TV-Tipp: Einer der besten Stephen-King-Horrorschocker läuft im Free-TV

1 Min
Friedhof der Kuscheltiere
Jud (Fred Gwynne) kennt die dunklen Geschichten von Ludlow - und das uralte Wissen, das besser ruhen sollte.
ZDF / 2003 By Paramount Pictures All Rights Reserved,
Friedhof der Kuscheltiere
Der Umzug nach Ludlow wirkt wie ein vielversprechender Neuanfang - doch der Tierfriedhof im Wald und die Begegnung mit dem geheimnisvollen Nachbarn Jud (Fred Gwynne, dritter von rechts) führen die Familie Creed auf einen unheilvollen Pfad.
ZDF / 2003 By Paramount Pictures All Rights Reserved,
Friedhof der Kuscheltiere
Als Gage (Miko Hughes, vorne) losrennt, geraten Louis (Dale Midkiff, rechts) und Jud (Fred Gwynne) in Panik - ein Wettlauf gegen das Schicksal beginnt.
ZDF / 2003 By Paramount Pictures All Rights Reserved,

Sorgt immer wieder für Gänsehaut: ZDFneo wiederholt Stephen Kings Horror-Klassiker "Friedhof der Kuscheltiere".

Über 35 Jahre nach seiner internationalen Kinopremiere hat der Horrorschocker, der auf einem der besten Bücher von Stephen King beruht, kaum etwas von seiner Intensität verloren: Der Bestseller-Autor schrieb sich mit "Friedhof der Kuscheltiere" die Erfahrung, beinah selbst einen Sohn verloren zu haben, von der dunklen Seele. ZDFneo zeigt den Horror-Klassiker am Mittwoch, 15. Juli, um 23.25 Uhr in einer Wiederholung.

Kaum ein anderer Ort wird so gern als Gruselkulisse für Horrorfilme bemüht wie der Friedhof. Der Stätte der ewigen Ruhe haftet etwas Endgültiges, Unwiederbringliches an. Doch manchmal kommen jene, die da sanft unter der Erde schlummern, wieder. Zumindest in den nervenzerfetzenden Schmökern des Gruselmeisters Stephen King. Sein "Friedhof der Kuscheltiere" fungiert als Durchgangsstation, als grausige Wiederaufbereitungsanlage, die aus einem friedfertigen Leichnam ein unberechenbares Monster macht. Die Regisseurin Mary Lambert verfilmte 1989 den 450 Seiten dicken Bestseller, dessen schauerliche Story aber etwas zu sehr Schockeffekten geopfert wurde.

Blutige Bilder statt sanfter Spannung

Glücklich über den gelungen Kauf bezieht die Familie Creed ein idyllisches Landhaus im Bundesstaat Maine. Hier können sich Ellie (Blaze Berdahl) und Gage (Miko Hughes), die Kinder von Louis (Dale Midkiff) und Rachel (Denise Crosby), so richtig austoben. Der alte Nachbar Jud Crandall (Fred Gwynne) ist den Neuankömmlingen ein guter und väterlicher Freund, der das Umland wie seine Westentasche kennt.

Als die Katze von Ellie überfahren wird, nimmt das Grauen seinen Lauf. Da die Kleine den Tod ihres Kuscheltiers nur schwer verwinden könnte, empfiehlt der alte Crandall, die Überreste der Mieze auf dem nahegelegenen Indianerfriedhof zu begraben. Nach einer Nacht- und Nebelaktion steht das samtpfötige Haustier mit glasigen Augen wieder vor der Tür - irgendwie aggressiv und gar nicht mehr so kuschelig. Monate vergehen, da wird Creeds Sohn Gage von einem Lastwagen erfasst und zu Tode geschleudert. Allen Warnungen zum Trotz entschließt sich der trauernde Vater zu einem gewagten Schritt.

Was so vielversprechend beginnt, sich anfangs langsam wie eine wohlige Gänsehaut auf dem Rücken ausbreitet, endet in einem etwas unglaubwürdigen Horrorspektakel. Mary Lambert - selbst ein treuer King-Fan - zieht sämtliche genre-übliche Register und begräbt damit die sanfte Spannung unter blutigen Bildern.

Quelle: teleschau – der mediendienst