"Wir entschuldigen uns in aller Form": ZDF räumt Fehler in Sendung ein

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ZDF räumt Fehler in Sendung ein - "entschuldigen uns in aller Form"
ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek bat im "heute journal" um Entschuldigung.
ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek hat im "heute journal" um Entschuldigung gebeten. Grund war fehlerhaftes Bildmaterial in einem Betrag am Sonntagabend.
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Das ZDF hat sich öffentlich für gravierende Fehler in einem Beitrag des "heute journals" entschuldigt. In der Sendung gab es gleich mehrere journalistische Patzer.

Am Sonntagabend (15. Februar 2026) berichtete das ZDF über Abschiebungen von Minderjährigen durch die US-Behörde ICE. Im Beitrag wurde KI-generiertes Bildmaterial aus dem Internet verwendet, das Kinder zeigt, die sich an ihre Mutter klammern.

Diese Sequenz hätte nach den eigenen Richtlinien des Senders "ohne Kennzeichnung und ohne Einordnung so nicht verwendet werden dürfen", wie das ZDF in seiner Pressemitteilung am Dienstag (17. Februar) einräumte. Darüber hinaus wurde eine weitere Videosequenz verwendet, die zwar authentisches Material zeigt, jedoch aus einem völlig anderen Zusammenhang stammt.

"Entspricht nicht unseren Standards": ZDF löscht Beitrag wieder

Die Aufnahmen eines abgeführten Kindes entstanden bereits 2022 und standen in keinem direkten Bezug zum aktuellen Bericht, informiert das ZDF. Anne Gellinek, stellvertretende Chefredakteurin und Leiterin der Aktualität beim ZDF, äußerte sich unmissverständlich zu dem Vorfall: "Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler. Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen."

Auch RTL-Urgestein Katja Burkard musste sich kürzlich öffentlich nach einem Patzer entschuldigen. Sie beschrieb Details von der RTL-Kündigungswelle, die nicht der Wahrheit entsprachen. Als Konsequenz für den Fauxpas hat das ZDF den fehlerhaften Beitrag von sämtlichen Plattformen gelöscht. Der Sender kündigte zudem an, sowohl auf der Online-Plattform ZDFheute als auch in der Abendausgabe des "heute journals" vom 17. Februar korrigierend zu berichten.

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