Sie konnte bereits vor "Seinfeld" - etwa in Woody Allens "Hannah und ihre Schwestern" (1986) und im Weihnachtsfilmklassiker "Schöne Bescherung" (1989) - auf der großen Leinwand überzeugen: 2013 stand Julia Louis-Dreyfus gemeinsam mit "Sopranos"-Star James Gandolfini für die wunderbar leichtfüßige Liebeskomödie "Genug gesagt" vor der Kamera.
Ihre größten Erfolge feierte Julia Louis-Dreyfus aber in ihrem angestammten Terrain: Für ihre Hauptrolle in der Sitcom "The New Adventures of Old Christine" (2006-2010) gewann sie den Emmy, für ihre Darstellung einer (Vize-)Präsidentin in der Politsatire "Veep" erhielt die begehrte TV-Auszeichnung sogar sechsmal in Folge.
Zuletzt schloss sie sich dem "Marvel Cinematic Universe" an: In "Black Widow" (2021) und "Black Panther: Wakanda Forever" (2022) hatte sie zunächst nur Cameo-Auftritte, in der Disney+-Serie "The Falcon and The Winter Soldier" war sie in zwei Folgen als Contessa Valentina Allegra de Fontain zu sehen, zuletzt spielte sie die Rolle in "Thunderbolts" (2025).
George Costanza (Jason Alexander)
Er ist klein, geizig, neurotisch veranlagt und (lange Zeit) erfolglos im Arbeitsleben: Jerrys Schulfreund George ist nicht unbedingt ein Sympathieträger. Man lacht und leidet dennoch gerne mit ihm - etwa, wenn er wegen Geldnot wieder bei seinen Eltern einziehen muss.
Jason Alexander war bereits vor "Seinfeld" ein bekanntes Multitalent: Er spielte in Theater- und Musicalproduktionen am Broadway, unvergessen ist auch sein Kino-Auftritt als schmierig-übergriffiger Anwalt in "Pretty Woman". Und auch im Fernsehen überzeugte er in unterschiedlichen Rollen, etwa als Alien in der "Star Trek: Voyager"-Folge "Think Tank".
Trotz seiner zahlreichen Talente: Einen Erfolg wie "Seinfeld" konnte Jason Alexander allerdings nie wieder feiern. Als Synchronsprecher und (wiederkehrender) Gaststar in zahlreichen TV-Serien wie "Two and a Half Men", "Friends", "Community", "The Grinder" und "Young Sheldon" ist er aber bis heute gefragt.
Cosmo Kramer (Michael Richards)
Er hat nie einen richtigen Job, schlägt sich aber bestens durch und ist im besten Sinne ein Lebenskünstler: Wenn Jerrys Nachbar Kramer (Michael Richards) - sein Vorname Cosmo wird erst in Staffel 6 auf die amüsanteste Art enthüllt - durch die Tür stürmt, hat er in der Regel eine unglaubliche Geschichte auf Lager.
Auch Michael Richards' weitere Karriere litt unter seiner unvergesslichen "Seinfeld"-Figur: Die "The Michael Richards Show" etwa, in der er einen schusseligen Polizisten spielte, wurde nach nur wenigen Folgen abgesetzt. Richards war in der Folge hauptsächlich wieder auf Stand-up-Bühnen zu sehen, bis es 2006 zum Eklat kam.
In einer seiner Stand-up-Shows beleidigte er spät eintreffende Zuschauer rassistisch, ein Gast hatte die Entgleisung mitgefilmt. Richards entschuldigte sich und erklärte seine Karriere für beendet. Ganz verschwunden ist er allerdings nicht: Er war bei seinem Ex-Kollegen Seinfeld in "Comedians auf Kaffeefahrt" zu Gast und spielte 2019 eine kleine Rolle in der Liebeskomödie "Faith, Love & Hope". 2024 veröffentlichte er mit "Entrances and Exits" seine Autobiografie.
Quelle: teleschau – der mediendienst