ESC setzt sogar FBI ein: Angespannte Sicherheitslage bei Contest erwartet

1 Min
ESC setzt sogar FBI ein: Angespannte Sicherheitslage bei Contest
Neben dem FBI sind beim Eurovision Song Contest in Österreich mehrere Hundert Polizisten in Uniform und in Zivil im Einsatz.
ESC setzt sogar FBI ein: Angespannte Sicherheitslage bei Contest
Julia Demaree Nikhinson/dpa (Archivbild); Hans Klaus Techt/APA/dpa; Collage: inFranken.de

Beim Eurovision Song Contest in Wien gelten strenge Sicherheitsmaßnahmen. Demonstrationen und höchste Vorsicht prägen das internationale Musikereignis.

Am Tag des Finales des Eurovision Song Contests (ESC) in Wien, dem 16. Mai, werden Stör- und Blockadeaktionen erwartet. Für diesen Tag ist bereits eine Demonstration angemeldet, zu der etwa 3000 Menschen aus dem pro-palästinensischen Umfeld kommen sollen. Das berichtete Xenia Zauner, die Einsatzleiterin der Landespolizeidirektion Wien. Es sei aber von weiteren Aktionen auszugehen. Auch aus dem Ausland würden wohl Demonstranten anreisen.

Die Behörden erklärten, dass umfangreiche Vorkehrungen getroffen wurden, um die Sicherheit der Besucher und Delegationen des ESC zu gewährleisten. Täglich seien mehrere Hundert Polizisten in Uniform und in Zivil im Einsatz. Auch die Kräfte der Spezialeinheit Cobra sollen für Schutz sorgen.

ESC-Halle ist Hochsicherheitszone - FBI mit eigener Taskforce

Besonders für den Bereich Cybersicherheit würden die österreichischen Behörden mit dem FBI zusammenarbeiten, das in New York eine eigene Taskforce für die ESC-Woche bereithalte, sagte der Vizepräsident der Landespolizeidirektion, Dieter Csefan. Die Stimmung rund um den Song Contest ist seit Monaten aufgeladen. Aus Protest gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen und seine ESC-Teilnahme boykottieren fünf Länder den diesjährigen Wettbewerb

Um die Gefahr eines Anschlags oder einer Störung zu minimieren, wird die Polizei nach eigenen Angaben bis zum Beginn des ESC rund 16.000 Menschen überprüft haben, die in irgendeinem Zusammenhang mit dem Mega-Event stehen. Das gelte vor allem für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen privater Sicherheitsdienste, sagte Csefan. 

Die Stadthalle als Ort der Shows ist seit geraumer Zeit eine Hochsicherheitszone, vergleichbar mit einem Flughafen. Sprengstoffspürhunde waren und sind im Einsatz. Das Augenmerk der Polizei gilt auch den Garagen im Umfeld der Veranstaltungsorte. Autofahrer, die diese Garagen und Parkhäuser benutzen wollen, müssen mit Kontrollen rechnen. 

Zweithöchste Sicherheitsstufe in Österreich - Taschen auf Rathausplatz verboten

Im ESC-Village am Rathausplatz werden an den Tagen der Halbfinals und vor allem des ESC-Finales bis zu 30.000 Menschen erwartet. Auch hier gilt, dass Besucher an diesen Tagen keine Taschen mitbringen dürfen. In Österreich herrscht seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas und anderer Gruppen auf israelische Bürger im Oktober 2024 die zweithöchste Sicherheitsstufe. Eine konkrete Terrorgefahr gebe es aber nicht, hieß es.

Der 70. ESC beginnt praktisch mit dem Einzug der Delegationen in das ESC-Village am 10. Mai. Am 12. und 14. Mai werden die Halbfinals ausgetragen. Das Finale verfolgen erfahrungsgemäß rund 170 Millionen Zuschauer im TV. Nach dem Sieg des Countertenors JJ in Basel ist Wien zum dritten Mal Ort des Musik-Spektakels. Diesmal schickt Österreich den 19 Jahre alten Sänger Cosmó mit dem Song "Tanzschein" ins Rennen.

Deutschland ist mit der Sängerin Sarah Engels und dem Song "Fire" vertreten. Trotz Kopie-Vorwürfen kurz nach ihrer Ernennung ist sie voller Euphorie: "Ich bin total dankbar, ich bin aufgeregt und ich freue mich auf diese wahnsinnige Reise jetzt", teilte sie in einer Instagram-Story mit. Es fühle sich unreal an, "dass ich einfach mein ganzes Land vertreten darf, in dem ich lebe".

Wie wir künstliche Intelligenz einsetzen