Abseits der bekannten Highlights warten im Altmühltal einige Überraschungen darauf, erkundet zu werden. Hier erhältst du 12 spannende Tipps für deinen nächsten Besuch im Naturpark Altmühltal.
Abwechslung Pur im Altmühltal: Vom Waldbaden über Museumsbesuche bis hin zum Schokoladen-Tasting
Ausflugsziele im Altmühltal: Diese 12 besonderen Erlebnisse können wir dir empfehlen
Auf einem Blick: Kontaktinformationen, Öffnungszeiten und Führungen
Das Altmühltal beginnt mit der Altmühlquelle an der Frankenhöhe nordwestlich von Leutershausen und endet in Kelheim an der Donau nahe Regensburg. Die oberen drei Viertel des Tals liegen im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Dementsprechend liegen nicht alle der folgenden Empfehlungen in Franken, sind aber mit dem Auto nur einen Katzensprung entfernt. Das Altmühltal steckt voller spannender Orte. Von versteckten historischen Plätzen wie einem ehemaligen Hilfskrankenhaus aus dem Kalten Krieg bis hin zu Genussangeboten wie Schokoladen-Tastings und regionalen Weinen finden Besucher viele unerwartete Highlights abseits der bekannten Pfade. Auch Naturfreunde kommen auf ihre Kosten, etwa beim Waldbaden oder auf Radtouren zu „Lost Places“.
#1: Das unterirdische Hilfskrankenhaus in Gunzenhausen
Ein unvergleichliches Eintauchen in eine andere Zeit, so lässt sich ein Besuch des Gunzenhäuser Hilfskrankenhauses wohl am besten beschreiben. Der atomsichere Bau ist während des Kalten Krieges entstanden und wurde über Jahrzehnte hinweg für den Einsatzfall bereitgehalten. Es war dafür ausgelegt, bis zu 600 Menschen für 14 Tage zu versorgen. Die Einrichtung umfasst Operationssäle, eine Küche, Schlafbereiche und Versorgungseinrichtungen – alle unterirdisch, abgeschirmt durch Stahlbeton und Bleimantel. Nach dem Ende des Kalten Krieges blieb es bis 1996 instandgehalten.
Zum Glück ist dieser nie eingetreten, doch bis heute ist der unterirdische Komplex nahezu vollständig eingerichtet und kann besichtigt werden. Heute bietet das Krankenhaus Führungen an, die eine Zeitreise in diese Ära ermöglichen und die drückende Atmosphäre dieser besonderen Einrichtung erlebbar machen. Bei einer Führung können Besucherinnen und Besucher die Räume, das Mobiliar und die Hilfsgüter besichtigen.
Kontaktinformationen:
Adresse: Bismarckstraße 24, 91710 Gunzenhausen, Deutschland
Telefon: +49 (0) 9831 508 300
Führungen: ab 7 Personen (maximale Besucherzahl: 20) Anmeldung erforderlich
In der Treuchtlinger Umgebung gibt es einige sogenannte „Lost-Places“, die teilweise sogar in ganz Deutschland bekannt sind. Diese Tour kombiniert Highlights der Natur mit zwei überregional bekannten Lost-Places – der Uhlbergkapelle und dem Perlachbergkeller. Gestartet wird an der Heumödern-Talstation in Treuchtlingen. Die Tour führt zunächst über das schöne Heumöderntal bis hin zur Uhlbergkapelle. Von dort aus geht es weiter über Möhren mit Blick auf das gleichnamige Schloss, entlang des mäandrierenden Baches durch das romantische Möhrenbachtal.
Wieder angekommen in Treuchtlingen geht es in Richtung Friedhof, hoch, auf den Perlachberg. An höchster Stelle des Berges befindet sich auf der linken Seite inmitten von Flora und Fauna der Perlachbergkeller. Von dem ehemaligen Bierkeller hat man eine tolle Aussicht auf Treuchtlingen und den Nagelberg. Von dort geht es direkt wieder bergab zum Ausgangspunkt der Tour – der Heumödern-Talstation.
