Vermisste Jugendliche (14) wurde getötet: Obduktion gibt Hinweise auf Umstände

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Am Donnerstag wurde die Leiche einer vermissten 14-Jährigen aus Nordhessen in einem Waldstück bei Bad Emstal gefunden. Noch am selben Abend nahm die Polizei einen Bekannten der Schülerin fest. Jetzt ergab die Obduktion Hinweise darauf, wie die Jugendliche gestorben sein könnte.

Update vom 04.10.2023, 19.20 Uhr: Sprecher äußert sich nach Obduktion zu möglichen Todesumständen

Im Fall der getöteten 14-Jährigen in Nordhessen gehen die Ermittler aktuell davon aus, dass die Schülerin erwürgt wurde. Das teilte die Staatsanwaltschaft Kassel am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Die Obduktion des Leichnams des 14-jährigen Tatopfers ergab Hinweise, die sich mit einer Gewalteinwirkung auf den Halsbereich erklären lassen", sagte ein Sprecher. "Die Staatsanwaltschaft geht aufgrund des vorläufigen Obduktionsergebnisses gegenwärtig davon aus, dass die Geschädigte erwürgt wurde."

Die Ermittlungsbehörden hätten weitergehende feingewebliche und toxikologische Untersuchungen in Auftrag gegeben, erklärte er. Wegen der laufenden Ermittlungen könnten derzeit keine darüber hinaus gehenden Erklärungen abgegeben werden.

Die Leiche der Schülerin wurde am Donnerstag vergangener Woche (28. Oktober 2023) am Rande eines Feldwegs im nordhessischen Bad Emstal (Landkreis Kassel) entdeckt, nachdem die Jugendliche seit dem Vorabend vermisst worden war. Ein 20 Jahre alter Bekannter des Mädchens soll für den Tod der 14-Jährigen verantwortlich sein. Gegen den deutschen Staatsangehörigen erging am Freitag vergangener Woche Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes. Die Frage nach dem Motiv des mutmaßlichen Mörders ist ungeklärt. Der Tatverdächtige schweigt bislang.

Update vom 02.10.2023, 11.30 Uhr: Tatverdächtiger schweigt bislang

Nach dem mutmaßlichen Mord an einer 14-Jährigen aus Nordhessen schweigt der 20 Jahre alte Tatverdächtige bislang. «Im Rahmen der richterlichen Vorführung am vergangenen Freitag hat er von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und keine Angaben zur Sache gemacht», teilte die Staatsanwaltschaft Kassel am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Dem Beschuldigten sei ein Pflichtverteidiger bestellt worden. «Ob die Verteidigung sich für den Beschuldigten zur Sache einlassen wird, bleibt abzuwarten.»

Der 20-Jährige - ein Bekannter des Mädchens - soll für den Tod der Schülerin verantwortlich sein. Gegen ihn erging am Freitag nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kassel Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes. Die Leiche wurde am Donnerstag vergangener Woche am Rande eines Feldwegs im nordhessischen Bad Emstal (Landkreis Kassel) entdeckt, nachdem die 14-Jährige seit dem Vorabend vermisst worden war.

Als die tote 14-Jährige gefunden war, war der Mann laut Staatsanwaltschaft aufgrund seiner gemachten Angaben «in den Fokus der Ermittlungen» gerückt. Eine Durchsuchung - auch einer Wohnung, in der sich der deutsche Staatsangehörige zuvor aufgehalten hatte - habe den Anfangsverdacht bekräftigt. So sei bei ihm unter anderem das Mobiltelefon des Opfers gefunden und sichergestellt worden. Details und mögliche Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar.

Laut Staatsanwaltschaft ist die Kasseler Kriminalpolizei nun mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt. «Insbesondere sind Handydaten auszuwerten, Zeugen zu vernehmen», hieß es am Montag. Auch Hinweisen aus der Bevölkerung, insbesondere aus dem Kreise der Familie der Verstorbenen, werde nachgegangen. Aufgrund der laufenden Ermittlungen sei es nicht möglich ist, zu einzelnen Schritten der Erkenntnisgewinnung Stellung zu nehmen.

