Diese britischen Inseln sehen aus wie die Karibik – und kaum einer kennt sie

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Aerial view of Island Harbour with Scilly Cay in the foreground and Saint Martin in the distance
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Weiße Sandstrände, Palmen und seltene Pflanzen prägen die Scilly-Inseln bei Cornwall. Die abgeschiedene Inselgruppe gilt als Geheimtipp für Urlaub in England.

Stell dir vor, du stehst an einem schneeweißen Sandstrand, vor dir erstreckt sich türkisfarbenes Wasser, Palmen wiegen sich im Wind – und du bist in England. Klingt unmöglich? Willkommen auf den Scilly-Inseln, einem der bestgehüteten Urlaubsgeheimnisse Großbritanniens. Etwa 45 Kilometer südwestlich von Cornwall liegen diese 140 Inseln und Felsen im Atlantik, von denen nur fünf bewohnt sind: St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes.

Dank des Golfstroms herrscht hier ein so mildes Klima, dass in den berühmten Abbey Gardens über 20.000 exotische Pflanzen gedeihen. Während Millionen Touristen jährlich nach Cornwall strömen, bleiben die Scilly Islands ein Geheimtipp – selbst viele Briten haben noch nie von diesem Paradies gehört. Dabei urlauben hier regelmäßig die Beckhams, Prince Charles besitzt Ferienhäuser auf Tresco, und auch Hollywood-Stars wie Angelina Jolie und Brad Pitt schätzen die unvergleichliche Abgeschiedenheit.

Die britischen Scilly-Inseln: So habt ihr England noch nicht gesehen 

Was macht diesen Archipel so besonders? Es ist die einzigartige Mischung aus karibischem Flair und britischer Tradition, aus unberührter Natur und faszinierender Geschichte. Über 800 Schiffswracks liegen auf dem Meeresgrund – stumme Zeugen der tückischen Gewässer, die Taucher aus aller Welt anlocken. An Land erwarten dich weiße Sandstrände wie der Porthmellon Beach, wo Seerobben neugierig aus dem Wasser schauen. Von Mai bis Juli kannst du Papageientaucher bei der Brutzeit beobachten, während die subtropischen Gärten in voller Blüte stehen. Die Anreise per Fähre, Flugzeug oder Helikopter mag etwas aufwendiger sein, doch genau diese Abgeschiedenheit macht den Charme aus. Hier gibt es kaum Autos, dafür mystische Legenden um das versunkene Königreich Lyonesse und König Artus. Die Scilly-Inseln sind mehr als nur ein Reiseziel – sie sind eine Zeitreise in ein England, das so kaum noch existiert.

Die Scilly-Inseln befinden sich in der Keltischen See vor der südwestlichen Spitze Englands und heben sich damit deutlich vom typischen britischen Landschaftsbild ab. Nicht ohne Grund wurde der gesamten Inselgruppe der Status "Area of Outstanding Natural Beauty" verliehen, wodurch sie unter besonderem Naturschutz steht. Diese Auszeichnung erhalten nur britische Regionen, die sich durch eine außergewöhnlich schöne und einzigartige Natur auszeichnen.

Granitgestein und grobkörniger Sand, den die Einheimischen als "ram" bezeichnen, prägen die Inselgruppe. Vor Ort gibt es eine Vielzahl an Sportmöglichkeiten, wobei vor allem Bootsrennen zu den populärsten Sportarten unter den Bewohnern gehören. Wir verraten euch, welche Besonderheiten euch noch auf der Insel erwarten und wie ihr euren Urlaub in dem Naturparadies am besten verbringt.

Scilly-Inseln: Hier urlauben die Stars – und die wenigsten wissen davon

Die Scilly Islands liegen südwestlich von Cornwall und wirken auf Besucher wie ein abgeschiedener Rückzugsort im Atlantik. Die Inselgruppe umfasst über 140 Felsen und Inseln, von denen lediglich fünf dauerhaft bewohnt werden. Auf St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes präsentiert sich eine Landschaft, die mit weißen Sandstränden, Granitfelsen, Palmen und dem türkisfarbenen Wasser tropische Assoziationen weckt. Das milde Klima verdanken die Inseln dem Golfstrom, der für warme Winter und recht konstante Temperaturen sorgt. So wachsen viele exotische Pflanzen – besonders eindrucksvoll in den Abbey Gardens auf Tresco, wo Tausende subtropische Arten gedeihen.

