Rom: Trevi-Brunnen kostet ab heute Eintritt – Zwei Euro für Touristen
Autor: Stefan Lutter
Rom, Montag, 02. Februar 2026
Für den Besuch des Trevi-Brunnens, einem der bekanntesten Wahrzeichen Italiens, muss seit heute Eintritt gezahlt werden - eine Reaktion Roms auf die Besuchermassen.
Rom macht Ernst mit dem Schutz seiner Kulturschätze: Der weltberühmte Trevi-Brunnen kostet ab sofort Eintritt. Zwei Euro müssen Touristen zahlen, um einen Blick auf das barocke Meisterwerk zu werfen oder die beliebte Tradition des Münzwurfs zu pflegen. Die Maßnahme soll nicht nur Schäden am Denkmal verhindern, sondern auch die Besuchermassen besser regulieren. Einheimische bleiben von der Gebühr ausgenommen – für sie gibt es separate Zugänge.
Mit jährlich Millionen Besuchern gehört der Trevi-Brunnen zu den Hauptattraktionen der Ewigen Stadt. Doch das Gedränge rund um das Wasserbecken stört zunehmend die Atmosphäre und gefährdet das Denkmal. Rom rechnet durch die Eintrittsregelung mit Einnahmen in Millionenhöhe, die auch anderen historischen Sehenswürdigkeiten zugutekommen sollen. Nachhaltigkeit und Kulturschutz stehen im Vordergrund dieser Entscheidung.
Eintritt für den Trevi-Brunnen: Rom reguliert den Massentourismus
Die Zeiten des kostenlosen Zugang zum wohl berühmtesten Brunnen der Welt sind vorbei. Zwei Euro müssen Touristen seit Montag (2. Februar 2026) zahlen, um einen der wichtigsten Touristenmagneten der Ewigen Stadt ganz nah betrachten zu können.
Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) hatte Roms Bürgermeister Roberto Gualtieri im vergangenen Dezember mit Pauken und Trompeten als Startdatum für die neue Regelung der 1. Februar angekündigt worden. Nach Berichten über eine Verzögerung der Einführung des Eintrittsgeldes bis in den März hinein stellte die Stadt Rom nun klar, dass es ab Montag, 2. Februar, losgeht. Mit dieser Maßnahme möchte die Stadtverwaltung die Besucherströme besser steuern und die Umgebung des historischen Denkmals schützen. Einheimische sind von der Gebühr ausgenommen, der Zugang erfolgt für sie über getrennte Eingänge. Bürgermeister Roberto Gualtieri hebt hervor, dass der Eintritt ein wichtiger Schritt für einen nachhaltigeren Tourismus sei, gemäß Reisereporter.
Der Trevi-Brunnen ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Italiens und zieht jedes Jahr Millionen Touristen an. Berühmt wurde die "Fontana di Trevi" etwa durch den Film "La dolce vita" ("Das süße Leben", 1960) von Federico Fellini mit der nachts im Brunnen badenden Anita Ekberg. Heute verdankt er seine Beliebtheit nicht nur seiner prächtigen barocken Architektur, sondern auch der Tradition, Münzen über die Schulter in das Wasser zu werfen. Laut einer Legende bringt dies Glück und garantiert eine Rückkehr nach Rom.
Nachhaltiger Tourismus und Einnahmen für Denkmäler
Allein 2025 besuchten über 5,3 Millionen Menschen den Brunnen, wodurch Gedränge und chaotische Zustände zunehmend zum Problem wurden, so die Kleine Zeitung. Bereits seit gut einem Jahr wird der Besucherandrang am Trevi-Brunnen zwar gedrosselt: Maximal 400 Personen dürfen sich gleichzeitig in der Anlage aufhalten. Dennoch hätten täglich etwa 30.000 Menschen den Brunnen besucht, an manchen Tagen sogar bis zu 70.000, heißt es von der Stadt.
Die Stadt Rom rechnet mit jährlichen Einnahmen von etwa 20 Millionen Euro durch die neue Eintrittsregelung. Diese Gelder sollen nicht nur für die Pflege des Trevi-Brunnens verwendet werden, sondern auch für andere beliebte Sehenswürdigkeiten in der Ewigen Stadt.