"Wirklich eine Schande": Nach einem Illner-Versprecher kommt es zum Eklat zwischen Reichinnek und Dobrindt

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Maybrit Illner - 24.09.2026
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) geriet bei "Maybrit Illner" mehrfach mit Heidi Reichinnek von den Linken aneinander.
ZDF/Jule Roehr

Bei "Maybrit Illner" geraten Heidi Reichinnek und Innenminister Alexander Dobrindt mehrfach heftig an aneinander - vor allem bei der Frage, ob die Linke in Berlin ein Problem mit Antisemitismus und Clan-Kriminalität hat. Zum Eklat kommt es nach einem Versprecher der Moderatorin.

Hat die Linke ein Problem mit Antisemitismus und Clan-Kriminalität? Nach dem Sieg der Linken unter Spitzenkandidatin Elif Eralp bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus sieht sich die Partei mit massiven Vorwürfen konfrontiert: Am Sonntagabend tauchten auf einer Wahlparty der Partei in Neukölln eine bekannte Clan-Größe sowie ein israelfeindlicher Aktivist auf; auch geriet der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak unter Druck, weil er per Chat mit einem Sohn der Großfamilie Remmo aus dem arabischstämmigen Clan-Milieu Kontakt hatte. Es sind Geschehnisse, die die Koalitionsverhandlungen in Berlin deutlich erschweren könnten. Und die auch am Donnerstagabend im ZDF-Talk von Maybrit Illner für hitzige Wortgefechte sorgten.

Zu Gast war unter anderem Heidi Reichinnek, die Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. "Wir als Linke distanzieren uns sowohl von Antisemitismus als auch von organisierter Kriminalität", erklärte sie. Sie werde es nicht zulassen, "dass meiner Partei pauschal Antisemitismus vorgeworfen wird", wenn sie für Gaza und die Rechte der Palästinenser einstehe. "Wir stehen an der Seite Israels genauso wie an der Seite Palästinas." Bundesinnenminister Alexander Dobrindt wollte das so nicht stehenlassen. "Antisemitismus ist in Ihrer Partei weit verbreitet", entgegnete der CSU-Politiker. "Organisierte Kriminalität unterstützt Ihre Partei. Wieso eigentlich? Sagen Sie mal!"

Es war der Auftakt zu einem hitzigen Wortduell, bei dem Argumente bisweilen im Geschrei der Protagonisten untergingen. Vor allem, als sich Moderatorin Illner einen peinlichen Versprecher leistete, als sie über die Berliner Linken-Spitzenkandidatin sagte: "Elif Eralp sagt ... sie ist Antisemitin... sie ist keine Antisemitin." Woraufhin Dobrindt ein "Ja, doch" entfuhr. Reichinnek ging den Innenminister daraufhin massiv an: "Das ist wirklich widerlich, Elif Eralp als Antisemitin zu bezeichnen", empörte sie sich in Richtung von Dobrindt. "Ich finde das wirklich eine Schande, wie Sie hier gerade mit der zukünftigen Bürgermeisterin umgehen."

Sehen Sie die "Maybrit Illner"-Sendung in voller Länge jederzeit hier: https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner.

Quelle: teleschau – der mediendienst