Die Anreise zu den Scilly Islands ist etwas aufwendiger, da die Inseln nur per Fähre, Flugzeug oder Helikopter erreichbar sind. Kommt es zu schlechtem Wetter, können die Verbindungen ausfallen; die Inseln bleiben dann mitunter mehrere Tage vom Festland getrennt. Genau diese besondere Abgeschiedenheit macht den Charme der Scillies aus. Auch bekannte Persönlichkeiten wie Angelina Jolie, Brad Pitt oder die Beckham-Familie genießen die Ruhe, ebenso wie Prince Charles, der auf Tresco mehrere Ferienhäuser besitzt. Der Autoverkehr ist auf den Inseln sehr gering, was die entspannte Stimmung noch verstärkt. Gleichzeitig gibt es vielfältige Freizeitmöglichkeiten wie Wassersport, Wandern, Ausritte oder Tauchgänge zu alten Schiffswracks.

Wer die Scilly Islands besucht, kann entweder Tagesausflüge planen oder sich für längere Aufenthalte entscheiden. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl und der großen Nachfrage empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung der Unterkünfte. Zu den schönsten Stränden zählen etwa der Porthmellon Beach auf St. Mary's oder die Buchten von St. Martin's. Hier lassen sich Seerobben beobachten oder sogar gemeinsam schwimmen. Historische Orte wie das Ganggrab Bant's Carn laden zum Entdecken ein, ebenso laden gemütliche Themencafés zum Verweilen ein. Die Inselgruppe steckt voller Legenden und bietet eine Vielzahl archäologischer Spuren aus der Jungstein- und Bronzezeit.

Aktivitäten und Angebote auf den Scilly Islands: Das wird euch geboten

Für Aktivurlauber stehen auf den Inseln zahlreiche Wassersportmöglichkeiten bereit. Es lassen sich Tauchgänge zu über 800 Schiffswracks erleben, außerdem besteht die Möglichkeit, an geführten Bootstouren teilzunehmen oder die Atlantikwellen beim Kitesurfen und Windsurfen auszukosten.

Auch Naturfreunde kommen auf ihre Kosten: Geführte Besuche in den Abbey Gardens auf Tresco, wo mehr als 20.000 subtropische und exotische Pflanzen wachsen. Zudem kann man an Gartenführungen teilnehmen, Wissenswertes über die Herkunft der Pflanzen erfahren und regionale Weinproben im Holy Vale Vineyard genießen. Die Gartenanlagen laden zu entspannten Spaziergängen sowie Fototouren ein, auf denen man die außergewöhnliche Vegetation der Inseln entdecken kann.

Wer die Inselwelt erkunden möchte, kann Inselhopping zwischen St. Mary's, Tresco, Bryher, St. Martin's und St. Agnes unternehmen. Mit kurzen Überfahrten erreicht ihr Sehenswürdigkeiten wie das Star Castle, das Ganggrab Bant's Carn oder den Turk's Head Leuchtturm, die nicht nur interessante Fotomotive darstellen, sondern auch eine spannende Geschichte in sich tragen.

Wann sich die Reise lohnt: Die perfekte Zeit für die Scilly-Inseln

Wer die Scilly-Inseln in ihrer vollen Pracht erleben möchte, sollte seine Reise sorgfältig planen. Die Monate Mai bis September gelten laut dem Portal Urlaubcornwall als optimale Reisezeit, wobei die Sommermonate von Juni bis August mit durchschnittlich 19 Grad Celsius die höchsten Temperaturen bieten. Dank des Golfstroms herrscht auf den Inseln ein außergewöhnlich mildes Klima, das selbst im Winter selten unter sieben Grad Celsius fällt. Die Wassertemperaturen erreichen im Hochsommer etwa 14 Grad Celsius – erfrischend, aber durchaus zum Schwimmen geeignet.