Update vom 30.09.2023, 14.13 Uhr: Ermittlungen nach mutmaßlichem Mord laufen weiter

Auch zwei Tage nach dem Fund einer toten 14-Jährigen laufen die Ermittlungen im nordhessischen Bad Emstal (Landkreis Kassel) weiter. Das erklärte ein Polizeisprecher am Samstag (30. September 2023) gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Weitere Details nannte er mit Verweis auf die Staatsanwaltschaft allerdings nicht. Dutzende Kerzen und Polizeiflatterband waren am Samstag noch am Feldweg in Bad Emstal zu sehen, wo die Leiche der Jugendlchen am Donnerstag gefunden wurde, nachdem sie seit Mittwoch vermisst worden war. Zahlreiche Blumen und ein großer, weißer Plüschteddy lagen an einem Zaun. Auf Zetteln und Steinen vor der Schule des Mädchens stand "Warum??? - Ruhe in Frieden" und "Wir vermissen dich".

Ein 20 Jahre alter Bekannter des Mädchens soll für den Tod der Schülerin verantwortlich sein. Gegen ihn war am Freitag nach Angaben der Staatsanwaltschaft Kassel und des Polizeipräsidiums Nordhessen Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des Mordes erlassen worden. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Mutmaßlicher Täter "wollte uns eigentlich noch helfen"

Wie sie gegenüber dem Fernsehsender RTL erklärte, hatte die Mutter des Opfers den mutmaßlichen Täter schon früh im Verdacht.„Ich habe sofort gesagt, wer‘s war“, sagte sie. Als ihre Tochter noch als vermisst gegolten habe, habe sich der 20-Jährige aktiv an der Suche beteiligt: „Derjenige hat noch mit uns kommuniziert, die ganze Zeit, wollte uns eigentlich noch helfen“, wird die Mutter zititiert. Zumindest habe sein auffälliges Verhalten diesen Anschein erweckt.

Auch die Fragen, ob der 20-Jährige ein Freund der 14-Jährigen gewesen sei, antwortet die Frau ausweichend: „Kann man so sagen, kann man nicht so sagen.“

Eigentlich hätten das spätere Opfer und der Tatverdächtige keinen Kontakt haben sollen. „Aber er war halt besessen von ihr“, ergänzt die Mutter gegenüber RTL. Mehr könne und dürfe sie zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Update vom 29.09.2023, 20.40 Uhr: Obduktion bestätigt Tötungsdelikt - Verdächtiger bereits auffällig

Nach der Obduktion des Leichnams eines 14-jährigen Mädchens, das in einem Waldstück im nordhessischen Bad Emstal tot gefunden wurde, gehen die Ermittler von einer Gewalttat aus. Dies sei das vorläufige Ergebnis der am frühen Nachmittag abgeschlossenen Obduktion, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft Kassel am Freitag gemeinsam mit. Der am Vorabend in Bad Emstal festgenommene Tatverdächtige sei weiter im Polizeigewahrsam. Der 20-Jährige solle in zeitlichem Zusammenhang mit dem Verschwinden der Jugendlichen im Bereich des Waldrandes gesehen worden sein, hieß es. Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Bekannten des Mädchens handeln.

Die Polizei habe den Mann bereits im Rahmen der Suche nach der seit Mittwoch vermissten Jugendlichen befragt. Nachdem die Leiche der 14-Jährigen dann gefunden wurde, sei er aufgrund seiner seinerzeit gemachten Angaben "in den Fokus der Ermittlungen" gerückt. Eine Durchsuchung seiner Person und auch einer Wohnung, in der er sich zuvor aufgehalten hatte, habe den Anfangsverdacht bekräftigt. So seien bei ihm das Mobiltelefon des Opfers sowie weitere Beweismittel gefunden und sichergestellt worden. Seit dem späten Freitagnachmittag sitzt er in Untersuchungshaft.

