Das Handelsunternehmen Depot stellt sich im Zuge der Insolvenz neu auf. Die Folge: Das Filialnetz schrumpft auf deutlich unter 300 Geschäfte. Depot-Chef Gries erklärt gegenüber der Deutschen Presse Agentur die Hintergründe.
Ende des Jahres ist für 27 Filialen der Deko-Kette Depot in Deutschland Schluss - aufgrund der erheblichen finanziellen Engpässe. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Gries Deco Company (GDC). Angesichts einer drohenden Insolvenz hatte das Unternehmen im Juli ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet. Diese Informationen wurden von Christian Gries, dem Geschäftsführer des Einzelhandelsunternehmens, an die Deutsche Presse-Agentur übermittelt. Bereits 17 Filialen wurden geschlossen. Damit reduziert sich das Filialnetz auf 285 Geschäfte.
Es ist damit zu rechnen, dass noch weitere Filialen geschlossen werden. Derzeit laufen noch Verhandlungen mit einigen Vermietern. Das Unternehmen strebt laut eigenen Angaben an, bis spätestens Mitte 2025 wieder im regulären Betrieb tätig zu sein. Gries zufolge hatte Depot während und nach der Corona-Pandemie mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen, die nun Konsequenzen nach sich ziehen.
Depot schließt bis Jahresende 27 Filialen – Neue Positionierung auf dem Markt geplant
Insgesamt seien bis zum Jahresende 27 Geschäfte betroffen. Laut Informationen der dpa sollen folgende Depot-Filialen bis zum 31. Dezember 2024 geschlossen werden:
- Übach-Palenberg
- Stuttgart Hauptbahnhof
- Schweinfurt Stadtgalerie
- Neunkirchen
- Peine
- Flensburg (Holm)
- Leer
- Sylt (Westerland)
- Berlin (Spandau Arkaden)
- Wadgassen
- Schongau
- Stein (Forum)
- Schönebeck
- Ahlen
- Dortmund
- Kassel (Obere Königsstr.)
- Lingen
- Bornheim
- Wuppertal (Werth)
- Donauwörth
- Düsseldorf (KöBogen II)
- Neu-Isenburg
- Frankfurt (Skyline Plaza)
- Hamburg (Hamburger Meile)
- Berlin (Lindencenter)
- Sandersdorf-Brehna
- Essen
Die Mehrheit der betroffenen Mitarbeiter soll an andere Standorte versetzt werden. Ungefähr 50 der zuletzt insgesamt 3.350 Beschäftigten werden mit der bevorstehenden Schließung der 27 Filialen ihren Arbeitsplatz verlieren. In der Unternehmenszentrale in Niedernberg in Unterfranken sei die Zahl der Angestellten seit Jahresbeginn von etwa 650 auf 500 reduziert worden, wird berichtet.
Depot arbeitet gleichzeitig an den Sortimenten und strebt eine neue Marktpositionierung an. "Wir müssen zu einem Concept-Store werden", sagte der Firmenchef zur Welt. Es wird erwogen, auch Marken in das Sortiment aufzunehmen. Das bestehende Portfolio wurde derweil gestrafft. "Es sind jetzt sicherlich 30 Prozent weniger Artikel in den Läden als vorher", erklärte Gries dem Magazin.
Schließung von zahlreichen Depot-Filialen – Geschäfte in Rheinland-Pfalz betroffen?
Ob und welche Filialen in Rheinland-Pfalz geschlossen werden, ist bisher noch nicht bekannt. Sicher ist, dass das Filialnetz in 2025 weiter beschnitten werden soll und es nicht bei den bisher bekannten 27 Schließungen bleiben wird. Eine Auswahl aus Filialen aus Mainz, Rheinhessen, Koblenz und Mayen-Koblenz könnten im nächsten Jahr auch betroffen sein.