"Als wäre man im Krieg": Flammeninferno auf Campingplatz am Gardasee

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Gardasee: Flammeninferno auf Campingplatz - deutscher Urlauber verletzt
Meterhoch schlugen die Flammen am Campingplatz "Bella Italia".
Brand auf Campingplatz am Gardasee
Florian Blaes/dpa
Gardasee: Flammeninferno auf Campingplatz - deutscher Urlauber verletzt
Feuerwehrleute löschten den Brand rasch.
Brand auf Campingplatz am Gardasee
Florian Blaes/dpa

Ein Brand auf einem beliebten Campingplatz am Gardasee hinterlässt Verletzte und große Schäden. Die Hintergründe des Unglücks sind noch unklar, ein deutscher Tourist liegt mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus.

Nach dem Brand auf einem Campingplatz am Gardasee bleibt ein deutscher Tourist weiterhin im Krankenhaus. Er erlitt Verbrennungen dritten Grades, wie ein Polizeisprecher in Verona auf Anfrage mitteilte. Zu keiner Zeit habe jedoch Lebensgefahr bestanden. Sechs weitere Personen, darunter eine Familie mit drei Kindern aus der Schweiz, wurden wegen Rauchvergiftungen behandelt. Diese konnten das Krankenhaus bereits verlassen. Auch ein Sicherheitsmitarbeiter des Campingplatzes war betroffen.

Das Feuer brach am frühen Sonntagmorgen (4. Oktober 2026) noch bei Dunkelheit auf dem Campingplatz "Bella Italia" in der Gemeinde Peschiera del Garda am Südufer des Sees aus. Auf Videos sind Feuerwehrleute zu sehen, die gegen meterhohe Flammen ankämpfen. Die Rauchsäule stieg hoch in den Himmel.

30 Mobilheime bei Feuer auf Campingplatz am Gardasee zerstört

Augenzeugen berichteten laut Medien, ein lauter Knall habe sie am frühen Sonntagmorgen aus dem Schlaf gerissen. "Um 5.50 Uhr ist glücklicherweise einer von uns wegen verdächtiger Geräusche aufgewacht", zitiert die Zeitung "L'Arena" einen Campinggast. Diese Person habe die gesamte sechsköpfige Gruppe geweckt, darunter ein Kind und zwei Jugendliche. Man bereitete sich auf die Evakuierung vor. Der Brand sei gleich in der benachbarten Reihe gewesen.

"Ich wurde von einem gewaltigen Knall geweckt, es war, als wäre man im Krieg", schilderte ein Tourist laut Nachrichtenagentur Ansa. Eine Frau, die sich in Sicherheit brachte, sagte der Zeitung: "Wir haben auch einen Knall gehört, wahrscheinlich von einer Gasflasche." Die Augenzeugen berichteten von Angst und Fassungslosigkeit über die nur knapp verhinderte Katastrophe.

Bei dem Feuer wurden 30 Mobilheime zerstört. Weitere sollen beschädigt worden sein. Zudem sollen mehrere Autos in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Die Polizei ging nicht von Brandstiftung aus, sondern von einem Unfall, die genaue Ursache des Feuers wird jedoch noch ermittelt. Die Löscharbeiten wurden durch explodierende Gasflaschen erschwert. Dennoch wurde das Feuer nach Angaben der Feuerwehr schnell unter Kontrolle gebracht. Der Schaden sei erheblich. Eine genaue Summe wurde zunächst nicht genannt.

Bürgermeisterin lobt Einsatzkräfte

Angesichts des schönen Wetters, aber möglicherweise auch wegen eines Triathlon-Wettbewerbs in Peschiera del Garda, waren am Wochenende viele Gäste auf dem Campingplatz, der zu den größten am Gardasee zählt. Er hat eine geschätzte Kapazität von rund 7500 Menschen. Die Anlage habe erst im vergangenen Sommer ihre Brandschutzanlage erneuert, zitierte die Ansa die Bürgermeisterin Orietta Gaiulli. "Ich bin der Meinung, dass die Einsatzkräfte sehr schnell reagiert und Schlimmeres verhindert haben."