In der neuen ProSieben-Serie "Born Famous - Fluch oder Segen?" hat Josefine Scholl, die Tochter von Ex-Fußballer Mehmet Scholl über den Unfall gesprochen, der ihr Leben nachhaltig veränderte. Denn auf den Verletzungsschock folgte eine niederschmetternde Diagnose.
In dem ProSieben-Format "Born Famous - Fluch oder Segen?" hat Josefine Scholl (17) über einen schweren Schicksalsschlag gesprochen. Die Schülerin brach sich mit 14 Jahren während einer Aufführung auf der Bühne den Oberschenkel - und erhielt kurz darauf eine niederschmetternde Diagnose.
"Das war der Tag meiner Akrobatik-Aufführung", erinnert sich Josefine zurück. Noch hinter der Bühne habe sie damals ein "komisches Gefühl" gehabt, dieses aber auf die Aufregung geschoben. Doch ihr ungutes Bauchgefühl sollte sich bestätigen. "Ich habe eigentlich nicht viel gemacht, außer ein Rad - und dann habe ich mir einfach während der Aufführung auf der Bühne meinen Oberschenkel gebrochen", berichtet Josefine Scholl sichtlich bewegt. "Und dann lag ich erst mal da und konnte es selber nicht glauben."
Die Tochter des Ex-Bayern-Spielers Mehmet Scholl leidet an dem McCune-Albright-Syndrom. Zunächst seien die Ärzte davon ausgegangen, dass nur ihre Leistengegend betroffen war. Umso schwere traf Scholl die Diagnose, die die Ärzte nach ihrem Unfall stellten: Ihre komplette rechte Körperhälfte ist betroffen. Dadurch sind ihre Knochen poröser und anfälliger für Verletzungen.
Für die sportbegeisterte Schülerin ein schwerer Schlag: "Gesagt zu bekommen, dass ich keinen Sport mehr machen darf, war für mich natürlich sehr hart." Auch Vater Mehmet Scholl erinnert sich schmerzlich: "Der Oberschenkelbruch, das war ein Eingriff in ihr Leben, in unser aller Leben. Aber vor allem für sie."
Josefine Scholl: "Sport war einfach das Wichtigste für mich!"
Mutter Jessica Scholl erklärt: "Für mich hat Josi zwei Leben gelebt: Sie hat das Leben vor der Krankheit und jetzt das Leben." Der schwerste Teil sei gewesen, "die Zeit zu verarbeiten und das alles anzunehmen".
Unterkriegen lässt sich Josefine aber nicht. Mittlerweile hat sie mit Social Media eine neue große Leidenschaft für sich entdeckt. Und auch an einer Akrobatik-Aufführung nimmt sie zum Zeitpunkt der Dreharbeiten wieder Teil - wenn auch nur als Trainerin. Im Rahmen eines Workshops trainiert sie mit jüngeren Schülerinnen und Schülern eine Choreografie ein. Für Scholl ein langgehegter Traum: "Ich habe seit der fünften Klasse darauf hingefiebert, die 'Große' zu sein und alles führen zu dürfen."
Trotzdem hat die Rückkehr in die Turnhalle für sie auch einen bitteren Beigeschmack: "Ich vermisse es einfach, mitmachen zu dürfen. Sport war einfach das Wichtigste für mich. Jetzt steh ich halt daneben", gibt sie bedrückt zu. Vater Mehmet Scholl versucht sich tröstlich. Aus seiner Sportlerkarriere weiß er: "Niederlage ist: machen, scheitern, hinfallen, aufstehen, lernen. Es ist ein Kreislauf". Er erinnert seine Tochter an seinen früheren Rat: "Was habe ich dir nochmal gesagt, wann konnte ich Niederlagen akzeptieren?" "Wenn du alles gegeben hast", antwortet Josefine.