#3: Ausflugs-Tipp im historischen Gewand: Der Weinstadl im Bleimer Schloss – Weinstadl
Wein und Sekt direkt aus dem Naturpark Altmühltal – das bietet nur das Weingut Bleimer Schloss. Neben den Weinbergen überrascht der Weinstadl, eine restaurierte Scheune im historischen Anwesen des Weinguts. Sie bietet ein stilvolles Ambiente mit genügend Platz für Veranstaltungen und Events, etwa für Wein- und Kulturabende mit ausgewählten Speisen und Weinen aus dem eigenen Weinkeller, begleitet von unterhaltsamen Programm. Am Wochenende laden der Weinstadl und bei schönem Wetter die großzügige Terrasse zum Einkehren, Verkosten und Genießen ein.
Auch im Winter lohnt ein Besuch. Einen umfassenden Überblick zu den diversen Veranstaltungen, wie beispielsweise der Weihnachtsmarkt im Schloss, findest du auf der Website des Schlosses. Hier findest du Produkte aus eigener Herstellung, wie Wein, Sekt, Secco, Glühwein, Federweißer, oder Traubensaft. Die geografische Lage des Bleimer Schlosses bietet sich außerdem hervorragend als Tagesausflug an, insbesondere für Wander- oder Fahrradtouren.
Kontaktinformationen:
Adresse: Bleimer Schloss 3–4, 91171 Greding
Telefon: 08463 7674132
Öffnungszeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag geschlossen; Mittwoch von 9 bis 12:30 Uhr; Freitag von 17 bis 22 Uhr; Samstag von 16 bis 22 Uhr; Sonntag von 13 bis 20 Uhr
#4: Genuss trifft Nachhaltigkeit: Dein Schokoladen-Erlebnis in Beilngries
Das Schokoladen-Tasting von Dos Estaciones in Beilngries bietet ein exklusives Erlebnis, bei dem nachhaltige und handgefertigte Schokolade im Mittelpunkt steht. Teilnehmer können hochwertige Schokoladen mit allen Sinnen erleben und mehr über die Herstellung erfahren, von der Kakaobohne bis zur fertigen Tafel. Die Bohnen stammen aus nachhaltigem Anbau in Peru, wo Dos Estaciones eng mit lokalen Bauern zusammenarbeitet. Diese „Single Farm“-Kakaobohnen zeichnen sich durch ihre besondere Qualität aus, da sie sorgfältig fermentiert und getrocknet werden.
Während des 1,5- bis 2-stündigen Events werden mindestens vier Schokoladensorten verkostet, ergänzt durch Informationen zu Anbau und Verarbeitung. Ein 5-Euro-Gutschein für die Schokoladenmanufaktur ist inklusive. Die Kurse finden jeden ersten Freitag im Monat statt und sind ideal für kleine Gruppen, von Team-Events bis hin zu Junggesellenabschieden.
Der Biergarten des Klosters Weltenburg ist weithin bekannt. Das Kloster Weltenburg, eingebettet in eine malerische Kulisse an der Donau, lädt nicht nur zu spirituellen Entdeckungen, sondern auch zu entspannenden Übernachtungen im Gästehaus St. Georg ein. Das Gästehaus bietet über 57 schlichte, aber komfortable Zimmer, darunter auch barrierefreie Optionen. Ideal für Einzelgäste, Familien oder Gruppen, sind die Zimmer mit modernen Annehmlichkeiten wie kostenfreiem WLAN ausgestattet, verzichten aber bewusst auf Fernseher, um Ruhe und Besinnung zu fördern.
Neben Übernachtungen lädt die Umgebung zu zahlreichen Aktivitäten ein, wie Wanderungen durch die Weltenburger Enge oder eine Schifffahrt auf der Donau. Das Gästehaus dient zudem als idealer Ausgangspunkt, um die beeindruckende Geschichte des Benediktinerklosters und seine kulturellen Schätze zu erkunden. Das Angebot wird durch vielseitige Tagungsräume und spezielle Arrangements ergänzt, die einen inspirierenden Aufenthalt garantieren. Ein Ort, der Bildung, Besinnung und Freizeit harmonisch verbindet.
