Bei "Markus Lanz" wollte der ZDF-Moderator genauer wissen, warum ausgerechnet Jens Spahn bei möglichen Steuererhöhungen auf Distanz geht. Damit brachte er Lanz Ex-Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt dazu, offen über CDU-interne Machtfragen und taktisches Timing zu sprechen.
Bei "Markus Lanz" äußerten sich Experten wie Kerstin Münstermann und Wolfgang Schmidt zur drohenden Regierungskrise. Nachdem die schwarz-rote Koalition vor Kurzem erst ein gemeinsames Entlastungspaket beschlossen hatte, wollte der ZDF-Moderator wissen: "Was hatten wir da jetzt am Wochenende?"
Journalistin Kerstin Münstermann erklärte: "Ich hatte schon ein bisschen so das Gefühl, es ist 'Ampel reloaded' - im Sinne von 'Regierungskrise reloaded'." Mit Blick auf das geplante Entlastungspaket kam Lanz schließlich auch auf künftige Steuererhöhungen zu sprechen. So soll sich lediglich Jens Spahn dagegen positioniert haben, während sich Merz und Söder zuletzt offen dafür zeigten. "Warum macht er das?", fragte der Moderator interessiert.
Wolfgang Schmidt antwortete schmunzelnd: "In ein paar (...) Wochen ist die Fraktionsvorsitzendenwahl in der CDU." Lanz reagierte überrascht: "Stimmt!" Der SPD-Politiker und ehemalige Kanzleramtschef erklärte weiter, "dass es für ihn jetzt etwas unpässlich wäre, in der Fraktion als jemand dazustehen, der in einem Koalitionsausschuss über Steuererhöhungen mitbestimmt hat. .Grund genug für Lanz, abschließend genauer nachzuhaken: "Das heißt, es könnte sein, dass wenn diese Wahl gelaufen ist zum Fraktionsvorsitzenden - dass Jens Spahn dann plötzlich doch für Steuererhöhungen ist?" Schmidt antwortete vorsichtig: "Naja, das weiß ich nicht. Aber (...) Timing ist immer in der Politik alles."
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Quelle: teleschau – der mediendienst