Washington gibt sich trotz mancher Gegenschläge des Irans weiter siegessicher. Irans oberster Führer sei «wahrscheinlich entstellt», sagt Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Ungeachtet der Sorgen um die Blockade der Straße von Hormus sehen sich die USA im Iran-Krieg weiter auf dem Weg zum Erfolg. Die US-Attacken seien noch mal auf das bisher höchste Niveau gesteigert worden, sagte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth am 13. Tag des Krieges. Inzwischen sei auch die militärische Infrastruktur der Islamischen Republik zum Bau ballistischer Raketen weitgehend zerstört.
Irans neuer oberster Führer, Modschtaba Chamenei, ist nach den Worten von Hegseth verletzt. Die USA wüssten, dass er «verwundet und wahrscheinlich entstellt» sei, sagte der Minister. Er ließ offen, um was für Verletzungen es sich handelt und wie es dazu kam. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am Donnerstag gesagt, der 56-jährige Religionsführer könne «sein Gesicht nicht in der Öffentlichkeit zeigen.»
Merz gegen internationalen Militäreinsatz für Handelsschiffe
Im Ringen um eine Öffnung der Straße von Hormus für den Öl-Transport sieht Bundeskanzler Friedrich Merz derzeit keinen Anlass für einen internationalen Militäreinsatz zum Schutz von Handelsschiffen. Angesichts der ungeklärten Fragen zum Ende des Konflikts sehe er keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch in Norwegen. Die Idee einer internationalen Operation wird vor allem von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verfolgt.
Zugleich machte Merz erneut klar: «Deutschland ist nicht Teil dieses Krieges und wir wollen es auch nicht werden.» «Und insofern sind alle unsere Bemühungen darauf gerichtet, den Krieg zu beenden. Und genau darüber sprechen wir sowohl mit der amerikanischen Regierung als auch mit der israelischen Regierung.»
Erneut Unterstützer der Führung in Teheran auf den Straßen
Trotz anhaltender Luftangriffe gingen in Teheran erneut Tausende Regierungsanhänger zu israelfeindlichen Demonstrationen auf die Straßen. Die Kundgebungen finden jedes Jahr anlässlich des sogenannten Al‑Kuds‑Tages statt, den der frühere Revolutionsführer Ajatollah Ruhollah Chomeini 1979 eingeführt hatte. Die staatlich organisierten Proteste richten sich gegen Israel und fordern die «Befreiung Jerusalems».
Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Hintergrund ist die Besetzung Ost-Jerusalems durch Israel während des Sechstagekrieges 1967.
Türkei zum dritten Mal Ziel einer Rakete
Erneut ist ein aus dem Iran abgefeuertes ballistisches Geschoss im Luftraum der Türkei von einem Nato-Abwehrsystem abgefangen worden, wie das türkische Verteidigungsministerium mitteilte. Das ist der dritte Vorfall in der Türkei dieser Art seit der vergangenen Woche. Wo genau die Rakete abgefangen wurde, sagte das Ministerium nicht.