Kontaktinformationen auf einem Blick:
Adresse: Kloster Weltenburg, Asamstraße 32, 93309 Kelheim
Telefon: +49 (0)9441 6757–500
Öffnungszeiten: Mai-Oktober von Montag bis Sonntag 08:30 bis 18 Uhr; November bis April von Montag bis Samstag 8 Uhr bis 18 Uhr, Sonntag von 8:30 bis 12Uhr
#6: Frisch aus der Mühle: die Hainmühle in Morsbach
Die Hainmühle ist die einzige noch voll betriebene Mehlmühle im Landkreis Eichstätt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde sie 1628. Es werden Weizen, Roggen und Dinkel aus dem Naturpark Altmühltal vermahlen – mit Sicherheit ein Grund für die hohe Qualität der in der Hainmühle hergestellten Mehlsorten. Dabei stehen regionale Partnerschaften und Nachhaltigkeit der Produkte im Mittelpunkt.
Von dieser Qualität kannst du dich auch im Mühlen- und Naturkostladen überzeugen. Dort wird neben dem Mehl auch Getreide, Müsli, Gewürze, Suppen, Soßen und vieles mehr angeboten. Bei vorheriger Absprache ist auch eine Besichtigung der Mühle möglich.
#7: Genussmomente und Entspannung im Landhotel Jurahöhe
Das Landhotel JuraHöhe im idyllischen Altmühltal verbindet genussvolle Kulinarik mit entspannendem Wellnessurlaub. Die Küche setzt auf regionale Spezialitäten, darunter saisonale Gerichte und Delikatessen wie der Urdonautaler Auerochse. Gäste können sich auf täglich wechselnde Menüs freuen, die Geschmack und Qualität vereinen. Das Landhotel JuraHöhe ist der perfekte Ort, um Körper und Geist in Einklang zu bringen und die Ruhe des Altmühltals zu genießen.
Das Wellness-Angebot des Hauses lässt keine Wünsche offen: Von kurzen Auszeiten wie der „Romantiknacht“ (ab 119 € p.P.) bis hin zur „Relaxwoche“ (ab 703 € p.P.) mit Massagen und Zugang zu einer umfassenden Wellness-Oase mit asiatischem Ruheraum, Schwimmbad, Saunalandschaft und Aromaöl-Dampfbad. Ob ein romantisches Candle-Light-Dinner, Beautybehandlungen oder erholsame Massagen mit regionalen Jurakalksteinen – hier wird Entspannung großgeschrieben.
Kontaktinformationen auf einem Blick:
Adresse: Landhotel Zur Jurahöhe, Josef-Straße 6, 91809 Hard
#8: MEMU in Essing: Kultur- und Museumsausstellung mit neuer Sonderausstellung
„Zeitlang - unterwegs im unbekannten Bayern“, so heißt das Ausstellungsprojekt der Süddeutschen Zeitung, das nun auch in Essing Station macht. Im Kulturzentrum und Museum MEMU sind aktuell Fotos aus jenen Teilen des Freistaats zu sehen, die abseits der Tourismusströme liegen. Präsentiert wird die Schau von den SZ-Journalisten Sebastian Beck und Hans Kratzer. Seit der Premiere 2019 im Haus der Fotografie in Burghausen haben trotz Corona fast 30000 Menschen die Zeitlang-Ausstellung in mehreren Städten Bayerns besucht. Kratzer und Beck wurden für das Projekt im Jahr 2022 mit dem Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung ausgezeichnet.
Nachdem die Fotos fast zwei Jahre lang im Depot lagerten, geht Zeitlang 2024 wieder auf Tour. Beck und Kratzer dokumentieren für die Bayernredaktion schon seit vielen Jahren das alltägliche Landleben abseits der großen Zentren. Wirtsleute, Festzeltboxer, Einödbauern, Fußballer - das sind die Protagonisten, die Beck fotografiert und Hans Kratzer in seinen Texten beschreibt. Zusätzlich zu den Foto- und Texttafeln haben die beiden zahlreiche Audiodateien zusammengetragen, darunter Kommentare und Lieder von Gerhard Polt, Claudia Pichler und den Gebrüdern Well sowie O-Töne der porträtierten Menschen.
#9: Ein Exkurs zur Karsthydrologie: Höhlenkundlicher Wanderweg
Der Weg ist als Lehrpfad mit höhlenkundlichen Erlebniselementen gestaltet und wartet mit allerhand wissenswertem zur Mühlbachquellhöhle, und zu den Themen Geologie, Höhlenkunde und Geomorphologie auf. So spektakulär und einzigartig die Mühlbachquellhöhle auch sein mag, sie kann leider nur vonExperten mit Spezialequipment besucht werden. Sie wurde erst im Jahre 2001 entdeckt und stellt die einzige wasseraktive Flusshöhle der Fränkischen Alb dar – utopisch als öffentlich zugängliche Schauhöhle.
