Anlässlich des großen Jubiläums plauderten zahlreiche "Star Trek"-Stars aus dem Nähkästchen. Unter anderem verrieten sie, wie chaotisch es am Set zugegangen ist, wer ein "Ar..." war und unter welchen kuriosen Umständen sie an ihre Rollen kamen.
Am 8. September 2026 feiert Star Trek sein großes Jubiläum: 60 Jahre Weltraum, unendliche Weiten und die Abenteuer diverser Raumschiffe und ihrer Crews. Im Fernsehen widmen mehrere Sender Teile ihres Programms dem von Gene Roddenberry entworfenen Sci-Fi-Universum, allen voran Kabel Eins und TELE 5.
Letzterer zeigt an sechs Tagen über 60 Stunden "Star Trek" - garniert mit kurzen Interviews, die der Sender mit Stars wie William "James T. Kirk" Shatner, Jonathan "William T. Ryker" Frakes oder Marina "Deanna Troi" Sirtis geführt hat. Ein paar der spannendsten Anekdoten und Sprüche gibt's hier vorab.
"Hier habt ihr Geld, macht alles nochmal neu"
William Shatner, alias Captain James T. Kirk in "Raumschiff Enterprise", spricht über die ungewöhnlichen Anfänge von "Star Trek": "[Gene] Roddenberry drehte eine einstündige Folge von 'Star Trek', einen sogenannten Piloten. Den zeigt man den Senderbossen, und die entscheiden dann normalerweise sofort: 'Das ist spannend, das wollen unsere Zuschauer sehen', oder sie winken ab 'Nein danke, kein Interesse.' Aber in diesem Fall passierte etwas, das ich so noch nie erlebt habe. Sie sagten: 'Die Qualität überzeugt uns nicht, aber die Idee ist genial. Hier habt ihr Geld, macht alles nochmal neu.' Da bekam ich die Anfrage, den Captain zu spielen."
So bekam Q die Rolle als Gott
John de Lancie, alias Q in "Star Trek: The Next Generation" und weiteren Serienablegern, verrät. dass er seine Rolle eigentlich einer Leistung in einer ganz anderen Serie zu verdanken hat: "Meine Agentin sagte: 'Du hast morgen ein Vorsprechen für 'Star Trek'. Da steht nur Q, sicher ein Tippfehler.'" Deshalb sei de Lanci nicht aufgetaucht. Zu Ende war die Geschichte damit aber nicht.
"Eine Woche später meinte meine Agentin, ein Produzent von dort würde immer wieder nach mir fragen. Also ging ich doch hin, und als ich nach dem Vorsprechen auf dem Weg nach draußen war, fing mich ein Mann an der Tür ab. Er sagte: 'Ich bin der Produzent, der immer wieder anruft. Sie haben die Rolle, ich will mich revanchieren.' Ich war verwirrt. Er sagte: 'Vor vier Jahren lag ich nach einer schweren Herz-OP flach. Und jeden Tag um 13:00 Uhr ...' - als er das sagte, dämmerte es mir, denn ich spielte in einer Soap mit. Er sagte: 'Sie brachten mich zum Lachen, als ich dachte, ich sterbe. Dafür will ich mich revanchieren.' - So bekam ich die Rolle."
Hoffnung in der existenziellen Krise
William Shatner, alias Captain James T. Kirk in "Raumschiff Enterprise", sieht die Welt nicht weit von einer existenziellen Krise entfernt, die mit den Werten hinter "Star Trek" gemeinsam zum Guten gewendet werden könnte: "Wenn wir Menschen uns gegenseitig auslöschen, sind unsere Spuren in 1.000 Jahren vergessen. Ohne uns wäre die Erde wahrscheinlich besser dran. Aber 'Star Trek' setzt voraus, dass wir diese Krise überwinden - mit eben dem Wissen und der Fantasie, die sie uns überhaupt erst eingebrockt haben. Es ist ein Versprechen, dass etwas Gutes geschieht. Das ist 'Star Trek'."
Der wahre Retter von "Star Trek: Deep Space Nine"
Armin Shimerman alias Quark in "Star Trek: Deep Space Nine" spricht darüber, wie eine Figur aus "Star Trek: The Next Generation" die Serie rettete: "Wir waren nicht wie 'The Next Generation'. Wir hatten gar kein Raumschiff. Jahrelang kannte kein Mensch 'Deep Space Nine', das war sehr enttäuschend. Mit Michael [Dorn] schickten sie uns quasi den großen Bruder zu Hilfe. [Seine klingonische Figur] Worf holte viele Zuschauer zurück. Und als wir mit der 'Defiant' dann auch endlich ein Schiff bekamen, funktionierte die Serie. Inzwischen hat die Serie so manches Fan-Herz erobert."