Besonders reizvoll zeigt sich der Mai, wenn die subtropischen Gärten in voller Blüte stehen und die Papageientaucher zur Brutzeit auf die Inseln zurückkehren. Von Mai bis Juli lassen sich diese charismatischen Vögel besonders genau beobachten, bevor sie im August wieder aufs offene Meer zurückkehren. Der Frühling verwandelt die Abbey Gardens auf Tresco in ein Farbenmeer, während die milden Temperaturen ausgedehnte Wanderungen und Bootstouren ermöglichen. Auch der Herbst von September bis November kann durchaus attraktiv sein, mit Tagestemperaturen um 18 Grad Celsius und weniger Besuchern auf den Inseln.

Allerdings sollten Reisende beachten, dass das Wetter auf den Scilly-Inseln wechselhaft sein kann. Die exponierte Lage im Atlantik bringt gelegentlich starke Winde und Regenschauer mit sich, die sogar die Fähr- und Flugverbindungen zum Festland unterbrechen können. Wer flexibel plant und ein paar Puffertage einkalkuliert, wird jedoch mit einem unvergesslichen Urlaubserlebnis belohnt. Die beste Reisezeit liegt dem Reiseportal Merian zufolge zwischen Mai und August, wobei eine frühzeitige Buchung aufgrund der begrenzten Unterkunftskapazitäten dringend empfohlen wird.

Frischer Genuss aus dem Atlantik: Kulinarische Highlights der Inseln

Die Scilly-Inseln sind ein Paradies für Liebhaber frischer Meeresfrüchte und lokaler Spezialitäten. Auf der kleinen Insel Bryher lockt der Island Fish Ltd Shop mit Hummer- und Krabben-Sandwiches, die aus frisch gefangenen Meeresfrüchten zubereitet werden. Die kristallklaren Gewässer rund um die Inseln bieten ideale Bedingungen für Schalentiere, und die lokalen Fischer versorgen die Restaurants täglich mit fangfrischem Fisch. Der familiengeführte Betrieb wird laut dem Tourismusportal der Inseln von drei Generationen der Pender-Familie betrieben, die seit Jahrhunderten in den Gewässern rund um die Scilly-Inseln fischen.

Die gastronomische Szene der Scilly-Inseln ist geprägt von einer Mischung aus traditioneller britischer Küche und modernen kulinarischen Einflüssen. In den gemütlichen Pubs und Restaurants mit Panoramablick auf den Atlantik werden lokale Spezialitäten serviert, die die maritime Lage der Inseln widerspiegeln. Besonders nach einer ausgiebigen Wanderung durch die wilde Natur von Bryher oder St. Martin's schmecken die frisch zubereiteten Gerichte besonders gut. Die Restaurants legen großen Wert auf Regionalität und Frische, was sich in der Qualität der Speisen deutlich widerspiegelt.

Neben den Meeresfrüchten bieten die Inseln auch charmante Tea Rooms und Cafés, in denen Besucher bei Cream Tea und selbstgebackenen Kuchen die entspannte Atmosphäre genießen können. Das Holy Vale Vineyard auf St. Mary's lädt zu regionalen Weinproben ein und zeigt, dass auf den Scilly-Inseln dank des milden Klimas sogar Weinanbau möglich ist, wie Visit Isles of Scilly weiter berichtet. Die kulinarischen Angebote spiegeln perfekt den Charakter der Inseln wider: authentisch, hochwertig und eng mit der Natur verbunden.

Von Cornwall ins Inselparadies: So kommst du auf die Scilly-Inseln

Die Anreise zu den Scilly-Inseln ist ein Abenteuer für sich – und wer hätte gedacht, dass man von Cornwall aus in nur 15 Minuten in eine andere Welt eintauchen kann? Drei Wege führen auf das abgelegene Archipel: per Flugzeug, Fähre oder – für besonders Eilige – per Helikopter. Die schnellste Verbindung bietet der Skybus, der von Land's End in gerade einmal einer Viertelstunde nach St. Mary's fliegt. Wer mehr Zeit mitbringt, kann von Newquay (30 Minuten) oder Exeter (60 Minuten) starten, wie Merian berichtet. Die Flugpreise beginnen laut Expedia bei etwa 60 Euro, können jedoch je nach Saison und Verfügbarkeit deutlich steigen.