Die gute Nachricht: Auf völlig ungefährliche und genussreiche Weise ermöglicht eine Wanderung auf der Höhlenkundlichen Schlaufe höchst interessante Einblicke zu der rund 100 Meter unter der Oberfläche gelegenen Karsthöhle. Auf 15 Schau- und Übersichtstafeln der Karstgruppe Mühlbach e.V. findet sich entlang des Weges Wissenswertes zur Mühlbachquellhöhle, zum Thema Geologie, Höhlenkunde (Speläologie) und Geomorphologie.
Nähere Informationen rund um den höhlenkundlichen Wanderweg findest du hier, bereitgestellt vom Verbands der deutschen Höhlen- und Karstforscher e.V in Zusammenarbeit mit der Stadt Dietfurt.
#10: Wandern auf der historischen Römerstraße „Magistrale“
Vor rund 1900 Jahren verband die Römerstraße die Orte „Castra Vetoniana“ bei Pfünz und „Vicus Scuttarensium“ in Nassenfels als zentrale Verkehrsader im Hinterland des römischen Limes, der heute UNESCO-Welterbe ist. Diese Magistrale diente römischen Soldaten, Händlern und Reisenden gleichermaßen. Händler transportierten Felle, Bernstein und Gewürze, während die Straße die Grenzregion in Raetien effizient versorgte.
Einige Abschnitte der historischen Straße werden noch heute genutzt und waren Vorbild für Wanderwege. Drei Rundrouten verbinden Pfünz, Adelschlag und Nassenfels, führen vorbei an bedeutenden Schauplätzen der römischen Geschichte sowie Spuren von Eiszeitjägern, keltischen Relikten und mittelalterlichen Burgen. Auch barocke Kirchen, Zeugnisse der Fürstbischöfe von Eichstätt, prägen die kulturelle Landschaft entlang dieser Wege und machen die Geschichte der Region lebendig.
Der Wanderweg „Magistrale – Pfünz-Adelschlag-Nassenfels“ umfasst drei in sich geschlossene Routen. Sie treffen sich jeweils an einem Punkt und sind mit den römischen Ziffern I, II und III gekennzeichnet. Alle Informationen zu den Wanderrouten insbesondere Länge, Dauer und Wegbeschreibungen findest du hier.
#11: Der historische Benediktusweg: Schlaufe zu den inposanten Weinbergmauern
Nahe Berching führen die Spuren der Benediktinermönche von Plankstetten zu den historischen Weinbergmauern, die einst für den Weinanbau genutzt wurden. Eine Rundwanderung von etwa sechs Kilometern bietet Abenteuerlustigen Einblicke in diese Vergangenheit. Die Route, die auf dem Benediktusweg startet, führt über die Jurahöhe und den Kalvarienberg, der mit beeindruckenden Ausblicken auf das Sulztal und den Main-Donau-Kanal belohnt. Besonders markant ist der Wegabschnitt entlang der historischen Weinbergmauern, der durch den Wald steil bergab führt.
Die Tour beginnt in Berching am Rathaus und kann in Plankstetten oder zurück in Berching abgeschlossen werden. Feste Schuhe sind unerlässlich, denn Teile der Strecke sind anspruchsvoll. Optional bringt die Buslinie 515 Wanderer bequem zurück. Ein Erlebnis, das Natur und Geschichte auf imposante Weise verbindet.
Energie atmen, Ruhe spüren, Kraft finden – ein Wald kann eine besondere Wirkung auf Körper und Geist haben. Der Trend des sogenannten. „Waldbadens“ beschäftigt seit einiger Zeit den Verein Lebendiges Wemding, orientiert an verschiedenen Heilwäldern in ganz Deutschland. Um das Waldbaden auch in Wemding stärker erlebbar zu machen, wurden in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung vier kleine Ruheoasen im Wald nahe des Wemdinger Waldsees geschaffen.
Die Ruheorte an den Waldlichtungen sind mit Liege- und Sitzbänken ausgestattet. Die Platzwahl war dabei nicht willkürlich – der Forstbereich oberhalb der Wolferstädter Straße ist von der Bayerischen Forstverwaltung offiziell als „Wald mit besonderer Bedeutung für Erholung“ ausgewiesen.
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