In "Enola Holmes 3" bei Netflix zeigt die kleine Schwester des berühmten Meisterdetektivs erneut, was in ihr steckt, während Prime Video mit "Elle" die Vorgeschichte der ikonischen Filmkomödie "Natürlich Blond" erzählt. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Millie Bobby Brown und Netflix: Diese Zusammenarbeit ist seit "Stranger Things" ein Erfolgsgarant. Ein halbes Jahr nach dem Ende der Sci-Fi-Mysteryserie der Duffer Brüder kehrt die 22-Jährige nun in ihrer zweiten großen Rolle beim Streamingriesen zurück. In "Enola Holmes 3" wird sie abermals als titelgebende Detektivin ein kniffliges Rätsel knacken. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
"Enola Holmes 3" - Netflix
Basierend auf der gleichnamigen Romanreihe von Nancy Springer erzählt "Enola Holmes" von der kleinen Schwester des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, der wiederum aus den Romanen von Arthur Conan Doyle entstammt. Im ersten, 2020 erschienenen Film musste Enola Holmes (Millie Bobby Brown) ihre verschwundene Mutter Eudoria Holmes (Helena Bonham Carter) suchen. Zwei Jahre später gründete sie nach Vorbild ihres berühmten Bruders (Henry Cavill) in "Enola Holmes 2" eine eigene Detektei. In "Enola Holmes 3" (ab Mittwoch, 1. Juli, bei Netflix) sind es nun abermals private Verstrickungen, die die Detektivin herausfordern.
Dabei beginnt die Geschichte recht harmonisch: Enola genießt die Zweisamkeit mit ihrem Partner in vollen Zügen, als Tewkesbury (Louis Partridge) sie mit einem Heiratsantrag überrascht. Die Vermählung soll auf Malta stattfinden. Doch auf dem Weg zum Traualtar erreicht Enola eine schreckliche Nachricht: "Sherlock ist entführt worden", berichtet Dr. Watson (Himesh Patel). Nun liegt es an Enola, ihren großen Bruder zu befreien.
"Enola Holmes 3" wird von Philip Barantini inszeniert. Der britische Regisseur, der für die Emmy-prämierte Miniserie "Adolescence" über einen minderjährigen Mörder viel Lob erhielt, übernimmt von Harry Bradbeer, der bei den ersten beiden Filmen Regie führte. Das Drehbuch stammt abermals von Jack Thorne ("Adolescence").
"Elle" - Prime Video
Eine waschechte Blondine mit Vorliebe für rosafarbene Porsches, eigenwillige Mode und Schoßhündchen zieht aus, um der Welt zu zeigen, dass sie mehr kann, als nur Papas Kreditkarte zu zücken: "Natürlich Blond" mit der unvergleichlichen Reese Witherspoon in der Hauptrolle ist eine der ikonischsten Filmkomödien der 2000er-Jahre. Und weil im Streamingzeitalter vieles, was einmal erfolgreich war, eine zweite Chance bekommt, stöckelt Elle Woods ab Mittwoch, 1. Juli, bei Prime Video wieder los: "Elle" erzählt in acht Folgen von den Highschool-Jahren, die sie dort verbringen muss, wo die Farbe Pink völlig fehl am Platz ist. Doch ist das wirklich nötig?
Wer sich daran erinnert: Im Seattle der 1990er-Jahre hatte man mit farbiger Fröhlichkeit wirklich nicht viel am Hut. Elle Woods, die von der umwerfenden Neuentdeckung Lexi Minetree gespielt wird, muss trotzdem in die Hauptstadt des Grunge ziehen. Dorthin also, wo alles ein bisschen melancholischer und abgeranzter ist. Für Elle ist das natürlich ein Kulturschock, umso mehr, als die vom Weltschmerz gebeutelten Kids der neuen Schule ihren pinken Optimismus - anfangs nicht zu Unrecht - für leichtfertige Oberflächlichkeit halten.
Doch unterschätzen sollte man die Blondine nicht. Sie kämpft in der recht archetypisch angelegten Highschool-Serie mit entwaffnender Fröhlichkeit dafür, dass Frauen nicht wegen ihres Geschlechts und ihrer Haarfarbe abgestempelt werden. Nicht zuletzt Reese Witherspoon, die als Produzentin im Hintergrund die Strippen zieht, sorgt dafür, dass diese Kernbotschaft von "Natürlich blond" weiter in die (ziemlich einfältige Männer-)Welt getragen wird. Nötig ist das nämlich leider auch 25 Jahre nach dem Kinostart noch. Und damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob ein "Natürlich blond"-Prequel unbedingt nötig war.