"Wer wird Millionär?"-Moderator Günther Jauch nach Frage sauer: "Keine Sau kann das wissen!"

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"Wer wird Millionär?"
Dass Kandidaten patzen, gibt's bei "Wer wird Millionär? Die 3-Millionen-Euro-Woche" (RTL) häufiger. Diesmal aber unterlief auch Quizmaster Günther Jauch ein Fehler.
RTL / Stefan Gregorowius
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Stefanie Zeng aus Markkleeberg bekam bei einer Frage Hilfe von einer Dame aus dem Publikum. Deren Antwort war falsch. Günther Jauch aber hielt sie für korrekt.
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Für Kandidatin Zeng ging's glimpflich aus - sie stieg mit 16.000 Euro aus. Günther Jauch machte seinen Lapsus aus eigener Tasche wett und spendierte der Publikumsraterin 100 Euro.
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"Wer wird Millionär?"
"Ich hab die Hose komplett voll", gestand Kevin Kevenhörster vor der ersten Frage. Am Ende erspielte er 16.000 Euro und kehrt im Finale zurück.
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Dr. Robin Schumacher lachte gerne, aber nicht lange. Bei der 8.000-Euro-Frage schied er aus - ohne überhaupt einen Joker gesetzt zu haben.
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"Ich kann mich so schwer entscheiden." Deshalb dauerte es auch ein bisschen, bis sich Lisa Marie Grobe entschloss, aufs Zocken zu verzichten und lieber 8.000 Euro mitzunehmen.
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"Sie haben in die Grütze gegriffen!", kommentierte Jauch das Aus von Constantin Wurch. Der hatte auf 64 Prozent des Publikums vertraut und musste mit 500 Euro gehen.
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Weil ihn eine Auswahlfrage nervte, ging Günther Jauch an die Decke: "Keine Sau kann das wissen! Wenn so was noch mal kommt, dann brechen wir die Sendung ab."
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Carolin Schönknecht-Albinus wurde Geldhamster des Abends. Die Feuerwehrfrau aus Hiddenhausen erspielte 125.000 Euro, so viel wie bislang keiner in der aktuellen "3-Millionen-Euro-Woche".
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Niemand ist perfekt. Nicht einmal Günther Jauch. Deshalb kam es bei "Wer wird Millionär? Die 3-Millionen-Euro-Woche" zu einem absoluten Novum. Zudem ärgerte sich der Moderator über eine zu schwierige Auswahlfrage.

"Das war mein Fehler!" Günther Jauch war richtig zerknirscht. "Jetzt haben Millionen von Menschen mitbekommen, dass ich nach 26 Jahren zum ersten Mal einen Fehler gemacht hab." In der dritten Ausgabe der "Wer wird Millionär? Die 3-Millionen-Euro-Woche" gab es die größte Überraschung für den Quizmaster. Jauch unterlief ein Lapsus - aber er reagierte spontan. Unerwartet und mit einem absoluten Novum in der Geschichte der Quiz-Show: Er bezahlte aus eigener Tasche!

Es war ein später Höhepunkt. Stefanie Zeng, Chefredakteurin aus Markkleeberg, gab sich bei der 32.000-Euro-Frage geschlagen. "Ich zocke nicht", sagte sie. Musste sie auch nicht. Die 16.000 Euro und damit die Qualifikation für das Finale am Freitag hatte sie sicher. Aber sie wusste halt nicht, zu welchem Land aus der Weltliteratur die Halbinsel Brobdingnag das Gegenstück bildet. Die einzige, die sich im Publikum traute, was beizusteuern, war Lauren. Der Gast räumte aber ein: "Ich weiß es nicht sicher. Es ist eine Vermutung: Narnia!" Die Vermutung reichte Stefanie Zeng nicht, sie stieg aus.

Quizmaster Jauch akzeptierte und wollte wenigstens für den Publikumsgast ein Trostpflaster reichen: "500 Euro für sie, denn Narnia ist richtig." Ist es aber nicht. Das teilte die Studioregie mit: "Nein, das ist falsch. Es wäre C gewesen." Nämlich Liliput, denn Brobdingnag ist in der zweiten Reise von "Gulliver" das Land der Riesen.

Günther Jauch: "Sie haben in die Grütze gegriffen!"

"Entschuldigung", meinte Jauch fassungslos über sich selbst. Und er zauberte aus seiner Tasche einen 100-Euro-Schein hervor. Das sei sein "Notgroschen". Und den gab er der dankbaren Lauren aus dem Publikum. "Den zieht ihr mir nachher vom Honorar ab", meinte Jauch.

