Wenn alle davon profitieren

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plan b: Gemeinwohl statt Profit
Die Anlagen zum "Wolkenfischen" stellte eine gesamte Dorfgemeinschaft in Eigenregie auf.
ZDF/Monica Denomy, WasserStiftung
plan b: Gemeinwohl statt Profit
Eine Müsli-Rösterei gibt Menschen einen Berufschance, die sonst oft mit ihren Bewerbungen scheitern.
ZDF/Samuel Kaufmann
plan b: Gemeinwohl statt Profit
An den Netzen in den peruanischen Anden sammeln sich schnell Tröpfchen, die für die Wasserversorgung genutzt werden können.
ZDF/Monica Denomy, WasserStiftung
plan b: Gemeinwohl statt Profit
In Lünenburg achtet das Müsli-Unternehmen auf nachhaltiges und soziales Wirtschaften.
ZDF/Samuel Kaufmann

Die Reportage-Reihe "plan b" stellt diesmal Firmen vor, die sich hohen ethischen Prinzipien verschrieben haben, nachhaltig wirtschaften wollen - oder hauptsächlich Menschen einstellen, die sonst nur schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Was die Müsli-Rösterei aus Lüneburg macht, ist wirklich beeindruckendend: In der ZDF-Reportage "plan b: Gemeinwohl statt Profit" erfährt man, dass das Unternehmen bewusst Menschen mit Brüchen in ihrer Biografie einstellt anstatt Bewerber mit perfekten Lebensläufen. So bekommen auch ehemalige Langzeitarbeitslose, Ex-Haftinsassen oder früher Suchtkranke eine Chance bei der Firma mit dem aufmunternden Namen. "HEYHO röstet Müsli, um Menschen einzustellen - und nicht umgekehrt", sagt Mitgründer Timm Duffner. Das Unternehmen steht dabei für eine Erfolgsgeschichte - mit hohen ethischen Standards.

Gemeinschaftsprojekt "Wolkenfischen"

Auch der Schweizer Investmentfonds Arete Ethik Invest legt hohen Wert darauf, dass möglichst nachhaltig und sozial gewirtschaftet wird. So will man dort nur Geld anlegen, wenn bei den Unternehmen des Fonds keine Menschenrechte verletzt oder Umweltsünden begangen werden. "Wir haken aber nicht nur ab, sondern geben dem Unternehmen auch die Chance, uns zu zeigen, was ihm wichtig ist", sagt Marlene Waske, die für Arete Ethik Beteiligungen genau unter die Lupe nimmt.

Was Gemeinschaftssinn bewirken kann, wenn nicht immer nur Einzelne auf den persönlichen Profit achten, erlebt man beim Bericht aus einer Wüstenregion in der Nähe der peruanischen Hauptstadt Lima. Dort verfügt eine kleine Gemeinde über keinen Anschluss an die städtische Wasserversorgung. Bislang mussten sich die 300 Familien privat teuer Wasser kaufen und weither anliefern lassen. Doch gemeinsam entwickelten sie eine Lösung - aus der Natur: Mit Netzen "fischen" sie den oft starken Nebel der Bergregion ein. Die Tröpfchen summieren sich - und garantieren eine auch ökologische Form der Wasserversorgung. Beeindruckend!

plan b: Gemeinwohl statt Profit - Sa. 23.08. - ZDF: 17.35 Uhr