Zwischen Heimweh und Langeweile: Im zweiten Teil des "Goodbye Deutschland"-Specials "Auswanderer-Kids: Jetzt reden wir!" wurde erneut deutlich, wie sehr die Sprösslinge der Auswanderer-Paare mitunter unter den Entscheidungen ihrer Eltern litten. Doch die VOX-Dokusoap zeigte auch Lichtblicke ...
Erst war es Samuel (heute 19), nun Aaron (heute 16): Teil 2 des "Goodbye Deutschland"-Kids-Specials - auf den Fans der VOX-Dokusoap gut ein Jahr warten mussten - zeigt in Clips aus verschiedenen Zeiten, wie die beiden Heidtke-Brüder damit zu kämpfen hatten, sich in ihren jeweiligen Internaten mit all ihren Regeln einzugewöhnen.
Ende 2014 waren die beiden mit ihren (mittlerweile getrennten und zerstrittenen) Eltern Olaf (58) und Marie Heidtke (45) nach Südafrika ausgewandert, ihre jüngere Schwester Emily (10) wurde dort geboren. Rückblicke aus verschiedenen Jahren beleuchteten nun die Probleme der Jungs, außerdem die von Kiana Gülpen, der mittlerweile 18-jährigen Tochter von Mallorca-Auswanderin Deniz Gülpen (57).
Weil es in der Nähe der Farm ihrer Eltern keine weiterführenden Schulen gab, mussten die Brüder aufs Internat - aufgrund ihrer unterschiedlichen Interessen und Begabungen entschieden sich die Eltern allerdings für verschiedene Einrichtungen. Ein Rückblick, über den der 16-jährige Samuel in der Folge im Nachhinein lachte, zeigte ihn mit zwölf Jahren bei einem Wutanfall - er wollte partout nicht auf die Farmerschule, auf die seiner Ansicht nach nur "dumme Jungen" gingen: "Wenn sie mich dahin schickt, tue ich alles, um da wieder rauszukommen", kritisierte er die Schulwahl seiner Mutter.
Sein kleiner Bruder Aaron wusste, dass er keine Chance haben würde - der damals Neunjährige brachte es auf den Punkt: "Monkey say, monkey do: Mama sagt, und Samuel muss es tun." Klang bitter, doch einige Jahre später fühlte sich der Junge dann doch wohl in seinem Internat - manchmal wissen Eltern vielleicht wirklich, was das Beste für ihre Kinder ist.
Zwischen Härte und Über-Fürsorge
Ob Marie auch diesmal richtig lag? Die Folge zeigt auch den 13-jährigen Aaron, der nun derjenige war, der mit seinem Internat nicht klarkam und die Wochenenden mit seiner Familie herbeisehnte - von denen er, wenn es nach Marie ging, jedoch jedes vierte lieber in der Schule verbringen sollte, um besser Anschluss zu finden. Gewählt hatte sie das Internat aufgrund der fachlichen Schwerpunkte, die seinem Berufswunsch Tierarzt entgegenkamen. Sie hielt es für "'ne ganz gute Life Lesson", wenn er lernte sich durchzubeißen und sich zu sagen: "Das ist notwendig, um aus meinem Leben was zu machen."
Auf Mallorca indes hätte Kiana sich zwischendurch gewünscht, sich öfter mal alleine durchbeißen zu dürfen: Ihre Mama Deniz war ihr oft viel zu behütend: "Leider begreift sie nicht, dass ich keine acht mehr bin!" Das Leben auf Mallorca empfand die in der Folge 15- und später 16-Jährige als "so langweilig" und war froh, als sich ihr eine Chance bot, mal rauszukommen: Für Designerin Pia Bolte (48) sollte sie als Model auf der New York Fashion Week laufen! Tatsächlich machte sie dort eine gute Figur und erhielt viel Lob - der Preis dafür war allerdings eine dauerbesorgte Mutter, die sie zwischendurch sogar an den Toilettengang erinnerte.
Die Teenies heute
Geschadet scheint es der Mutter-Tochter-Beziehung allerdings nicht zu haben - erst kürzlich zeigte Deniz auf Instagram die liebevolle Geburtstags-Videobotschaft ihrer Tochter, in der diese bekundete, sich "keine bessere Mutter wünschen" zu können. Statt einer Model-Laufbahn scheint sie inzwischen allerdings eine Karriere als Tattoo-Künstlerin anzustreben.