nürnberg aufgerufen.
Nürnberg: 25.000 Menschen bei Großdemo gegen Sozialabbau
NEWS5 / Enrico Wohlgemuth (NEWS5)
DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit - Nürnberg
Menschen halten am Kornmarkt in Nürnberg Schilder mit der Aufschrift "Sozialstaatretter*in" hoch. Anlass sind bundesweite Kundgebungen der Gewerkschaften zum internationalen Tag der Arbeit.
DGB-Kundgebung zum Tag der Arbeit - Nürnberg
Pia Bayer (dpa)

Zahlreiche Menschen protestieren am Wochenende in Nürnberg unter dem Motto "Hart verdient!" gegen den geplanten Sozialabbau. Laut den Veranstaltern sind rund 25.000 Menschen vor Ort.

Update vom 26.09.2026, 13.34 Uhr: Nürnberg: 25.000 Menschen bei Großdemo gegen Sozialabbau

Bei der Großdemonstration gegen Sozialabbau, die am Samstag (26. September 2026) in der Nürnberger Innenstadt abgehalten wird, haben sich zur Mittagszeit laut den Veranstaltern rund 25.000 Menschen auf die Straßen begeben. Dies berichtet die Nachrichtenagentur News5. Im Mittelpunkt stehen vor allem die umstrittenen Reformpläne der Bundesregierung in den Themenfeldern Arbeit, Gesundheit und Rente.

Die als Hauptrednerin aufgetretene Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner, hatte in einer vorab vom DGB Bayern veröffentlichten Pressemitteilung mit deutlichen Worten davor gewarnt, soziale Sicherheit gerade jetzt zurückzufahren.

"Mitten im Auge des Orkans": IG-Metall-Vorsitzende fordert Sicherheit für Beschäftigte

"Die Beschäftigten bei Autoherstellern und Zulieferern, aber auch in anderen Branchen, sind mitten im Auge des Orkans. Es wird umstrukturiert, saniert, und es gibt massiven Arbeitsplatzabbau. Gerade in diesen Umbrüchen brauchen die Menschen einen verlässlichen Sozialstaat. Altersteilzeit und die Rente ohne Abschläge für Beschäftigte, die 45 Jahre eingezahlt haben, müssen bleiben", wird Benner zitiert.

Es müsse "Schluss sein mit Faulheits-Vorwürfen und Abbau-Gesetzen", so Benner, die bei der IG Metall seit 2015 als erste Frau in der langen Historie der Gewerkschaft an der Spitze steht. "Die Beschäftigten tragen dieses Land und alle haben soziale Sicherheit verdient: von Bildungs-Chancen über die Familiengründung bis zur Rente! Wir setzen ein klares Zeichen gegen Rotstifte bei Rente, Gesundheit, Pflege und Familien", heißt es weiter.

Ursprungsmeldung vom 26.09.2026, 07.29 Uhr: Demo in Nürnberg: Tausende Protestierende gegen Sozialabbau erwartet

Tausende Arbeitnehmer wollen am Samstag in Nürnberg unter dem Motto "Hart verdient!" gegen Sozialabbau demonstrieren. Hauptrednerin bei der Kundgebung in der Nürnberger Innenstadt wird die Vorsitzende der Gewerkschaft IG Metall, Christiane Benner, sein. Nürnberg ist eine von bundesweit 15 Großstädten und die einzige in Bayern, in denen die Aktion zeitgleich stattfindet.

Im Mittelpunkt der Proteste stehen Reformpläne der Bundesregierung in den Themenfeldern Arbeit, Gesundheit und Rente. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften kritisieren drohende Verschlechterungen bei sozialer Sicherheit und Arbeitnehmerrechten. Sie fordern stattdessen Reformen, die den Sozialstaat zukunftsfest machen, ohne die Beschäftigten zusätzlich zu belasten.

Demo gegen Sozialabbau in der Nürnberger Innenstadt am Samstag 

Der Aktionstag soll auch die politische Debatte auf Bundesebene begleiten. Die Reformpolitik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist umstritten. Während viele Reformen mit deutlichen Einschnitten auch für die Arbeitnehmer für unumgänglich halten, sind andere der Auffassung, dass weitere Belastungen für Arbeitnehmer unzumutbar sind.