"Nicht so besonders": Peinliche Fehleinschätzung von "Bares für Rares"-Verkäufer

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"Bares für Rares"
Sara und Sebastian aus Mülheim an der Ruhr hielten ihre Brosche für wenig spektakulär und wollten sie ohne großes Bedauern bei Horst Lichter in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" abgeben. Doch in der ZDF-Trödelshow nahm die Geschichte eine überraschende Wendung - dank Expertin Heide Rezepa-Zabel ...
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"Bares für Rares"
"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die Brosche besonders ist", erklärte der Verkäufer und auch Ehefrau Sara nickte zustimmend. Dabei hatte ihr Großvater den Schmuck einst für die Großmutter gekauft. "Er hat sie sehr geliebt", erinnerte sie sich. Trotzdem urteilte ihr Mann hart über den "typischen Modeschmuck der 1970er": "Darf gerne gehen."
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"Bares für Rares"
Gewünscht wurden nun 500 Euro. Doch damit lag das Paar weit unter dem tatsächlichen Wert. Rezepa-Zabel taxierte 1.100 bis 1.300 Euro. Der Verkäufer war fassungslos, die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Auch die Verkäuferin konnte es kaum glauben: "Geplättet und total überrascht", war sie über den Wert des unterschätzten Erbstücks.
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"Bares für Rares"
"Bringst du da eine Schachtel Zigaretten mit?", musste Walter Lehnertz schmunzelnd nachhaken. Der Verkäufer schnaufte und meinte: "Leider nicht." Offenbar war ihm der Wert seines Goldschatzes noch nicht so richtig bewusst. Anders Susanne Steiger, die das Schmuckstück sofort als "außergewöhnlich und schön" lobte.
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"Bares für Rares"
Susanne Steigers Gebot stand außer Konkurrenz und Wildhagen gab zu: "Der Schmuck ist bei Susi am besten aufgehoben." Das Verkaufs-Paar war schon längst überzeugt, denn immerhin lag das Gebot "weit über unserem Wunschpreis", freute sich die Verkäuferin. "Besser kann es doch gar nicht laufen", staunte auch der Verkäufer - immer noch völlig überwältigt.
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"Bares für Rares"
Als weitere Objekte der Sendung wurden ein altes Buch samt Back-Schablonen von Expertin Annika Raßbach auf 1925 datiert. Der Wunschpreis lag bei 80 Euro, geschätzt wurde das Set auf 100 bis 200 Euro. Im Händlerraum steigerten Susanne Steiger und Walter Lehnertz die Gebote auf 225 Euro - dafür erielt Lehnertz den Zuschlag.
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"Bares für Rares"
Eine Porzellanfigur von Alfred König datierte Bianca Berding im Entwurf auf 1910, die bis 1924 von Meissen produziert wurde. Der Wunschpreis lag bei 1.500 Euro, doch die Expertin schätzte wegen einer Reparatur nur auf 600 bis 800 Euro. Im Händlerraum bot Friedrich Häusser nur 400 Euro und so nahm die Verkäuferin ihr Porzellan lieber wieder mit.
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"Bares für Rares"
Expertin Raßbach vermutete den Glaskünstler Heinz Lilienthal als Künstler für den Mosaiktisch. Doch es fehlten Signatur und Herstellermarke. Für das 1960er-Jahre-Stück wünschte sich die Verkäuferin 400 bis 500 Euro, Raßbach schätzte nur 250 bis 300 Euro. Verkauft wurde dennoch: Markus Wildhagen zahlte am Ende 250 Euro.
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"Bares für Rares"
Rezepa-Zabel datierte den schwarz emaillierten Trauerschmuck mit Mondstein und Diamantrosen aus 585er Gold um 1850 bis 1870. Gewünscht wurden 1.000 Euro. Doch bei einem Goldwert von 4.800 Euro taxierte die Expertin auf 5.000 bis 5.200 Euro. Händlerin Steiger zahlte letztlich sogar 6.000 Euro, denn: "Solche alten Stücke sind die Nadel im Heuhaufen."
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Der "Bares für Rares"-Verkäufer stempelte das Erbstück seiner Frau als unscheinbaren Modeschmuck aus den 1970ern ab - doch Expertin Heide Rezepa-Zabel erkannte den wahren Schatz ...

Sara und Sebastian aus Mülheim an der Ruhr hielten ihre Brosche für wenig spektakulär und wollten sie ohne großes Bedauern bei Horst Lichter in der Montagsausgabe von "Bares für Rares" abgeben. Doch in der ZDF-Trödelshow nahm die Geschichte eine überraschende Wendung - dank Expertin Heide Rezepa-Zabel ...

"Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die Brosche besonders ist", erklärte der Verkäufer und auch Ehefrau Sara nickte zustimmend. Dabei hatte ihr Großvater den Schmuck einst für die Großmutter gekauft. "Er hat sie sehr geliebt", erinnerte sie sich. Trotzdem urteilte ihr Mann hart über den "typischen Modeschmuck der 1970er": "Darf gerne gehen."

Verkäuferin "geplättet und total überrascht"

Doch Heide Rezepa-Zabel sah das Stück mit ganz anderen Augen. Besonders die außergewöhnliche Form begeisterte sie. Lichter verglich sie mit einem Stern oder einem Ammoniten, "ständig im Wandel". Für die Expertin steckte darin sogar die Handschrift der experimentellen Nachkriegsmoderne: eine spannende Mischung aus Space-Age-Ästhetik und Op-Art.

