Mit "Das Kanu des Manitu" zeigt RTL+ die Fortsetzung zu Michael "Bully" Herbigs Kassenschlager "Der Schuh des Manitu", während Prime Video mit "Stromberg - Wieder alles wie immer" das Comeback der berühmten Büro-Mockumentary feiert. Welche Streaming-Highlights die kommende Woche noch bereithält, verrät die Übersicht.
Kaum zu glauben, aber wahr: Knapp 25 Jahre ist es nun schon her, dass Michael "Bully" Herbig mit seiner Westernparodie "Der Schuh des Manitu", basierend auf einer Sketchreihe aus seiner Comedy-Show "Bullyparade", einen gigantischen Leinwanderfolg hinlegte. Fast zwölf Millionen Zuschauer strömten damals in die Kinos und machten den Film zu einer der erfolgreichsten deutschen Produktionen überhaupt. Angesichts dieser Superlative ist es eigentlich erstaunlich, dass eine Fortsetzung so lange auf sich warten ließ. Für "Das Kanu des Manitu" hat der Filmemacher noch einmal viele bekannte Gesichter aus dem ersten Teil zusammengetrommelt. Mit mehr als fünf Millionen Besucherinnen und Besuchern ist auch dieser Film der erfolgreichste deutsche Film des Kinojahres 2025 sowie der erste deutsche Film, der die Marke knackte, seit "Das perfekte Geheimnis" aus dem Jahr 2019. Zu Ostern kommt der Film nun ins Streaming-Angebot von RTL+. Was die Streamer in den nächsten Tagen noch zu bieten haben, erfahren Sie in der Übersicht.
"Das Kanu des Manitu" - RTL+
2022 war Michael "Bully" Herbig letztmals mit einem eigenen Film auf der großen Leinwand vertreten. In "Tausend Zeilen" rekonstruierte er den Betrugsfall um den früheren Spiegel-Journalisten Claas Relotius, der im großen Stil Reportagen erfunden und sie als wahre Geschichten ausgegeben hatte. Wirklich gut kam Herbigs Aufarbeitung bei den Kritikern nicht weg. Zu flach das Drehbuch, zu zahnlos der Blick auf die Medienbranche - so das fast einhellige Urteil.
Mit der Fortsetzungskomödie "Das Kanu des Manitu" (ab Sonntag, 5. April, RTL+) begibt sich der gebürtige Münchener nun auf vertrautes Terrain. Die spannendste Frage lautet dabei wohl: Funktioniert der Humor aus "Der Schuh des Manitu" auch heute, fast 25 Jahre später, noch? An Bullys Seite sind natürlich erneut seine alten Weggefährten Christian Tramitz und Rick Kavanian, mit denen der als Regisseur, Autor, Produzent und Hauptdarsteller auftretende Herbig das Drehbuch verfasste.
Abahachi (Herbig), der Häuptling der Apachen, und sein Blutsbruder Ranger (Tramitz) haben vor allem ein Ziel: Frieden und Gerechtigkeit verbreiten. Eine neue, aufstrebende Bande bringt das Duo allerdings gehörig ins Schwitzen. Mehr noch: Die Verbrecher locken die beiden in eine Falle, um sich das sagenumwobene Kanu des Manitu unter den Nagel zu reißen. Falsche Anschuldigungen bringen Abahachi und Ranger schließlich an den Galgen.
In letzter Sekunde werden sie jedoch von ihrem Freund Dimitri (Kavanian) und seiner neuen Fachkraft Mary (Jasmin Schwiers) gerettet. Alles bestens also? Eher nicht! Denn das bisher Geschehene entpuppt sich als großer Plan. Das Chaos geht erst richtig los. Und einmal mehr kommt es in Abahachis und Rangers neuem Abenteuer zu zahlreichen Missverständnissen und Meinungsverschiedenheiten.
"Stromberg - Wieder alles wie immer" - Prime Video
Und noch eine Kino-Fortsetzung eines in den 2000-ern beliebten Titels feiert nun Streaming-Premiere: "Stromberg - Wieder alles wie immer" (ab Sonntag, 5. April, Prime Video) knüpft an die mehrfach preisgekrönte Serie "Stromberg" (2004 bis 2012) aus der Feder von Ralf Husmann an. Die Büro-Mockumentary nach Vorbild der britischen "The Office"-Serie gehörte über Jahre zu den beliebtesten Sendungen im ProSieben-Programm. Viele Darsteller der Serie, allen voran Christoph Maria Herbst, wurden zu Stars. Nach fünf TV-Staffeln endete die Geschichte schließlich 2014 auf der großen Leinwand mit "Stromberg - Der Film". Filialschließung, Massenentlassungen bei der Capitol-Versicherung, Bernd Stromberg, der frühere Ressortleiter der Abteilung Schadensregulierung M bis Z, gefeuert. Was wohl aus all diesen Figuren wurde, aus Stromberg, Ernie, Ulf und Co. ..?
"Stromberg - Alles wieder wie immer", so heißt der neue Film. Ralf Husmann schrieb das Drehbuch, Arne Feldhusen führte Regie, das alte Kreativteam also. Neben Stromberg (Christoph Maria Herbst) selbst sind unter anderem auch Ernie (Bjarne Mädel), Ulf (Oliver Wnuk), Tanja (Diana Staehly), Jennifer (Milena Dreißig) und Lars (Laurens Walter) wieder dabei. Die Story: Noch viel extremer als in der Realität ist auch in der Filmwelt inzwischen ein Kult um Bernd Stromberg entstanden. Der Hype ist so groß, dass eine Fernsehproduktion Bernd Stromberg und vier seiner ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine Talkshow einlädt. Wie zu erwarten eskaliert das Wiedersehen schnell, und alte Rechnungen werden beglichen ...