USA-Reisehinweise: Auswärtiges Amt warnt vor Gewalt und Winterchaos
Autor: Julia Gebhardt, Stefan Lutter
USA, Dienstag, 03. Februar 2026
Die USA erleben massive Proteste gegen die ICE und einen heftigen Wintersturm. Das Auswärtige Amt verschärft die Reisehinweise – Einreisebedingungen werden strenger.
Die US-Einwanderungsbehörde ICE steht weiter im Fokus öffentlicher Kritik. Nach neuen Todesfällen und der Festnahme eines fünfjährigen Jungen in Minneapolis wächst die Empörung über das Vorgehen der Beamten stetig. Die Proteste und politischen Diskussionen nehmen laut Tagesschau landesweit zu.
Auch deshalb warnt die Bundesregierung aktuell weiterhin vor Reisen in die USA. Als Begründung werden neben gefährlichem Winterwetter anhaltenden Proteste und gewaltsamen Auseinandersetzungen mit Sicherheitsbehörden in den aktuellen Reisehinweisen des Auswärtigen Amts für die Vereinigten Staaten angeführt.
Update vom 3.2.26: Neue Entwicklungen in den USA - Gerichtsurteile, Bodycams, internationale Proteste
Städte wie Minneapolis sind zum Brennpunkt der Auseinandersetzungen geworden. Tausende Menschen demonstrieren friedlich, teilweise begleitet von prominenten Künstlern wie Bruce Springsteen, der sich mit einem Protestsong gegen die ICE-Razzien stellte. Gleichzeitig wird die gesellschaftliche Spaltung immer deutlicher, denn laut Focus zeigen Umfragen, dass sich die öffentliche Meinung zur ICE zunehmend kritisch entwickelt.
Ein US-Gericht hat Anfang Februar die Freilassung eines fünfjährigen Jungen aus ICE-Gewahrsam angeordnet und damit für breite Empörung gesorgt. Die Entscheidung fiel laut ZDF nach scharfer Kritik am Vorgehen der Behörde. In der Begründung wurde die US-Regierung für ihre Abschiebepolitik ungewöhnlich deutlich kritisiert. Als Reaktion auf die tödlichen Vorfälle und den öffentlichen Druck müssen ICE-Beamte in Minneapolis künftig Körperkameras tragen, um Einsätze besser zu dokumentieren. Diese Maßnahme soll zur Deeskalation und mehr Transparenz beitragen, wie die Trump-Regierung betont.
Auch international wächst die Kritik: In Mailand protestierten US-Bürgerinnen und Bürger sowie italienische Gewerkschaften und Politiker gegen die ICE-Präsenz während der Olympischen Winterspiele, zeigten Fotos der Opfer und forderten Solidarität mit den Betroffenen, wie Euronews zu den Olympia-Protesten berichtet.
Auswärtiges Amt: Von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernhalten
Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hatte die Reisehinweise für die USA zuletzt deutlich ausgeweitet. Reisende werden dringend gebeten, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten, da es laut dem Auswärtigen Amt immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften kommt. Darüber hinaus empfiehlt die Behörde, stets einen gültigen Pass mit Einreisestempel oder Visum bei sich zu führen.
In einzelnen Bundesstaaten wie Louisiana ist dies sogar verpflichtend, und das Reisedokument muss für die gesamte Aufenthaltsdauer einschließlich Ausreisetag gültig sein, so die Behörde. Das Amt rät USA-Reisenden zudem eindringlich dazu, den Anweisungen von lokalen Behörden und Sicherheitskräften unbedingt Folge zu leisten.