Iran will nicht auf Urananreicherung verzichten
Der Iran besteht nach Angaben seines Atomchefs in Friedensgesprächen mit den USA weiter auf das Recht der Urananreicherung. Atomchef Mohammed Eslami wies die Forderung nach einem Verzicht darauf zurück, wie die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtete. «Das sind ihre Wünsche, und diese Wünsche werden zu Grabe getragen», sagte er mit Blick auf die USA.
US-Präsident Trump will verhindern, dass der Iran eine Atombombe bauen kann. Teheran weist zurück, solche Pläne zu verfolgen. Über die Jahre hat die Islamische Republik ein nationales Nuklearprogramm aufgebaut und reichert auch Uran selbst an.
Europäer fordern freie Schifffahrt durch Straße von Hormus
Die vom Iran zugesagte Öffnung der Straße von Hormus wird von europäischen Regierungen immer lauter eingefordert. Sie lehnen die von Teheran ins Spiel gebrachten Gebühren für die Passage entschieden ab. «Das ist nicht akzeptabel», sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot.
US-Präsident Trump erwartet nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte laut dessen Sprecherin konkrete Zusagen der Verbündeten für eine Unterstützung bei der Sicherung der Straße von Hormus. Rutte tausche sich mit den Partnern über seine Gespräche in Washington aus, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart der Deutschen Presse-Agentur mit.
Massive Kritik an Israel wegen der Angriffe im Libanon
Israel steht wegen des großen Luftschlags gegen den Libanon massiv in der Kritik. Die EU-Kommission verurteilt den Angriff «aufs Schärfste», wie ein Sprecher sagte. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, nannte das Ausmaß der Tötungen und Zerstörungen im Libanon «schlichtweg entsetzlich».
Scharfe Sicherheitsvorkehrungen in Islamabad
Unterdessen laufen in Islamabad auf Hochtouren Vorbereitungen für die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran. In der pakistanischen Hauptstadt wurden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Das Regierungsviertel, Hotels und die diplomatische Zone sind abgeriegelt. Rund 5.000 Soldaten und Sicherheitskräfte wurden stationiert.
Iran zweifelt an Sinn von Verhandlungen mit Washington
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf zog die Sinnhaftigkeit der Verhandlungen in Zweifel. Er warf Washington vor, die Zusagen gebrochen zu haben - dabei verwies er wieder auf den Libanon. Laut US-Vizepräsident JD Vance ist der Libanon jedoch nicht in der vereinbarten Waffenruhe inbegriffen.
Doch auch nach Angaben des Vermittlers Pakistans bezieht die Feuerpause ausdrücklich den Libanon mit ein. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron forderte auf der Plattform X ebenfalls, die Waffenruhe müsse auch im Libanon eingehalten werden.
Verwirrung um Verhandlungsgrundlage
Dem Weißen Haus zufolge entsendet Trump eine Delegation um Vance, den Sondergesandten Steve Witkoff sowie Jared Kushner nach Islamabad. Grundlage soll ein von Teheran vorgelegter Zehn-Punkte-Plan sein. Über dessen Inhalt gibt es jedoch Verwirrung.