Joachim Llambis Urteil gilt bei "Let's Dance" meist als unumstößlich. Doch eine Profitänzerin lässt die scharfe Kritik an ihrem Partner nicht einfach so stehen und verteidigt sein Können auf dem Parkett.
In der siebten Live-Show der beliebten RTL-Tanzshow wird es nostalgisch: Das Parkett verwandelt sich unter dem Motto "Iconic Let's Dance Dances" in eine Zeitmaschine, auf der die Stars den unvergessenen Sternstunden der Show-Geschichte neues Leben einhauchen.
Den Auftakt machen Bianca Heinicke und Zsolt Sándor Cseke mit einem Charleston zu "Dick & Doof". Doch die großen Fußstapfen von Alexander Klaws füllt das Paar nur teilweise aus. "Ich hätte mir gewünscht, dass man etwas ausführlicher ist in der Ausführung der Schritte", kritisiert Joachim Llambi mit gewohnt strenger Miene. Ihm fehlt schlichtweg die schauspielerische Tiefe, die diesen Tanz ausmacht. Das ernüchternde Ergebnis: Nur 23 Punkte für die beliebte Influencerin.
Kathrin Menzinger widerspricht Joachim Llambi: "Muss mal verteidigen"
Noch turbulenter geht es bei Jan Kittmann und Kathrin Menzinger zu. Ihre Salsa zu "Locos los Dos", angelehnt an die Performance von Vanessa Mai, ist zwar sehenswert, lässt Joachim Llambi aber technisch unbeeindruckt. "Ich sag's in aller Deutlichkeit: Es war nicht gut getanzt. Ich hab immer so ein Zucken gesehen. Ich habe gedacht, wo haben sie denn jetzt was angeschlossen?", urteilt der Chefjuror kritisch über die Bewegungsabläufe des GZSZ-Stars.
Kathrin Menzinger möchte dieses Urteil jedoch nicht so stehen lassen. Sie stellt sich schützend vor ihren Tanzpartner und erklärt die Schwierigkeit der Choreografie: "Ich muss mal kurz verteidigen, weil die Tanzschritte waren eine extrem anspruchsvolle Kombination. Das waren nicht einfach nur Grundschritte." Um Llambi von Jans technischem Fundament zu überzeugen, bittet sie ihn um einen kurzen Tanz. "Zeig es ihm!", fordert sie den Schauspieler auf. Doch auch die folgende Demonstration ändert nichts an der harten Wertung der Jury, die am Ende lediglich 23 Punkte vergibt.
Jury verteilt gleich zweimal die Höchstpunktzahl
Ganz andere Töne schlägt die Jury bei Anna-Carina Woitschack an. Gemeinsam mit Evgeny Vinokurov lässt sie den Wiener Walzer von Valentina Pahde wiederauferstehen. Die Eleganz der Darbietung ist so beindruckend, dass Llambi sogar zur Zehnerkelle greift. Das Ergebnis von 28 Punkten befördert das Duo direkt in die Spitzengruppe des Abends.
Noch eine Schippe drauf legen Milano und Marta Arndt. Ihr Jive zu "Don't Worry Be Happy" sprüht vor Energie und Lebensfreude. Das Publikum hält es nicht mehr auf den Sitzen - Standing Ovations und tosender Applaus sind die logische Folge. Die Jury zückt geschlossen die Höchstwertung: 30 Punkte.
Nadja Benaissa und Vadim Garbuzov sorgen wenig später für den nächsten Gänsehautmoment und die zweite Höchstpunktzahl des Abends: Ihr Contemporary zu "Crazy in Love" entfacht eine solche Leidenschaft, dass Joachim Llambi fast mit dem Reglement hadert: "Echt schade, dass ich nur zehn Punkte geben kann." Währenddessen rekelt sich Jorge González sorglos auf dem Bühnen-Equipment, auf dem eben noch der "No Angels"-Star performte. Der Anblick des Juroren scheint ihr aber offenbar zuzusagen. "Sehr sexy", kommentiert sie schmunzelnd.