«Es scheint sich um eine ziemlich umfassende Maßnahme zu handeln», zitierte die «Washington Post» eine der Personen. CNN zufolge sind die meisten weitergegebenen Informationen Bilder, die mit modernen Satelliten Moskaus angefertigt wurden.
Russland greift offiziell nicht in den Konflikt ein. Es hatte mit dem Iran vergangenes Jahr eine «strategische Partnerschaft» geschlossen, die auch eine Zusammenarbeit bei Militär und Rüstung vorsieht. Der Vertrag enthält aber keine Verpflichtung zum Eingreifen, wenn eins der Länder attackiert wird.
Das Weiße Haus geht davon aus, dass der Krieg vier bis sechs Wochen dauern wird, wie US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte. In dem seit vergangenem Samstag laufenden Krieg mit dem Iran änderte die US-Regierung damit zum wiederholten Mal ihre Einschätzung zur erwarteten Kriegsdauer. Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bisher mehr als 3.000 Ziele im Iran angegriffen. Hinzu kommen noch die Angriffe Israels.
Trump: US-Rüstungskonzerne wollen Produktion steigern
US-Rüstungsunternehmen stimmten Trump zufolge zu, die Produktion von Waffen zu steigern. Nach einem Treffen mit Unternehmensvertretern teilte Trump auf Truth Social mit, dass sie zugesagt hätten, die Produktion hoch entwickelter Waffen zu vervierfachen. Unklar blieb, um welche Waffen und welchen Zeitraum es geht.
Zugleich gab das US-Außenministerium bekannt, ohne Überprüfung durch den Kongress einen möglichen Verkauf von Munition an Israel über 151,8 Millionen Dollar (130 Millionen Euro) genehmigen zu wollen.
Auch eine Woche nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran feuert die Islamische Republik weiter Raketen auf den Erzfeind Israel. In der Nacht meldete die israelische Armee weitere Angriffe aus dem Iran, die Luftabwehr war im Einsatz. Bald darauf gab die Armee wieder Entwarnung.
Frankreich verlegt Hubschrauberträger nach Nahost
Frankreich verlegt unterdessen neben seinem Flugzeugträger «Charles de Gaulle» auch einen Hubschrauberträger Richtung Mittelmeer. Dieser solle die von Paris bereits entsandten militärischen Kräfte verstärken, teilte der Generalstab mit. «Ein amphibischer Hubschrauberträger wird im Mittelmeer eingesetzt, um die französischen Streitkräfte im Rahmen der Krise im Nahen und Mittleren Osten zu ergänzen», sagte eine Sprecherin.
Der stellvertretende iranische Außenminister Madschid Tacht-Rawantschi warnte im Sender France24, falls sich Länder «den USA und Israel bei der Aggression gegen den Iran anschließen, werden sie definitiv ebenfalls ein legitimes Ziel für iranische Vergeltungsmaßnahmen sein». Teheran habe «die Europäer und alle anderen» bereits informiert, dass sie vorsichtig sein sollten, sich nicht in den Krieg hineinziehen zu lassen, sagte Tacht-Rawantschi.