Spenden und weitere Geldthemen aus dem Stadtrat Volkach

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Begrüßung für das neue Ratsmitglied: Volkachs Bürgermeister Peter Kornell (rechts) vereidigte Erich Christ, der für den zurückgetretenen Fred Mahler (Bürgerliste) nachrückt.
Foto: Guido Chuleck

Es war „nur“ ein formaler Akt, doch er war notwendig, um den Volkacher Stadtrat wieder auf 20 Ratsmitglieder aufzustocken: Erich Christ ist als Nachfolger für den zurückgetretenen Fred Mahler (Bürgerliste Volkach) von Bürgermeister Peter Kornell als Stadtrat vereidigt worden. Mahler ist aus privaten Gründen von seinem Amt zurückgetreten, der Stadtrat hatte das in der Januar-Sitzung auch einstimmig bestätigt.

Es war „nur“ ein formaler Akt, doch er war notwendig, um den Volkacher Stadtrat wieder auf 20 Ratsmitglieder aufzustocken: Erich Christ ist als Nachfolger für den zurückgetretenen Fred Mahler (Bürgerliste Volkach) von Bürgermeister Peter Kornell als Stadtrat vereidigt worden. Mahler ist aus privaten Gründen von seinem Amt zurückgetreten, der Stadtrat hatte das in der Januar-Sitzung auch einstimmig bestätigt.

Sein Nachrücker Erich Christ ist den Volkachern kein Unbekannter, war er doch viele Jahre lang als Schulbusfahrer unterwegs. Seine Vereidigung war der erste Tagesordnungspunkt der Sitzung im Schelfenhaus, gemeinsam mit den Gemeinderäten Nordheim, die später zum Volkacher Plan einer besonderen Einbiegespur auf die Staatsstraße 2260 abgelehnt hatten (wir berichteten). Christ nahm dann auch gleich die Amtsgeschäfte als Stadtrat wahr. Zuvor hatte er als „normaler“ Bürger den öffentlichen Teil einer Ratssitzung aufmerksam verfolgt, um sich auf das einzustellen, was noch alles auf ihn zukommt.

Weitere Themen der Sitzung:

Am Freitagabend hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Köhler ihre neuen Kommandanten gewählt. Einstimmig entschieden sie sich für Michael Sauer als Kommandanten und Stefan Ringelmann als seinen Stellvertreter. Der Stadtrat musste die beiden noch offiziell in ihren Ämtern bestätigen, was auch einstimmig und ohne irgendeine Nachfrage geschah. Übrigens war bei dieser Wahl auch Kreisbrandrat Roland Eckert vor Ort, dessen Zusage als ebenfalls formaler Akt gilt.

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Normalerweise muss eine Stadtverwaltung jährlich darüber Rechenschaft ablegen, wer der Stadt wieviel Geld und für welchen Zweck gespendet hatte. Das ist in den vergangen Jahren nicht geschehen, weshalb jetzt die Rechenschaft der Jahre von 2013 bis 2017 offen gelegt wurden. In einer detaillierten Excel-Tabelle waren alle Spender mit allen Geldbeträgen und den Zwecken zu sehen, „und wie man sieht, halten sich die Spenden schon in Grenzen“, so der Bürgermeister. Will heißen: Großspenden, wie sie die politischen Parteien auf Bundesebene verzeichnen, sind in Volkach nicht aufgeschlagen. Spenden, die laut Spender zweckgebunden sind, beispielsweise für einen bestimmten Kindergarten, landen auch genau dort, wo sie hingehören. Teilweise, so Kornell, seien die Spendengelder auch schon wieder ausgegeben worden, etwa für Armaturen in den Sanitärbereichen des Kindergartens.

Thema Geld: auch für dieses Jahr beantragt Kämmerer Werner Hübner eine Stabilisierungshilfe beim Freistaat Bayern. Dieses Mal geht es um die Antragssumme von fast 1,7 Millionen Euro, die die Stadt beim Freistaat erbittet.

Mit ihrem Antrag, einen Parkplatz an der Hauptstraße in Volkach direkt vor dem Geschäft „Mainwohnen/Heide-Flora“ für das Aufstellen eines Verkaufs- und Warenständers zu bekommen, sind die Besitzer des Geschäftes gescheitert. Mehrheitlich (13:5) lehnte der Rat diesen Antrag ab. Mehrere Räte merkten an, dass dadurch die Verkaufsfläche des Geschäftes vergrößert werden soll. Anja Hirt sagte, dass dadurch noch mehr Fahrzeuge aus der Stadt herausgehalten würden und die Stadt möglicherweise Schritt für Schritt doch eine Fußgängerzone werden würde.

„Das haben wir seinerzeit abgelehnt“, so Hirt. Ein Beitrag, mit dem sich der Rest des Stadtrates einverstanden erklären konnte. Denn sollte auf diese Weise ein Parkplatz nach dem anderen aufgegeben werden, „hätten wir sie gar nicht erst anlegen müssen“. Außerdem, sagte nicht nur CSU-Sprecher Heiko Bäuerlein, würde die Stadt damit ein „Faß aufmachen“.