RTL spickt wieder auf die Gehaltszettel in ganz Deutschland - und weckt damit die Neugier des Publikums: Was verdienen eigentlich Priester, Dominas, Hausärzte - oder TV-Promis wie Detlef Soost?
Frische Zahlen im neuen RTL-"Gehaltsranking": Moderator Steffen Hallaschka und die Reporter Stefan Uhl sowie Carolin von der Groeben waren wieder unterwegs, um den Deutschen mit unschuldiger Neugier auf die Lohnzettel zu schauen. Dabei wurden mitunter auch Berufsgruppen befragt, deren Tätigkeiten gewisse Doku-Schauwerte garantieren: Geistliche, Dominas, Dragqueens. Und wie viel verdienen eigentlich TV-Promis?
Reality-Star Micaela Schäfer, Partyschlagersänger Jürgen Milski, TV-Immobilienmakler Marcel Remus - sie alle gaben in früheren Ausgaben des RTL-Formats "Was verdient Deutschland?" bereits Auskunft über ihre monatlichen Einkünfte. In der aktuellen Ausgabe ließ sich nun Tänzer, Choreograf und Fitnesstrainer Detlef Soost, zwischen 2000 und 2012 als Jury-Mitglied und Coach in der Casting-Show "Popstars" aktiv, in die Karten schauen - und das TV-Publikum staunte nicht schlecht.
"Ich hatte mal so viele Schulden, 65.000 D-Mark damals, dass die Polizei mich eines Tages abgeholt und ins Gefängnis gebracht hat", berichtete er über eine Zeit, in der er als junger Erwachsener in einer kleinen Wohnung in Friedrichshain ohne Strom, fließend Wasser und Heizung hauste. Nach der Zeit im Gefängnis, "1990, 1991", habe sich sein Leben aber gewandelt - auch dank seiner erfolgreichen Choreografien und TV-Auftritte.
"Uhren, Autos und Sauberkeit in meiner Wohnung"
"Ich hatte Monate, in denen ich null Euro verdiente, aber auch mal Monate, wo ich 220.000 Euro verdient habe", blickte Soost auf die Höhen und Tiefen seiner Show-Karriere zurück und gestand: "Auch als ich schon wohlhabend war, hatte ich Angst, dass morgen alles weg ist." Im Durchschnitt sei er in den letzten drei Jahren durch seine geschäftlichen Unternehmungen - darunter der Vertrieb von Fitness-Produkten, Coachings und Auftritten - monatlich auf rund 38.944 Euro gekommen, rechnete er vor.
Damit finanziere er sich unter anderem eine 250-Quadratmeter-Wohnung in Berlin-Mitte - und seine drei materiellen Leidenschaften: "Uhren, Autos und Sauberkeit in meiner Wohnung." Die Haushälterin komme deshalb dreimal die Woche für fünf bis sechs Stunden. Sein größter Luxus, rein monetär? "Ich habe mir für 222.000 Euro einen AMG G63 Mercedes gekauft", gestand Soost. Manche seiner Uhren - Rolex, Breitling, Jaeger-LeCoultre - hätten zudem fünfstellige Beträge gekostet: "Wenn ich das ausspreche, müssen die Zuschauer denken: 'Oh Gott'."
Zuletzt steckte er eigenen Angaben nach eine halbe Million Euro in seine neue Tanz-Schule D!s Dance World. Um am Ende auf null herauszukommen, sagte der Chef von 60 Angestellten, müsse er monatlich rund 80.000 Euro einnehmen, und verweist auf die große Verantwortung von Unternehmern. Nicht mit eingerechnet: der Tribut, den sein 24-7-Job fordert. "Wenn du immer auf der Überholspur fährst, um schnell zu sein, geht der Tank auch mal leer", sagte Soost und meinte: 2019 hatte er eine lebensbedrohliche Herzschwäche, 2024 erlitt der Choreograf einen Schlaganfall.
Domina schlägt Priester
Und wie schlugen sich die Domina, Priester, Pfarrerin, Hausarzt und Kranfahrerin im Ranking? Lisa Launis, ehemals Friseurin und Altenpflegerin, greift gerne mal zur Peitsche - für bis zu 300 Euro pro Stunde. Ihre Kunden: Rechtsanwälte, Richter, Geschäftsführer. So komme sie am Ende des Monats auf Einnahmen von rund 7.500 Euro brutto, wie sie sagt. Ihre Altersvorsorge: Immobilien in der Karibik.