Die Hoffnung auf Sicherheitsgarantien für die Ukraine trifft auf die harte Realität geopolitischer Machtverhältnisse. Bei "Markus Lanz" machte CDU-Politiker Norbert Röttgen seinem Frust Luft und stellte klar, warum weder Europa noch die USA derzeit glaubwürdige Versprechen abgeben können.
Bei "Markus Lanz" bezogen Gäste wie CDU-Politiker Norbert Röttgen Stellung zu den laufenden Ukraine-Friedensverhandlungen in Abu Dhabi. Dabei wollte der ZDF-Moderator wissen, wie Sicherheitsgarantien im Sinne von Europa aussehen könnten. Eine Frage, auf die Journalistin Mariam Lau zwiegespalten reagierte: "Zum Teil hoffen wir immer noch darauf, dass die Amerikaner uns da zur Seite stehen." Eine Hoffnung, auf die Norbert Röttgen mit der Aussage konterte, dass man von Amerika nichts erwarten könne, denn "die Regierung Trump will mit Russland Geschäfte machen. Sie möchte nicht Krieg gegen Russland führen, sondern Ölgeschäfte machen".
Hinzu komme, dass Europa alleine nicht für die Sicherheit der Ukraine garantieren könne. "Wir haben noch nicht einmal das Potenzial dafür! Russland hat etwas mehr als eine Million Soldaten im Feld", so Röttgen. Laut des Politikers fehle es beiden Seiten daher "an Realismus". Lanz reagierte irritiert: "Das bedeutet dann in der Konsequenz gar keine Sicherheitsgarantien. Wenn es die Europäer nicht können und die Amerikaner nicht wollen, was machen wir dann?" Während Mariam Lau weiter von möglichen Truppen bei einem Waffenstillstand in der Ukraine sprach, platzte es aus Röttgen heraus: "Man redet da über ein paar Tausend Soldaten. (...) Die sollen jetzt eine Garantie der Sicherheit der Ukraine übernehmen? Wie soll das denn funktionieren?"
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Quelle: teleschau – der mediendienst