Von wegen Studentenessen: An Tag 4 von "Das perfekte Dinner" (VOX) in Kiel überzeugt "Küken" Krissy (26) ihre Gäste mit spannenden Aromen und frisch gezapftem dunklem Bier. Nur Moritz wagt einen Alleingang - und holt aus der Kneipe gegenüber sein eigenes Pils.
"Studentenessen": Das klingt für viele nach Fertignudeln mit Ketchup, für Patrick (31) auch nach "Studentenbude und Party" und für Moritz (34) gar nach "Underdog". Gilt aber nicht für Kristina alias Krissy (26). "Ich kenne niemanden, der wie Krissy in diesen jungen Jahren so viel Zeit mit Kochen verbracht hat", schwärmt Schnippelhilfe Pauline (26) von ihrer besten Freundin.
Nicht nur jobbt Krissy neben ihrem Studium der Multimedia-Production in einer Craftbeer-Brauerei - sie ist seit vielen Jahren "Das perfekte Dinner"-Fan ("Habe ich lieber gesehen als Kinderfernsehen, man konnte so schön in andere Häuser reingucken"). Ihre Wohnung ist außerdem "so clean und modern", staunt Jessica (29). Steffi (42) war sich ohnehin von Beginn an sicher: "Unser Küken knallt einen raus." Dabei bezeichnet Krissy ihren Ansatz eher als "sentimental": "Kochen und essen ist für mich Zusammengehörigkeit."
Motto: Modern Classics
- Vorspeise: Mit Gorgonzola und Walnüssen überbackene Birne, beträufelt mit Honig, dazu Kartoffel-Salbei-Chips
- Hauptspeise: Lauwarmes Lachs-Carpaccio mit Honig-Senf-Marinade, Radicchio, Schnittlauchöl, Kartoffel und Birne, sowie einer Sahne-Schnittlauch-Sauce
- Nachspeise: Honig-Thymian-Lavendel-Cheesecake mit gedörrten Birnenchips, dazu Amaretto
"Da könnte ich mich reinlegen und mich drin suhlen"
Mit Lachs vom Kieler Wochenmarkt, No-Bake-Cheesecake mit handgeschöpftem Joghurt und speziellem "Löffelgorgonzola" ("Der ist milder und cremiger") zeigt Krissy mit ihrem Menü viel Bewusstsein für Zutaten. Beim Blick auf die Karte freut sich Moritz allerdings "am meisten auf den Amaretto Sour" zum Dessert. "Mir fällt nichts anderes ein als: krass", ist auch Jessica beeindruckt.
Krass ist auch Krissys Getränke-Organisation: Aus der Kneipe gegenüber schleppt sie ein Fass dunkles, malziges "Stout"-Bier bis in ihre Dachgeschosswohnung (natürlich ohne Aufzug). "Zapfen bringt halt Spaß", so die Gastgeberin. Außerdem passe das Stout gut zum roten Faden ihres Menüs, der Birne: "In meiner Vorstellung mag die jeder."
Das gilt leider nicht fürs Hauptgetränk: "Ich mag kein dunkles Bier", gibt Moritz zu und entschwindet kurz in die Kneipe, um sich mit zwei Gläsern Pils zu versorgen. Patrick hingegen freut sich über "Bier for free" und mit dem Lachs-Carpaccio in Honig-Senf-Marinade über die "erste Hauptspeise, die ich nicht nachwürzen muss".