Gewünscht wurden 80 Euro. Trotz vorhandener Vergleichsstücke schätzte der Experte den Wert aber höher auf 150 bis 200 Euro ein. Die Verkäuferin zeigte sich erfreut, während Lichter noch wissen wollte, was das Original kosten würde? Laut Schulte-Goltz "unbezahlbar" - vermutlich jedoch im sechsstelligen Bereich.
"Jetzt kannst du dich immer selbst verteidigen, Waldi"
"Cool", staunte Liza Kielon, als die Kopie auf der Händlertheke landete. Julian Schmitz-Avila erkannte jedoch sofort anhand der Rückseite, dass es sich nicht um kein Original handelte, sondern um eine Arbeit aus dem 19. Jahrhundert. "Das ist wirklich gut gemacht", räumte er ein - auf ein Gebot verzichtet er aber lieber.
Als Kind hätte sich Schmitz-Avila wohl noch über das Schild gefreut, doch "aus dem Kind ist ein kluger Kaufmann geworden". Deshalb reichte er die Replik augenzwinkernd an Walter Lehnertz weiter - schließlich "zieht Waldi öfter in die Schlacht". Ganz in seinem Stil bot der Händler daraufhin seine bekannten 80 Euro.
Selbst die Information, dass sich das Originalschild im Louvre befand, sorgte nicht für mehr Gebote. "Aber 80 Euro sind in Ordnung", erklärte die Verkäuferin. "Die Schlacht kann beginnen", freute sich Händler Lehnertz über sein Schild und Händlerin Kielon nickte schmunzelnd: "Jetzt kannst du dich immer selbst verteidigen, Waldi."
Als weiteres Objekt der Sendung wurde eine limitierte Uhr von Sinn in Kooperation mit Mazda (2004, 888 Stück) von Experte Detlev Kümmel auf 2.000 bis 2.500 Euro geschätzt. Trotz des Wunschpreises von 2.500 bis 3.000 Euro wurde der Chronograph an Fabian Kahl für 1.700 Euro verkauft.
Hädndler Fabian Kahl zahlt für Kakadu 240 Euro
Ein Kakadu der Großherzoglichen Majolika-Manufaktur Karlsruhe datierte Colmar Schulte-Goltz den Entwurf nach 1911 von Emil Pottner. Gewünscht wurden 50 bis 100 Euro für das ehemalige Wichtelgeschenk. Doch der Experte schätzte 280 bis 390 Euro und Händler Fabian Kahl zahlte 240 Euro.
Detlev Kümmel datierte fünf Schulrollkarten, die mit Siebdruck auf Leinenstoff vom Verlag Hagemann in Düsseldorf gefertigt worden waren, ab 1956 bis in die 1970er Jahre. Gewünscht wurden 150 Euro, Kümmel taxierte 150 bis 250 Euro, doch Händlerin Liza Kielon zahlte nur 100 Euro - denn nur die älteren Exemplare waren sammelwürdig.
Ein Art-déco-Collier datierte Wendela Horz um 1920. Für den feinen Schmuck aus Platin und Silber mit Brillanten (0,2 Karat) wünschte sich die Verkäuferin 800 bis 1.000 Euro. Horz schätzte den Wert nur auf 600 bis 700 Euro. Julian Schmitz-Avila zahlte am Ende sogar 900 Euro für "den Evergreen".
Quelle: teleschau – der mediendienst