Da hatte sich der Quizmaster vertan. Oder in den Worten, die er einem glücklosen Kandidaten mit auf den Nachhauseweg gab: "Sie haben in die Grütze gegriffen!" Denn für Constantin Wurch war die Show um die große Chance auf bis zu drei Millionen Euro schon nach sieben Fragen vorbei. Der 42-Jährige aus Waltrup bei Dortmund war zu ungestüm - und zu vertrauensselig. "Was kann laut Duden so viel wie 'sehr groß' oder 'absolut' bedeuten?" Zur Auswahl standen: "hell", "dunkel", "laut" oder "leise"? Diese Frage wurde ihm zum Verhängnis. "Ich steh auf dem Schlauch", gestand er und setzte das Publikum ein. Das entschied sich zu 64 Prozent für "laut". Wurch vertraute dem Publikum: "Sind ja nur schlaue Leute hier." Einen von Jauch empfohlenen zweiten Joker lehnte er ab. "Ich will ja weit kommen", da müsse man auch mal zwei Drittel des Publikums glauben.

Wird er nicht mehr tun. Denn "laut" war falsch. Dagegen lagen nur 24 Prozent richtig - mit "hell". Das wird zum Beispiel bei "helle Aufregung" oder "heller Wahnsinn" eingesetzt. Wurch wurde blass und war raus - mit 500 Euro. Jauch war auch bedient. "Das fand ich hart. Ich hab's auch nicht gewusst."

Neuer Titel? "Wer gewinnt im Ausnahmefall 100 Euro?"

Schwere Frage. So eine gab es auch als Auswahlfrage. Eine komplexe multiple Wortspielerei raubte Jauch den Nerv. Und den Kandidaten auch - keiner wusste die Antwort. "Keine Sau kann das wissen", empörte sich Jauch. "Wenn so was noch mal kommt, dann brechen wir die Sendung ab", kritisierte er. "Da können wir die Sendung umbenennen. Nicht mehr 'Wer wird Millionär?", sondern 'Wer gewinnt im Ausnahmefall 100 Euro?'".

Dr. Robin Schumacher schaffte es letztlich auf den Stuhl. Doch auch der 47-jährige Hausarzt schied früh aus. Hätte schon bei der 1.000-Euro-Frage passieren können. Da leitete er eine richtige Antwort falsch her und wurde von Jauch mit den Auszeichnungen bedacht: "Haben Sie ein Schwein. So ein Brett vorm Kopf." Bei der 8.000-Euro-Frage war dann Schicht. "Welche Bezeichnung geht auf den Briten Jackie Stewart zurück? Blauer Reiter, grüne Hölle, rote Flora oder Schwarzwald?" Schumacher wusste zwar, was der "Blaue Reiter" war, nämlich eine Künstlervereinigung. Allerdings hatte er keine Ahnung, wer Jackie Stewart war. Und der war kein Maler, sondern Rennfahrer - und gab der Rennstrecke im Nürburgring den Beinamen "Grüne Hölle". Aus die Maus für Schumacher, der keinen einzigen Joker einsetzte. Schmaler Trost: "500 Euro hab ich ja."

Wochenrekord: Kandidatin erzockt 125.000 Euro

Geldhamster des Abends wurde Carolin Schönknecht-Albinus. Die kam mit Glück, vor allem aber viel Geschick und Umsicht, cleverem Ausschlussverfahren und guter Joker-Wahl bis auf 125.000 Euro. Sie hatte auch mehr Glück mit dem Publikum, als sie sich den 66 Prozent anschloss, die "Hamburger Reiter" für etwas hielten, das man (unter anderem) bei Demonstrationen sieht. Danach Joker-los, hörte sie sich die 500.000-Euro-Frage "völlig entspannt" an und stieg dann - auch auf Anraten der Mama - aus.

Lisa Marie Gruber brauchte lange, um sich gegen das Zocken und für sichere 8.000 Euro zu entscheiden. "Ich bin nicht so entscheidungsfreudig", sagte sie. Was mit dem Geld machen will? Ins neue Auto stecken. Die Marke ist klar, aber das Modell? "Ich kann mich nicht entscheiden."

Kevin Kevenhörster fiel die Entscheidung leichter. Er hatte 16.000 Euro erspielt, bei der 32.000-Euro-Frage aber keinen Plan. "Ich müsste raten, da nehm ich den anderen die Zeit weg."

Quelle: teleschau – der mediendienst