"Alter Schwede, das blinkt wie bolle", staunte nun auch Lehnertz, als die Brosche genau unter die Lupe genommen wurde. "Ein schöner Brillant im Vollschliff, komplett ohne Einschlüsse", zeigte sich Steiger weiter begeistert und betonte auch die "hervorragende Farbe" des Edelsteins. Lehnertz rieb sich schon die Finger, denn das wird teuer, ahnte er.
Doch über die Form der kleinen Brosche wurde auch im Händlerraum kräftig gerätselt. Steiger sah darin eine Muschel, während sich Lehnertz deutlich kreativer zeigte: "Das ist ein Seepferdchen, das gerade im Mixer herumwirbelt." Markus Wildhagen war "echt überrascht" über die skurrile Deutung und lachte: "Uns fällt bestimmt noch was dazu ein."
Steiger startete mit 450 Euro, doch Lehnertz legte mit 500 Euro sofort nach. Auch Wildhagen und Friedrich Häusser stiegen ein und der Preis für die kotsbare Brosche kletterte schnell auf 850 Euro. Steiger gab sich aber nicht geschlagen und setzte noch einen drauf: 1.000 Euro - vor allem, weil der Mittelstein "so schön funkelt".
Damit stand Steigers Gebot außer Konkurrenz und Wildhagen gab zu: "Der Schmuck ist bei Susi am besten aufgehoben." Das Verkaufs-Paar war schon längst überzeugt, denn immerhin lag das Gebot "weit über unserem Wunschpreis", freute sich die Verkäuferin. "Besser kann es doch gar nicht laufen", staunte auch der Verkäufer - immer noch völlig überwältigt.
"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung
Als weitere Objekte der Sendung wurden ein altes Buch samt Back-Schablonen von Expertin Annika Raßbach auf 1925 datiert. Der Wunschpreis lag bei 80 Euro, geschätzt wurde das Set auf 100 bis 200 Euro. Im Händlerraum steigerten Susanne Steiger und Walter Lehnertz die Gebote auf 225 Euro - dafür erielt Lehnertz den Zuschlag.
Eine Porzellanfigur von Alfred König datierte Bianca Berding im Entwurf auf 1910, die bis 1924 von Meissen produziert wurde. Der Wunschpreis lag bei 1.500 Euro, doch die Expertin schätzte wegen einer Reparatur nur auf 600 bis 800 Euro. Im Händlerraum bot Friedrich Häusser nur 400 Euro und so nahm die Verkäuferin ihr Porzellan lieber wieder mit.
Expertin Raßbach vermutete den Glaskünstler Heinz Lilienthal als Künstler für den Mosaiktisch. Doch es fehlten Signatur und Herstellermarke. Für das 1960er-Jahre-Stück wünschte sich die Verkäuferin 400 bis 500 Euro, Raßbach schätzte nur 250 bis 300 Euro. Verkauft wurde dennoch: Markus Wildhagen zahlte am Ende 250 Euro.
Rezepa-Zabel datierte den schwarz emaillierten Trauerschmuck mit Mondstein und Diamantrosen aus 585er Gold um 1850 bis 1870. Gewünscht wurden 1.000 Euro. Doch bei einem Goldwert von 4.800 Euro taxierte die Expertin auf 5.000 bis 5.200 Euro. Händlerin Steiger zahlte letztlich sogar 6.000 Euro, denn: "Solche alten Stücke sind die Nadel im Heuhaufen."
Quelle: teleschau – der mediendienst