Zwischen Italien und Amerika erreichte die Disco-Ära ihren Höhepunkt: Eine neue ARTE-Dokumentation erinnert daran, wie Giorgio Moroder und Donna Summer den "Munich Sound" der 70er-Jahre prägten.
"Munich Sound", das klingt schon ein bisschen nach Überhöhung. Schließlich war München in der Vergangenheit nur selten der Ort, wo international Musikgeschichte geschrieben wurde. Aber in diesem Fall gilt es eben doch, was vor allem mit einem italienischen Komponisten und einer amerikanischen Sängerin zu tun hat: Giorgio Moroder und Donna Summer trafen Mitte der 70-er in München erstmals aufeinander und hatten entscheidenden Anteil an der Entstehung des besagten "Munich Sound". In einer neuen ARTE-Doku aus der aktuellen Themenreihe "Summer of Disco" wird nun gezielt an diese "schicksalhafte" Zusammenarbeit erinnert.
"I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Summer" von Regisseur Charles-Antoine de Rouvre ist angelegt als klassische Zeitgeschichte-Doku und taucht dabei vor allem in die Zeit ein, als die beiden Hauptfiguren noch keine Stars von internationalem Ruhm waren. Das kam erst mit den Hits, die sie und der britische Produzent Pete Bellotte in den Münchner Musicland Studios aus der Discokugel zauberten. "Love To Love You Baby" (1975) und "I Feel Love" (1977) zum Beispiel. Songs wie diese, die Hymnen des "Munich Sound", werden in der knapp einstündigen ARTE-Dokumentation nicht nur als "Höhepunkt der Disco-Ära" gefeiert, sondern als "Vorläufer der heutigen Popmusik".
I Feel Love - Giorgio Moroder & Donna Sommer - Mi. 08.07. - ARTE: 22.10 Uhr
Quelle: teleschau – der mediendienst