Angesichts des Grönland-Konflikts und neuer Drohkulissen aus den USA mahnte CDU-Politiker Claus Ruhe Madsen bei "Markus Lanz" zu mehr Geschlossenheit in Europa. Er forderte dabei ein handlungsfähiges, geeintes Europa, das endlich Tempo aufnimmt.
Bei "Markus Lanz" bezog CDU-Politiker Claus Ruhe Madsen Stellung zum Konflikt um die Arktisinsel Grönland. Nachdem US-Präsident Donald Trump jüngst Strafzölle auf Importe aus einzelnen europäischen Staaten angekündigt hatte, warnte der CDU-Politiker: "Die Lage ist ernst. Da ist richtig Stress auf dem Schulhof gerade. Und es nützt einfach jetzt nichts mehr (...), nett zu sein."
Doch nicht alle Gäste teilten seine Einschätzung. Besonders Kerstin Münstermann sah einen möglichen Bruch mit den USA kritisch: "Es ist auch blauäugig, zu glauben, dass wir die Amerikaner verprellen können." Sie wetterte weiter: "Alleine zu sagen, wir müssen jetzt mal auf den Tisch hauen und den Amerikanern zeigen, dass wir auch stark sind, das kann es nicht sein. Es braucht ein sehr diplomatisches Geschick, die irgendwie doch wieder einzubinden." Ruhe Madsen blickte derweil skeptisch auf einen diplomatischen Umgang mit Trump, denn: "Wenn man jemandem, der sehr viel Hunger hat, ein bisschen was gibt, dann ist er nicht satt." Seine Forderung? "Meine klare Botschaft ist: Endlich ein effektives Europa! Ein Europa, das zusammenhält, mal endlich schneller wird. (...) Wir bewegen uns rein in eine Welt ohne Regeln und wir machen immer mehr Regeln. Das funktioniert nicht!"
Sehen Sie die Lanz-Sendung in voller Länge jederzeit bei https://kurz.zdf.de/LANZ/
Quelle: teleschau – der mediendienst