Repsol vervielfachte den bereinigten Gewinn von 0,75 auf gut 2,7 Milliarden Euro. Das spanische Unternehmen kündigte sein drittes Aktienrückkaufprogramm in diesem Jahr an. Noch in diesem Jahr sollen weitere Aktien im Wert von 950 Millionen Euro zurückgekauft werden.
Shell kündigte Aktienrückkäufe von fünf Milliarden Dollar an, zwei Milliarden mehr als im abgelaufenen Quartal. Totalenergies will im Schlussquartal und im ersten Quartal 2027 eigene Aktien für 2,5 Milliarden Dollar zurückkaufen.
Aktienrückkäufe können den Wert der verbleibenden Aktien steigern, wenn die erworbenen Papiere eingezogen werden. Dadurch steigt der Gewinnanteil der verbleibenden Aktien.
Grüne und Linke fordern erneut Übergewinnsteuer
Die gestiegenen Öl- und Dieselpreise sowie die hohen Konzerngewinne sorgen für politische Diskussionen. Von der Bundesregierung werden weitere Maßnahmen gefordert über den Tankrabatt hinaus.
«Während wir alle unter hohen Spritpreisen und den Folgen der Klimakrise ächzen, erbeuten Shell, Total und die anderen Ölkonzerne auch in diesem Quartal wieder Rekordprofite. Statt diese gemeingefährlichen Übergewinne zu besteuern, kippt SPD-Finanzminister Lars Klingbeil den Ölbossen mit seinem wirkungslosen Tankrabatt zusätzlich Steuergelder in den Rachen», sagte die klimapolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Badum.
Der finanzpolitische Sprecher der Linke-Bundestagsfraktion, Christian Görke, forderte ebenfalls eine Übergewinnsteuer: «Übergewinne kann man definieren, und man kann sie national in einem Land besteuern. Klingbeil und die SPD dürfen sich jetzt nicht weiter hinter der EU verstecken. Sie könnten sofort ein neues Gesetz in den Bundestag einbringen, angelehnt an das von 2022, das wäre überhaupt kein Problem.»
In Hamburg demonstrierten Greenpeace-Aktivisten an einer Shell-Tankstelle für eine Übergewinnsteuer. Greenpeace beklagt eine «Preiserpressung» der Konzerne, wie es in einer Mitteilung hieß.