Der Tatverdächtige war nach Angaben der Staatsanwaltschaft "für die Justiz kein Unbekannter". Das sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel, Andreas Thöne, am Freitag in Kassel. Gewaltdelikte seien bislang aber nicht bekannt gewesen. Zur Frage des Verhältnisses, in dem der 20-Jährige zu dem Opfer stand, sagte Thöne, es handelte sich möglicherweise um eine "cliquenartige" Bekanntschaft. Der Heranwachsende habe nach seiner Festnahme noch nicht vernommen werden können. 

Das Mädchen war am Donnerstag in einem Waldstück bei Bad Emstal in Nordhessen tot gefunden worden, nachdem sie bereits seit Mittwoch als vermisst gegolten hatte. Wie die Polizei mitgeteilt hatte, hatte ein Mann den Leichnam der Schülerin am Donnerstag beim Holzmachen entdeckt. Sie befand sich demnach bei einer Baumgruppe an einem Feldrand außerhalb der Ortschaft im Bereich eines Holzstapels. Der Mann habe sofort die Polizeibeamten verständigt, die sich im Rahmen der Suche nach der 14-Jährigen in der Nähe aufhielten.

Update vom 29.09.2023, 11.37 Uhr: Polizei nimmt Tatverdächtigen (20) aus Bekanntenkreis des Opfers fest

Im Fall der 14-Jährigen, die am Donnerstag (28. September 2023) in einem Waldstück bei Bad Emstal in Nordhessen tot gefunden wurde, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Das teilten die Staatsanwaltschaft Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am Freitag gemeinsam mit. Demnach handelt sich bei ihm um einen 20 Jahre alten Bekannten des Opfers.

"Aufgrund weiterer Ermittlungen und Durchsuchungen konnten die ersten Verdachtsmomente gegen ihn erhärtet werden", hieß es in der Mitteilung. Der Mann sei inzwischen dringend tatverdächtig, für den Tod der 14-Jährigen verantwortlich zu sein. Die Ermittlungen dauerten an.

Vermisste 14-Jährige tot aufgefunden: Mann entdeckte Leiche beim Holzmachen

Die Jugendliche war seit Mittwoch vermisst worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Mann den Leichnam der Schülerin am Donnerstag beim Holzmachen entdeckt. Sie befand sich demnach bei einer Baumgruppe an einem Feldrand außerhalb der Ortschaft im Bereich eines Holzstapels. Der Mann habe sofort die Polizeibeamten verständigt, die sich im Rahmen der Suche nach der 14-Jährigen in der Nähe aufhielten.

Die seitdem eingeleiteten umfangreichen Ermittlungen ergaben der Polizei zufolge Hinweise auf ein Fremdverschulden. Der Tatverdächtige, ein Deutscher aus dem Landkreis Kassel, wurde demnach bereits am Donnerstagabend festgenommen.

Weiterhin unklar ist die genaue Todesursache. Aktuell erfolge die Obduktion des Leichnams, die Aufschluss über die Todesursache bringen soll, hieß es. Weitere Informationen sollen laut Mitteilung am Freitag nach Abschluss der Obduktion bekanntgegeben werden.

Trotz Hinweise auf Fremdverschulden: Todesursache noch unklar

Die 14-Jährige hatte am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr ihr Zuhause verlassen und war seither verschwunden. Angehörige meldeten sie deshalb in der Nacht zum Donnerstag als vermisst. Die Beamten suchten zeitweise auch öffentlich nach der 14-Jährigen.

Bad Emstal ist eine kleine nordhessische Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern in vier Ortsteilen. Sie liegt im Naturpark Habichtswald, rund 25 Autominuten südwestlich von Kassel.

Update vom 29.09.2023, 10.27 Uhr: Polizei will sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht zum Finder der Leiche äußern

Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in einem Wald in Hessen soll am Freitag (29. September 2023) eine Obduktion Klarheit über die Todesursache bringen. Die Polizei bestätigte, dass es sich bei der Toten um eine seit Mittwoch vermisste 14-Jährige aus Bad Emstal (Landkreis Kassel) handelt. "Die Obduktion der Verstorbenen läuft aktuell", sagte ein Polizeisprecher am Morgen. Ein Fremdverschulden sei weiterhin nicht ausgeschlossen.

