Für das außergewöhnliche Werbestück würde sich der Verkäufer passend zur legendären Levi's 501 am liebsten 501 Euro wünschen. Für realistisch hielt er jedoch einen Erlös zwischen 200 und 300 Euro. Experte Kümmel schätzte den Wert auf 250 bis 350 Euro. Blieb die Frage für den Händlerraum: Wer machte am Ende tatsächlich einen auf dicke Hose? Im Händlerraum ließ der erste Spruch nicht lange auf sich warten. "Endlich eine Hose, die dir passt, Waldi", stichelte Julian Schmitz-Avila. Doch Walter Lehnertz konterte: "Wenn ich da reinpasse, lasse ich mir den Magen verkleinern." Schmitz-Avila war beeindruckt von der Größe 76 Breite und 45 Länge und erkannte sofort: "501, der Klassiker".
"Ich weiß gar nicht, was ich damit machen soll, biete aber 160 Euro"
"Ich habe die gleiche Levi's 501 zu Hause", überraschte Jos van Katwijk und ergänzte: "Auch mit der Waschmaschine aus der Werbung in den 1970er Jahren." Und so eröffnete er die Versteigerung mit einem Gebot von 100 Euro. Offenbar hätte er nichts gegen ein zweites Exemplar einzuwenden, denn für ihn ist die XXL-Jeans einfach "ein tolles Ding". Schmitz-Avila erhöhte auf 120 Euro, Jos van Katwijk legte mit 140 Euro nach. Danach geriet das Bietergefecht jedoch ins Stocken. "Das ist noch ein bisschen wenig", meinte der Verkäufer dazu und Vater Erwin versuchte, die Händler zu weiteren Geboten zu bewegen: "Wenn man in der Eifel einen auf dicke Hose machen will, dann muss man sowas haben."
Von Erwins Appell ließ sich Lehnertz anstecken. "Ich weiß gar nicht, was ich damit machen soll, biete aber 160 Euro", stieg der Händler aus der Eifel in die Versteigerung ein. Es entwickelte sich ein Bieterduell mit Jos van Katwijk und plötzlich hatte Lehnertz doch eine Idee für die XXL-Hose: "Die stopfe ich aus und setze einen Waldini da rein."
Am Ende wurden die Bieterschritte immer kleiner und schließlich sicherte sich van Katwijk den Zuschlag bei 310 Euro für das "witzige Teil". Danach probierte der Händler die XXL-Hose sogar selbst an und Lichter konnte sich ein Lachen nicht verkneifen: "Wahnsinn, das nenne ich mal eine Diät. Oder ist das die Buxe von Waldi gewesen?"
Walter Lehnertz kauft Blechspielzeug für 230 Euro
Als weitere Objekte der Sendung wurden zwei Manschettenknöpfe präsentiert, die ein Frauenporträt aus dem Familienalbum der Verkäuferin zeigten. Patrick Lessmann datierte die Stücke aus Gold Doublé auf etwa 1920 und schätzte den Wert auf 50 bis 80 Euro. Gewünscht waren 50 Euro. Jos van Katwijk zahlte schließlich 100 Euro.
Altes Blechspielzeug der Firma Technofix aus Nürnberg datierte Detlev Kümmel auf die Jahre 1964 bis 1973. Für die "Aufzug Garage" wünschte sich der Verkäufer 100 Euro, der Experte schätzte 50 bis 100 Euro und nach einem lebhaften Bieterduell sicherte sich Walter Lehnertz das Spielzeug für 230 Euro.
Eine Skulptur aus dem Familienbesitz ordnete Bianca Berding dem französischen Bildhauer Émile Picot zu. Die Bronze aus der Gießerei Colin & Cie. datierte sie auf 1882 bis 1898. Der Wunschpreis lag bei 500 Euro, der Schätzwert bei 900 bis 1.200 Euro, doch im Händlerraum zahlte Julian Schmitz-Avila nicht mehr als 400 Euro. Ein Armband aus den späten 1960er Jahren aus 750er Weißgold mit Fuchsschwanzkette, Saphiren und Diamanten (ein Karat) taxierte Patrick Lessmann auf 2.400 bis 2.600 Euro. Gewünscht wurden 1.500 bis 2.000 Euro und von Julian Schmitz-Avila schließlich 2.200 Euro für den "Klassiker" gezahlt.
Quelle: teleschau – der mediendienst