Aus der Tiefe der Geschichte hervorgeholt

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Die Pharaoninnen
Nahe des Abydos-Tempels südlich von Kairo: Die ägyptische Neurowissenschaftlerin Radwa Khalil (rechts) besucht das Grab der Königin Meret-Neith, das die deutsche Ägyptologin Christiana Köhler mit ausgegraben hat
ARTE / Caligari Entertainment
Die Pharaoninnen
Die deutsche Ägyptologin Christiana Köhler gräbt in Abydos ein Königinnengrab aus und macht eine sensationelle Entdeckung: Schon sehr früh herrschte eine Frau über das Land am Nil.
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Die Pharaoninnen
Die polnische Ägyptologin Anastasiia Stupko-Lubczynska untersucht Wandmalereien aus der Kapelle für die mächtige Königin Hatschepsut, die als männlicher Pharao herrschte (Hatschepsut Tempel in Luxor, Ägypten, 23.10.2025).
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Die Pharaoninnen
Die französische Ägyptologin Axelle Brémont erforscht über 5.000 Jahre alte Gravuren, die die Menschen am Vulture Rock, auch Geierfelsen genannt, im Süden Ägyptens hinterließen. (El-Kab Vulture Rock in Nekheb, Ägypten, 24.10.2025.)
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Die Pharaoninnen
Die ägyptisch-deutsche Neurowissenschaftlerin Radwa Khalil erforscht den Einfluss historischer Frauen auf moderne Geschlechterrollen.
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Die Pharaoninnen
Radwa Khalil im Inneren einer Grabkammer, die für die Pharaonin Tausret im Tal der Könige angelegt wurde.
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Man kennt Nofretete und Kleopatra, vielleicht auch noch Hatschepsut dank ihres gut erhaltenen Tempels. Doch wo blieben all die anderen Frauen aus dem alten Ägypten? - Eine ARTE-Doku klärt auf.

Welche Rolle spielten Frauen in der Hochkultur des alten Ägypten? Warum weiß man heute so wenig über sie? Sicher, man kennt die Namen Kleopatra, Nofretete und vielleicht auch noch Hatschepsut, die sich als Mann stilisierte und dafür sicherlich Gründe hatte. Sie ist bekannt dank ihres gut erhaltenen Säulentempels. Auch, wenn der Filmtitel "Frauen, die das Reich Ägypten formten" etwas hochtrabend gewählt ist, zeigt die tief schürfende, archäologisch ausgerichtete NDR-Produktion von Christiane Streckfuß (ARTE-Erstsendung) doch, dass Frauen im alten Ägypten bereits vor 5.000 Jahren eine wichtige Rolle spielten. Möglicherweise könnten benachteiligte Frauen aus arabischen Ländern noch heute von ihnen lernen, behauptet eine junge Ägyptologin im Film.

Was die Pharaoninnen betrifft, so waren sie zumeist zunächst Regentinnen, die nach dem Tod ihrer Männer anstelle ihrer noch kindlichen Söhne das Land regierten und dann an die Stelle des Pharaos traten. Achtung wurde ihnen aber auch so entgegengebracht. Das beweisen den Film-Ägyptologinnen nicht zuletzt die vielen Darstellungen - von Alltags- bis zu Opferszenen, mit denen die Innenräume von Pyramiden und Tempeln ausgestattet wurden.

Alles andere ist emsige Kleinarbeit: Noch aus dem kleinsten Knochen und den dünnsten Scherben lassen sich Frauenschicksale ertüfteln. Leichter hat es da allenfalls, wer die Felszeichnungen am Geierfelsen in Südägypten betrachtet - möglicherweise mit der ersten Darstellung eines Geschlechtsverkehrs überhaupt. In der Arbeitersiedlung im Tal der Könige kümmerten sich Frauen um die Organisation des Alltagslebens, während die Männer Pyramiden bauten oder sie zeichnend und malend ausgestalteten. Vieles ist dennoch im Dunkel der Geschichte entschwunden. Die Feststellung, dass die frühen Ägypterinnen mehr Rechte als Frauen in jeder anderen antiken Gesellschaft hatten, kommt nolens voelens etwas zu kurz.

Die Pharaoninnen - Frauen, die das Reich Ägypten formten - Sa. 29.08. - ARTE: 20.15 Uhr

Quelle: teleschau – der mediendienst