Alina Süggeler von Frida Gold steht mit ihren Songs in der zweiten "Sing meinen Song"-Folge im Fokus. Während sie auf die bewegte Karriere ihrer Band zurückblickte, kamen ihr gleich mehrmals die Tränen. Nah am Wasser gebaut war an diesem Abend aber auch Der Graf von Unheilig.
In der Auftaktfolge von "Sing meinen Song" war dieses Mal alles anders: Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer sang letzte Woche einen Song. In Folge zwei ging es wieder zurück zum gelernten Konzept. Im Mittelpunkt stand dieses Mal Alina Süggeler von Frida Gold. Mit Songs wie "Wovon sollen wir träumen" oder "Liebe ist meine Rebellion" gehörte die Elektro-Pop-Band zu den erfolgreichsten deutschen Acts der 2010er-Jahre. Ihnen schlug aber auch viel Kritik entgegen. Im Gespräch mit Gastgeber Johannes Oerding blickte Alina Süggeler auf die bewegte Karriere der Band zurück.
Kennengelernt haben Alina Süggeler und ihr Bandkollege Andreas Weizel sich bei Bandwettbewerben im Ruhrgebiet. Süggeler sei damals "unsterblich in Andi verliebt" gewesen. Als sie sich einige Jahre später wiedertrafen, gründeten sie eine Band - und wurden ein Paar.
Weil beide normale Jobs hatten, arbeiteten sie in Nachtschichten an ihrem ersten Album. Als sie dann endlich ihren ersten Plattenvertrag unterschrieben, kam die Trennung. "Wie habt ihr es geschafft, ein musikalisches Paar zu bleiben?", wollte Oerding wissen. "Das war eine Hausnummer", gab Süggeler zu. Doch sie hätten beide erkannt, dass sie für etwas anderes bestimmt waren. Das enge Vertrauensverhältnis, das sie bis heute haben, sei "mit die schönste Erfahrung meines Lebens", sagte Süggeler mit Tränen in den Augen. "Ich glaube, Liebe wandelt so wie Energie nur Formen. Da, wo echte Liebe ist, bleibt auch immer echte Liebe."
Die Krawall-Alte ist plötzlich leise
Zur Musik. Den Auftakt machte Punk-Rockerin Deine Cousine mit "Zu wissen, dass wir zählen". "Alle denken immer ich bin die Krawall-Alte", sagte die Punk-Rockerin, doch dieses Mal zeigte sie sich von ihrer sanften Seite - und sorgte bei Süggeler direkt für feuchte Augen.
Giovanni Zarrella nahm sich den ersten großen Hit von Frida Gold vor: "Wovon sollen wir träumen". "Ich hab immer mal wieder depressive Phasen gehabt", gab Süggeler zu. "Der Song beschreibt das. Meine verzweifelte Suche nach Halt und nach Sinn, eingebettet in einen gesellschaftlichen Kontext." Zarrella dichtete ihn auf Italienisch um: "Sogni d'oro" - zu Deutsch "goldene Träume". Die habe ihm seine Mama als Kind immer vorm Schlafengehen gewünscht. Alina Süggeler griff das erste Mal zu den Taschentüchern: "Was in diesen Momenten passiert, wenn Musik spricht, ist manchmal im Nachgang so schwer in Worte zu fassen", schluchzte sie.
Mark Forster schnappte sich einen neuen Frida-Gold-Song: "Neuer Tag" von 2025. "Ich hab geträumt, dass wir alle gleich sind / jeder stinkreich und alle frei", sang Forster zum zaghaften Klavier, und: "Haben uns gefühlt wie Kinder, ohne Sorgen federleicht / Ich wollt grad fragen, warum das klappt hier, da war der Traum wieder vorbei". Da hatte nicht nur Süggeler feuchte Augen, sondern auch der Graf von Unheilig musste tief durchatmen. "Mich hast du echt berührt, ey. Alter Schwede!"
Alina Süggeler macht ihren Frieden mit "Langsam"
Gastgeber Johannes Oerding derweil hatte sich ein Lied ausgesucht, zu dem Alina Süggeler ein gespaltenes Verhältnis hat: "Langsam". Die Botschaft des Songs, der für ihren Bruder entstand, sei alle Gefühle zu fühlen. Deswegen zeigte sich Süggeler in dem dazugehörigen Musikvideo völlig unbekleidet - was zu einem großen Shitstorm führte.