Die Route 66 gilt als Symbol für Freiheit und Abenteuer in den USA. Entlang der legendären Fernstraße warten faszinierende Orte und ungewöhnliche Sehenswürdigkeiten.
Die Route 66 ist eine der berühmtesten Fernstraßen der USA und genießt weiterhin einen legendären Ruf, wie ihn wohl kaum eine andere Straße weltweit erreicht. Jährlich reisen Millionen von Touristen zu den verbliebenen Teilstücken der Route 66, sodass diese Straße zu den populärsten Reisezielen der Vereinigten Staaten gehört. Die legendäre Route 66 feiert 2026 ihr 100-jähriges Jubiläum und entführt Reisende auf eine nostalgische Zeitreise durch Americana und Wüstenlandschaften.
Ursprünglich führte die amerikanische Fernstraße über eine Distanz von 3.945 Kilometern von Chicago (Illinois) bis nach Santa Monica/Los Angeles (Kalifornien). Heute existieren nur noch einige Abschnitte des Highways. Dennoch können Besucher auf vielen Teilstrecken unterwegs sein und deren einzigartige Geschichte erleben. Die verbliebenen Teile der Fernstraße tragen nicht mehr überall offiziell den Namen Route 66, bieten jedoch nach wie vor besondere Erlebnisse und außergewöhnliche Stopps für Reisende.
Die Geschichte der Route 66: Von der Entstehung bis Heute
Die Fahrt über die legendäre Route 66 ist für viele Urlauber ein lang gehegter Wunschtraum, auch wenn einige Abschnitte der historischen Straße heutzutage nicht mehr zugänglich sind. Die Route wurde im Jahr 1928 eröffnet und zählte damals zu den ersten durchgehenden Verbindungen an die US-Westküste. Heute sind nur noch Teilstücke erhalten, die jedoch eine besondere Faszination auf Touristen, Nostalgiefans und Historiker ausüben. Insgesamt verläuft die traditionsreiche Strecke durch acht US-Bundesstaaten und gilt in der Popkultur als eines der bekanntesten Wahrzeichen des Mittleren Westens.
Da die Fernstraße zunehmend zahlreiche Besucher anzieht und ihre erhaltenen Abschnitte nach wie vor zu den beliebten Ausflugszielen zählen, finden sich entlang der Route zahlreiche Hotels, Tankstellen, Souvenirläden und Restaurants. Viele dieser Haltepunkte sind besonders künstlerisch gestaltet, um Reisende anzulocken und ihnen im Gedächtnis zu bleiben. Wer die Route befährt, kann mit kleinen Abstechern außerdem berühmte Orte wie den Grand Canyon, die Casino-Stadt Las Vegas oder die scheinbar endlosen Wüstenlandschaften im Westen entdecken.
Durch das starke Verkehrsaufkommen sowie die intensive Nutzung der Route 66 für den Fernverkehr musste der Verlauf der Straße immer wieder angepasst werden. Die ständigen Wartungs- und Reparaturarbeiten führten zu stetig steigenden Kosten. Daher wurde die Strecke schrittweise durch Umleitungen ersetzt. Mit dem Aufbau des Interstate Highway Systems, das an die mehrspurigen deutschen Autobahnen erinnert, verlor die Route 66 schließlich ihre Rolle als Hauptverbindungsstraße, sodass 1985 die offizielle Bezeichnung als “Route 66” von der US-Regierung aufgehoben wurde.
Sehenswürdigkeiten rund um die Route 66: Diese Highlights empfehlen wir euch
Ein idealer Ausgangspunkt für einen Roadtrip ist der historische Beginn der Route 66 in Chicago. Dort finden sich mehrere inoffizielle Schilder, die an die legendäre Fernstraße erinnern und ein gelungenes Fotomotiv für euren Urlaub bieten. Unweit von Chicago lässt sich in Springfield, Illinois, ein Stopp bei Cozy Dog Drive In einlegen, wo ihr einen Corndog am Ursprung seiner Erfindung probieren könnt. Bei einem Corndog handelt es sich um ein Hotdog-Würstchen, das auf einem Holzstab aufgespießt, in einem Teig paniert und anschließend in heißem Fett frittiert wird. Neben den USA ist der frittierte Snack vor allem in Korea beliebt und dank der K-Pop-Kultur inzwischen auch in deutschen Städten zu finden.
Ein ungewöhnlicher Halt entlang der Route 66 ist das Blue Hole in New Mexico – ein klares Wasserbecken mit einem Durchmesser von 26 Metern. Das Gewässer beeindruckt mit kristallklarem, blau schimmerndem Wasser und bietet mit einer Tiefe von über 30 Metern eine ausgezeichnete Badegelegenheit. Ein ständiger Durchfluss sorgt dafür, dass das Wasser sich alle sechs Stunden komplett erneuert. Besucher können vor Ort schwimmen, tauchen oder sich bei einem Picknick am oasenähnlichen Teich entspannen.