15-Jährige stirbt nach mutmaßlicher Würge-Attacke: Freund setzte verstörenden Notruf ab

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Kurz nach Weihnachten wählt ein 15-Jähriger in Ulm den Notruf: Er habe seine Freundin gewürgt. Wenige Tage später erliegt sie ihren Verletzungen. Was ist bisher zu den Hintergründen der Tat bekannt?

Wenige Tage nach dem mutmaßlichen Würgeangriff eines 15-Jährigen in Ulm ist seine gleichaltrige Freundin an Neujahr in einem Krankenhaus gestorben. Die Jugendliche sei am Morgen gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet. Die Ermittler hatten den Zustand der 15-Jährigen die ganze Zeit als "äußerst kritisch" bezeichnet.

Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft hatte der 15-Jährige am Mittwoch (27. Dezember 2023) kurz vor Mitternacht den Notruf gewählt und mitgeteilt, dass er seine Freundin umgebracht habe. Die leblose Jugendliche wurde bei einer Suchaktion in einem Wald im Stadtteil Wiblingen gefunden. Der Staatsanwaltschaft zufolge konnte sie wiederbelebt werden. Rettungskräfte brachten die 15-Jährige in ein Krankenhaus.

Freund soll sie bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt haben: 15-Jährige stirbt nach Angriff

Die Polizei hatte den Tatverdächtigen laut Mitteilung in der Nähe des Tatorts festgenommen. Dabei habe er keinen Widerstand geleistet. Zur Tat hatte er sich nach Angaben vom Freitag bis dahin nicht geäußert. Es gebe nur die Angabe aus dem Notruf, hatte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft erklärt. Ein Motiv nannte der Jugendliche darin demnach nicht. "Die Hintergründe sind noch völlig offen", sagte sie.

Unklar sei auch, ob die Jugendlichen sich in dem Waldstück getroffen hätten oder etwa gemeinsam dorthin gegangen seien. Das Umfeld der beiden sollte befragt werden, Handys würden ausgewertet.

Er kam wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag in Untersuchungshaft in einem Gefängnis. Über das weitere Vorgehen habe die Staatsanwaltschaft zu entscheiden, sagte der Polizeisprecher. Weitere Angaben dazu seien frühestens am Dienstag zu erwarten.

Vorschaubild: © Jason Tschepljakow/dpa