Biber beißt Schwimmer in bayerischem See - Gemeinde will Tier tot sehen

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Gemeinde Schechen will bissigen Biber entnehmen lassen
Ein Biber sitzt am Ufer eines Gewässers. Nach einem Biss durch einen Biber warnt die Gemeinde Schechen im Landkreis Rosenheim Badegäste am Waldsee davor, den Tieren und ihrer Burg nahezukommen ...
Gemeinde Schechen will bissigen Biber entnehmen lassen
Felix Heyder/dpa

Ein Biber verletzt einen Schwimmer im Waldsee bei Schechen. Die Gemeinde hält Warnschilder allein nicht für ausreichend – und beantragt nun die Entnahme des Tieres.

Ein Schwimmer ist in einem Waldsee der oberbayerischen Gemeinde Schechen von einem Biber gebissen worden. Der Verletzte wurde im Krankenhaus Rosenheim versorgt. Laut dem Landratsamt ist dies der erste bekannte Vorfall eines Biberangriffs auf einen Schwimmer im Landkreis Rosenheim.

Ein Biberexperte habe bei einer Untersuchung des Sees vermutet, dass das Tier seine Burg oder seinen Nachwuchs verteidigen wollte. Er empfahl demnach, Hinweisschilder aufzustellen. Diese Schilder bitten die Badegäste nun, ausreichend Abstand zur Biberburg und zu den Tieren zu halten. Zudem wird darauf hingewiesen: "Biber können sich bei Bedrohung verteidigen und zubeißen."

Biber beißt Schwimmer in Schechen - Hinweisschilder genügen Gemeinde nicht.

Der Gemeinde Schechen genügen diese Maßnahmen jedoch nicht. Sie beantragte beim Landratsamt Rosenheim die Entnahme des Bibers. Derzeit prüft die untere Naturschutzbehörde den Antrag. Da der Waldsee in einem besonders geschützten Gebiet liegt, wird auch die höhere Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberbayern einbezogen.

Der Natursee befindet sich im Fauna-Flora-Habitat-Gebiet "Innauen und Leitenwälder", das Teil des europäischen Schutzgebietsnetzes "Natura 2000" ist. Das Gebiet ist ein bedeutender Wanderkorridor für Tier- und Pflanzenarten zwischen Alpen und Donau. Laut Angaben des Landratsamts wird der Waldsee besonders von auch Früh- und Spätschwimmern genutzt.

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