Jahrzehntelang stand die auffällige Vase unbeachtet in einer Ecke, bis das Erbstück bei "Bares für Rares" für eine große Überraschung sorgt ...
In der Montagsausgabe der ZDF-Sendung "Bares für Rares" sorgte eine auffällige Vase für Gesprächsstoff. Die Verkäuferin selbst konnte mit dem farbenfrohen Stück wenig anfangen und auch als Horst Lichter das Objekt begeistert lobte, fragte sie ungläubig: "Echt?" Doch die größte Überraschung wartete im Händlerraum ...
Adelgunde und Siegmar aus Schwalbach besaßen die auffällige Schauvase bereits seit vielen Jahren. Ursprünglich gehörte das Stück der Großtante des Verkäufers, später ging es an seine Mutter über. Dort stand die Vase laut Siegmar "in einem ansehnlichen Haus, schön auf dem Parkettboden" und passte dort sehr gut rein.
Später bei Adelgunde fristete die Vase ein Schattendasein. "Bei mir hat sie zig Jahre nur in der Ecke gestanden", so die Verkäuferin. Entsprechend überrascht war sie, als Lichter das Objekt lobt: "Die sieht sehr schön aus." "Echt?", fragt die Verkäuferin. Doch Lichters Urteil stand fest: "Ich habe den großen Vorteil, ich muss nicht lügen."
Auch von Bianca Berding wollte Adelgunde wissen, ob die Vase tatsächlich so besonders war: "Ist sie wirklich so schön?" Und Berding antwortete: "Das ist eine Schauvase, die muss prachtvoll sein und will gesehen werden." Sie datierte das Stück aus Keramik mit Messingmontur aus der Bonner Steingutfabrik von Franz Anton Mehlem zwischen 1890 bis 1920.
Verkäuferin Adelgunde staunt über überraschende Expterise
Laut Berding war Franz Anton Mehlem auch im englischsprachigen Raum erfolgreich. Die bunte Schauvase war "sicher für den Export gedacht, denn der Jugendstil in Übersee durfte praller, bunter und lauter sein", erklärte die Expertin. Gerade die auffällige Gestaltung des Objekts spreche dafür, dass es einst für Kunden in den USA gefertigt wurde.
Auch der aufgemalte Torbogen sprach für den amerikanischen Markt. Durch den Trompe-l'œil-Effekt wirke die Darstellung so plastisch, als könne man "fast hindurchgehen". Für die Expertin ein klares Indiz: "Da sind wir ganz eindeutig in den USA." Besonders hervor hob sie, "das ist alles handgemalt." "Das gibt's nicht", staunte Adelgunde über das Lob.
Für ihre Vase wünscht sich das Paar 300 bis 400 Euro. Berding blieb jedoch etwas zurückhaltender und taxierte 200 bis maximal 300 Euro, denn "sie ist nicht mehr in Mode und braucht einen speziellen Käufer." Trotz der etwas niedrigeren Bewertung waren die beiden Verkäufer zufrieden und nahmen die Händlerkarte an.