Die romantischere Alternative ist die Fähre ab Penzance, die dich in etwa 2,5 bis 3 Stunden über den Atlantik schaukelt. Für einen Tagesausflug zahlst du zwischen 70 und 96 Pfund pro Person, Hunde dürfen für 11 Pfund mit an Bord. Die Scillonian III, das Fährschiff, das diese Route bedient, ist selbst eine kleine Legende – bei rauer See kann die Überfahrt allerdings zur Herausforderung werden. Wer es exklusiv mag, bucht den Helikopterflug von Penzance aus, der zwar teurer ist, aber spektakuläre Ausblicke auf die Küste und die Inseln bietet.

Wichtig zu wissen: Die Verbindungen sind wetterabhängig. Bei Sturm oder dichtem Nebel können Flüge und Fähren ausfallen, sodass Reisende manchmal mehrere Tage auf den Inseln festsitzen – oder eben nicht ankommen. Wer flexibel plant und ein paar Puffertage einkalkuliert, wird diese potenzielle „Gefangenschaft" im Paradies jedoch kaum als Problem empfinden. Die Anreise gehört definitiv zum Urlaubserlebnis, denn schon der erste Blick aus dem Flugzeug auf die türkisfarbenen Buchten und weißen Strände lässt erahnen, dass hier ein außergewöhnliches Abenteuer wartet.

Wo die Stars schlafen: Unterkünfte auf den Scilly-Inseln

Auf den Scilly-Inseln zu übernachten ist wie ein Privileg – die Bettenzahl ist streng begrenzt, und wer hier ein Zimmer ergattern will, muss früh buchen. Die Auswahl reicht von charmanten Bed & Breakfasts mit Meerblick über gemütliche Ferienhäuser bis hin zu exklusiven Hotels, in denen auch die Prominenz gerne residiert. Ferienwohnungen starten laut Holidu bei etwa 275 Euro pro Nacht, während Hotelzimmer ab rund 114 Euro zu haben sind – wobei die Preise in der Hochsaison deutlich steigen können. Auf Tresco, der Privatinsel mit den berühmten Abbey Gardens, gibt es keine klassischen B&Bs, dafür aber luxuriöse Cottages und das New Inn Hotel.

Die Unterkünfte auf den Inseln sind so vielfältig wie die Landschaft selbst. Auf St. Mary's, der größten und am besten erschlossenen Insel, findest du die meisten Hotels und Pensionen, viele davon in Familienbesitz und mit persönlichem Charme. Wer Abgeschiedenheit sucht, quartiert sich auf den kleineren Inseln wie Bryher oder St. Agnes ein, wo Ferienhäuser direkt am Strand stehen und die Nachbarn eher Robben als Menschen sind. Die Preise für ein 3-Sterne-Hotel bewegen sich zwischen 266 und 393 Euro pro Nacht, wobei die Verfügbarkeit stark schwankt.

Besonders wichtig: Wer spontan anreist, hat kaum Chancen auf eine Unterkunft. Die meisten Unterkünfte sind Monate im Voraus ausgebucht, vor allem während der Hauptsaison von Mai bis September, so das Unterkunftsportal bed-breakfast.de. Airbnb bietet einige Optionen ab 17 Euro pro Nacht, doch auch hier gilt: Früh buchen lohnt sich, wie Airbnb zeigt. Über 60 Häuser in unterschiedlichen Preislagen stehen zur Verfügung, von günstigen Apartments für zwei Personen bis hin zu großzügigen Familienhäusern mit Garten und Meerblick. Wer hier übernachtet, schläft nicht nur in einem der schönsten Flecken Europas – sondern auch dort, wo die Beckhams und Prince Charles ihre Ferien verbringen.