Bei der Suche nach der Jugendlichen war am späten Donnerstagnachmittag die Leiche in dem Waldstück nahe dem kleinen Ort Bad Emstal entdeckt worden. Die Todesursache war zunächst unklar. Die Ermittler erhofften sich, dass die Obduktion Aufschluss darüber gebe, wie die Schülerin zu Tode kam, erklärte der Polizeisprecher. Offen blieb vorerst auch, wer die Leiche gefunden hat. Dazu werde man sich zunächst auch aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern, sagte er.

Vermisste Jugendliche (14) tot aufgefunden - Polizei schließt Fremdverschulden nicht aus

Der Fundort der Leiche war am Donnerstagabend weiträumig abgesperrt worden. Die Feuerwehr half dabei, das Gelände auszuleuchten, damit Kriminalpolizei und Spurensicherung bis in die Nacht ihrer Arbeit nachgehen konnten. Auch eine Drohne setzten die Ermittler dabei ein. Die Spurensicherung sei gegen 4.30 Uhr am Freitagmorgen abgeschlossen worden, sagte der Sprecher. Lediglich ein paar Restarbeiten würden am Freitag am Fundort noch durchgeführt. Im Laufe des Tages werde die Polizei gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Kassel über den aktuellen Ermittlungsstand berichten.

Die Jugendliche hatte am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr ihr Zuhause verlassen und war seither verschwunden. Angehörige meldeten sie deshalb in der Nacht zum Donnerstag als vermisst. Die Beamten suchten zeitweise auch öffentlich nach der 14-Jährigen. Die Suche blieb jedoch ergebnislos - bis zu dem Fund der Leiche.

Bad Emstal ist eine kleine nordhessische Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern in vier Ortsteilen. Sie liegt im Naturpark Habichtswald, rund 25 Autominuten südwestlich von Kassel.

Ursprungsmeldung vom 29.09.2023, 06.37 Uhr: 

Nach dem Fund einer weiblichen Leiche in einem Wald im Landkreis Kassel laufen die Ermittlungen zu den genauen Hintergründen am Freitag (29. September 2023) weiter. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass sich bei der Toten um eine seit Mittwoch vermisste Jugendliche handelt, wie sie am späten Abend mitteilte. Bei der Suche nach der 14-Jährigen war am späten Donnerstagnachmittag die Leiche in dem Waldstück nahe dem kleinen Ort Bad Emstal entdeckt worden. Die Ermittler schließen ein Verbrechen nicht aus. Die Todesursache war zunächst unklar.

Der Fundort der Leiche wurde weiträumig abgesperrt. Die Feuerwehr half dabei, das Gelände auszuleuchten, damit Kriminalpolizei und Spurensicherung bis in die Nacht ihrer Arbeit nachgehen konnten. Auch eine Drohne setzten die Ermittler dabei ein.

Jugendliche (14) tot in Wald bei Bad Emstal gefunden - Todesursache unklar

Die Jugendliche hatte am Mittwochabend gegen 18.30 Uhr ihr Zuhause verlassen und war seither verschwunden. Angehörige meldeten sie deshalb in der Nacht zum Donnerstag als vermisst. Die Beamten suchten zeitweise auch öffentlich nach der 14-Jährigen. Die Suche blieb jedoch ergebnislos - bis zu dem Fund der Leiche.

Bad Emstal ist eine kleine nordhessische Gemeinde mit rund 6000 Einwohnern in vier Ortsteilen. Sie liegt im Naturpark Habichtswald, rund 25 Autominuten südwestlich von Kassel. Seit 1992 darf die Kommune den Titel Heilbad tragen und sich Bad Emstal nennen.

Vorschaubild: © Swen Pförtner/dpa