Die drei Kinder des Paares hätten die Hölle erlebt, als ein Vater die Mutter seiner drei Söhne mit einem Messer erstach. Nun ist ein Urteil im Prozess gefallen.
Ein 45 Jahre alter Mann ist für einen tödlichen Messerangriff auf seine Frau zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Landshut sprach ihn des Mordes aus niedrigen Beweggründen schuldig. Zu Prozessbeginn hatte der Mann die Tat gestanden. Das Messer hatte er seinem Sohn aus der Hand gerissen, der damit seine Mutter verteidigen wollte. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
Der Vorsitzende Richter sprach von einer "katastrophalen Tat", die an Tragödie kaum zu überbieten sei. Die drei Kinder des Paares hätten die Hölle erlebt, sie seien unmittelbar in das Tatgeschehen eingebunden gewesen. Der Anklage nach waren die Söhne dabei, als der Vater die Mutter vor dem Wohnhaus in Wallersdorf (Landkreis Dingolfing-Landau) attackierte. Als die 39-Jährige davonlief, seien ihr die Kinder kurz gefolgt und dann zu Nachbarn geflüchtet.
Tödlicher Messerangriff in Wallersdorf: Richter sprach von "katastrophaler Tat"
Mit dem Urteil folgten die Richter weitgehend dem Plädoyer der Staatsanwältin, die ebenfalls lebenslange Haft für Mord gefordert hatte. Sie hielt jedoch überdies die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für geboten. Der Verteidiger wertete die Tat als Totschlag und stellte das Strafmaß ins Ermessen der Richter.
Laut Anklage war der 45-jährige Deutsche in der Beziehung gewalttätig seiner Frau gegenüber. Wenige Wochen vor der Tat hatte er erfahren, dass sich seine Frau trennen will und einen neuen Partner hat.
In seiner Einlassung hatte der Angeklagte über seinen Verteidiger unter anderem massive finanzielle Probleme als Auslöser für Eheprobleme angeführt. Auch im Fall der ermordeten Dreifach-Mutter in Augsburg fiel ein hartes Urteil, die weiteren Ermittlungen dauern an.