Friedhof der Schiffe: Wracktauchen vor den Scilly-Inseln

Über 800 Schiffswracks liegen auf dem Meeresgrund rund um die Scilly-Inseln – ein stummer Friedhof aus Holz, Stahl und Geschichte, der Taucher aus aller Welt magisch anzieht. Die tückischen Felsen und gefährlichen Strömungen haben über Jahrhunderte hinweg unzählige Schiffe in die Tiefe gerissen, von mittelalterlichen Handelsschiffen bis zu modernen Tankern. Das bekannteste Wrack ist die Torrey Canyon, ein 61.000-Tonnen-Öltanker, der 1967 vor den Scillies auf Grund lief und eine der größten Umweltkatastrophen seiner Zeit auslöste. Heute ist das Wrack ein faszinierendes Tauchziel, überwuchert von Algen und bevölkert von Fischschwärmen.

Die Gewässer um die Scilly-Inseln gelten als eines der besten Wracktauch-Reviere Europas. Die Sichtweiten sind oft ausgezeichnet, und die Vielfalt der Wracks – von Segelschiffen aus dem 18. Jahrhundert bis zu Kriegsschiffen aus dem Zweiten Weltkrieg – macht jeden Tauchgang zu einer Zeitreise. Besonders spektakulär ist die T.W. Lawson, ein riesiger Siebenmaster, der 1907 sank und heute in etwa 30 Metern Tiefe liegt. Lokale Tauchschulen bieten geführte Touren zu den bekanntesten Wracks an, wobei sowohl Anfänger als auch erfahrene Taucher auf ihre Kosten kommen.

Wer in die Unterwasserwelt der Scilly-Inseln abtaucht, erlebt nicht nur Geschichte hautnah, sondern auch eine beeindruckende marine Artenvielfalt. Die Wracks sind längst zu künstlichen Riffen geworden, an denen Hummer, Krabben, Seeanemonen und bunte Fischschwärme ein Zuhause gefunden haben, erklärt Urlaubsguru. Die Kombination aus kristallklarem Wasser, historischen Relikten und unberührter Natur macht das Wracktauchen vor den Scillies zu einem unvergesslichen Erlebnis. Tauchgänge können über lokale Anbieter gebucht werden, und die besten Bedingungen herrschen von Mai bis September, wenn das Wasser am wärmsten und die Sicht am besten ist, empfiehlt Tripadvisor.

Mystisches Lyonesse: Die versunkene Welt vor den Scilly-Inseln

Die Scilly-Inseln sind nicht nur ein Naturparadies, sondern auch ein Ort voller Mythen und Legenden. Der bekannteste Mythos rankt sich um das versunkene Königreich Lyonesse, das der Sage nach einst zwischen Land's End in Cornwall und den Scilly-Inseln lag. In der Artussage wird Lyonesse als das Reich des legendären Ritters Tristan beschrieben, das durch eine katastrophale Flut im Meer versunken sein soll. Nur ein einziger Mann soll der Legende nach überlebt haben, indem er auf seinem Pferd vor den heranrollenden Wellen floh.

Tatsächlich gibt es geologische Hinweise darauf, dass die Scilly-Inseln in der Antike durch Landbrücken verbunden waren und einen deutlich größeren Landkomplex bildeten. Der steigende Meeresspiegel nach der letzten Eiszeit könnte zur Überflutung dieser Gebiete geführt haben, was die Grundlage für die Lyonesse-Legende bildet. Laut Merian war der Meeresspiegel damals deutlich niedriger und die Scilly Islands bildeten eine größere zusammenhängende Landmasse. Lokale Fischer berichten, dass sie gelegentlich Überreste von Strukturen in ihren Netzen finden, die sie dem versunkenen Reich zuschreiben.

Heute ist die Verbindung zu König Artus und den Rittern der Tafelrunde ein wichtiger Teil der kulturellen Identität der Scilly-Inseln. Das Ganggrab Bant's Carn und andere archäologische Stätten aus der Jungstein- und Bronzezeit zeugen von der langen Besiedlungsgeschichte der Inseln. Die über 800 Schiffswracks, die auf dem Meeresgrund rund um die Inseln liegen, tragen zusätzlich zur mystischen Atmosphäre bei. Für Besucher, die sich für Geschichte und Mythen interessieren, bieten die Scilly-Inseln eine einzigartige Mischung aus greifbarer Vergangenheit und sagenhaften Erzählungen, die bis heute lebendig sind.