Initiative fordert weitere Reformen nach erstem Paket

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Initiative «Made for Germany»
Unternehmen dringen auf weitere Reformen, um den Standort Deutschland zu stärken. (Archivbild)
Initiative «Made for Germany»
Katharina Kausche/dpa

Die Initiative «Made for Germany» sieht trotz Reformpaket weiter Handlungsbedarf. Im Herbst soll mit der Bundesregierung über zusätzliche Maßnahmen beraten werden.

Die Wirtschaftsinitiative «Made for Germany» will Ende September mit der Bundesregierung über weitere Reformen beraten. Das jüngst beschlossene Paket gehe viele wichtige Probleme an, aber längst nicht alle, sagte Siemens-Chef Roland Busch ein Jahr nach dem Auftakttreffen der Initiative mit Kanzler Friedrich Merz (CDU). «Jetzt müssen die Maßnahmen schnell und spürbar umgesetzt und weitere Reformen angegangen werden.»

Konkret nannte Busch die Flexibilisierung der Arbeitszeit: Deutschland sei «das einzige Land, was die Arbeitszeit auf den Tag regelt und nicht auf die Woche». Zudem sei die Teilzeitquote zu hoch, sagte Busch. «In Summe müssen wir in Deutschland mehr arbeiten.»

Der Initiative gehören inzwischen 139 Unternehmen und Investoren aus verschiedensten Branchen an. Sie haben zugesagt, bis 2028 mehr als 800 Milliarden Euro in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu investieren. Wie viel der Summe über bereits geplante Investitionen hinausgeht, ist allerdings unklar.

Das jüngst angekündigte Reformpaket habe «die Zuversicht internationaler Investoren deutlich gestärkt und das Interesse an diesem Standort noch einmal gesteigert», sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing. Investoren aus dem Ausland beabsichtigen nach seinen Angaben Mittel «in substanzieller dreistelliger Milliardenhöhe» in Deutschland einzusetzen.