Das Design der Brosche zog den Blick des Betrachters förmlich mit sich, erklärte die Expertin weiter - und datierte das Schmuckstück deutlich früher, nämlich in die 1960er Jahre. "Damit hätte ich nicht gerechnet", staunte die Verkäuferin. Doch das war erst der Anfang: Es warteten noch weitere Überraschungen, allen voran eine exklusive Signatur ...

Rezepa-Zabel erkannte sofort den Stempel des renommierten Ulmer Goldschmieds Robert Merath. Eine Herkunft mit Tradition, wie die Expertin betonte: Denn "Ulm gilt seit dem Mittelalter und besonders im 19. Jahrhundert als Zentrum gehobener Goldschmiedekunst". Entsprechend hochwertig war die Anhängerbrosche aus 750er Gold und besetzt mit Diamanten.

Gewünscht wurden nun 500 Euro. Doch damit lag das Paar weit unter dem tatsächlichen Wert. Rezepa-Zabel taxierte 1.100 bis 1.300 Euro. Der Verkäufer war fassungslos, die Überraschung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Auch die Verkäuferin konnte es kaum glauben: "Geplättet und total überrascht", war sie über den Wert des unterschätzten Erbstücks.

"Besser kann es doch gar nicht laufen"

"Bringst du da eine Schachtel Zigaretten mit?", musste Walter Lehnertz schmunzelnd nachhaken. Der Verkäufer schnaufte und meinte: "Leider nicht." Offenbar war ihm der Wert seines Goldschatzes noch nicht so richtig bewusst. Anders Susanne Steiger, die das Schmuckstück sofort als "außergewöhnlich und schön" lobte.

"Alter Schwede, das blinkt wie bolle", staunte nun auch Lehnertz, als die Brosche genau unter die Lupe genommen wurde. "Ein schöner Brillant im Vollschliff, komplett ohne Einschlüsse", zeigte sich Steiger weiter begeistert und betonte auch die "hervorragende Farbe" des Edelsteins. Lehnertz rieb sich schon die Finger, denn das wird teuer, ahnte er.

Doch über die Form der kleinen Brosche wurde auch im Händlerraum kräftig gerätselt. Steiger sah darin eine Muschel, während sich Lehnertz deutlich kreativer zeigte: "Das ist ein Seepferdchen, das gerade im Mixer herumwirbelt." Markus Wildhagen war "echt überrascht" über die skurrile Deutung und lachte: "Uns fällt bestimmt noch was dazu ein."

Steiger startete mit 450 Euro, doch Lehnertz legte mit 500 Euro sofort nach. Auch Wildhagen und Friedrich Häusser stiegen ein und der Preis für die kotsbare Brosche kletterte schnell auf 850 Euro. Steiger gab sich aber nicht geschlagen und setzte noch einen drauf: 1.000 Euro - vor allem, weil der Mittelstein "so schön funkelt".

Damit stand Steigers Gebot außer Konkurrenz und Wildhagen gab zu: "Der Schmuck ist bei Susi am besten aufgehoben." Das Verkaufs-Paar war schon längst überzeugt, denn immerhin lag das Gebot "weit über unserem Wunschpreis", freute sich die Verkäuferin. "Besser kann es doch gar nicht laufen", staunte auch der Verkäufer - immer noch völlig überwältigt.

"Bares für Rares": Das waren die weiteren Objekte der Sendung

Als weitere Objekte der Sendung wurden ein altes Buch samt Back-Schablonen von Expertin Annika Raßbach auf 1925 datiert. Der Wunschpreis lag bei 80 Euro, geschätzt wurde das Set auf 100 bis 200 Euro. Im Händlerraum steigerten Susanne Steiger und Walter Lehnertz die Gebote auf 225 Euro - dafür erielt Lehnertz den Zuschlag.

Eine Porzellanfigur von Alfred König datierte Bianca Berding im Entwurf auf 1910, die bis 1924 von Meissen produziert wurde. Der Wunschpreis lag bei 1.500 Euro, doch die Expertin schätzte wegen einer Reparatur nur auf 600 bis 800 Euro. Im Händlerraum bot Friedrich Häusser nur 400 Euro und so nahm die Verkäuferin ihr Porzellan lieber wieder mit.

Expertin Raßbach vermutete den Glaskünstler Heinz Lilienthal als Künstler für den Mosaiktisch. Doch es fehlten Signatur und Herstellermarke. Für das 1960er-Jahre-Stück wünschte sich die Verkäuferin 400 bis 500 Euro, Raßbach schätzte nur 250 bis 300 Euro. Verkauft wurde dennoch: Markus Wildhagen zahlte am Ende 250 Euro.

Rezepa-Zabel datierte den schwarz emaillierten Trauerschmuck mit Mondstein und Diamantrosen aus 585er Gold um 1850 bis 1870. Gewünscht wurden 1.000 Euro. Doch bei einem Goldwert von 4.800 Euro taxierte die Expertin auf 5.000 bis 5.200 Euro. Händlerin Steiger zahlte letztlich sogar 6.000 Euro, denn: "Solche alten Stücke sind die Nadel im Heuhaufen."

Quelle: teleschau – der mediendienst